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Alt 28.02.17, 01:07   #15
Aderyn
Forenhofnarr
 
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Zitat:
Zitat von tOm~! Beitrag anzeigen
Die Folgen waren abzusehen. Als der englische Kriegsminister Churchill unmittelbar nach dem Münchener Abkommen in England verkündete, daß es niemals eine Freundschaft mit Nazi-Deutschland geben kann, hätte jedem deutschen Politiker in dieser Zeit klar sein müssen, was das bedeutet. Man hätte diese Haltung von Chamberlain und Churchill berücksichtigen müssen, wenn man nach Polen einmarschiert.
Sicher.
Aber was wäre denn die Alternativre gewesen: ich erinnere nochmals an das vollumfängliche Garantieversprechen (wie wir wissen, blieb es ja lediglich gegenüber Polen beim leeren Versprechen).
Die Frage wäre also vorab nicht hinsichtlich Englands zu stellen, denn England war diesbezüglich in einer äußerst komfortablen Position. Die Frage war gegenüber Polen zu stellen, dennPolen war es schließlich, welches einen absoluten Freibrief erhalten hatte.
Diese vollumfänglichen Garantien sollten wirksam werden, für den Fall, dass Polen sich in einem Konfllikt befände- unabhängig davon, ob dieser konflik von Polen verschuldet oder unverschuldet einträte.
Und wie wir wissen, tat Polen alles, was in seiner Macht stand, diesen Umstand auszureizen und zu überreizen.

Wenn wir nun davon ausgehen- und das ist ja bekannt- dass Polen seit langer Zeit anstrebte, seine Grenzen sehr viel weiter nach Westen zu verschieben und zusätzlich das Danziger Loch zu schließen, wenn man davon ausgeht, dass es dazu konkrete Pläne bereits mit Frankreich gab, wie wir wissen, 1939 schließlich auch mit England, Frankreich und der SU..., wenn man bedenkt, wie die polnische Presse in Polen seit Jahren eine Kriegsstimmung anheizte, gegen Deutschland, das polnische Militär und verschiedene Politiker von einem für Deutschland "unvermeidbaren Krieg" sprachen- den sie natürlich zu gewinnen trachteten.... vor diesem Hintergrund muß man sehen, dass Hitler ser erste und einzigste Politiker war, der auf Polen offen zuging und viele Zugeständnisse machte, wie vordem kein anderer, um des Friedens Willen.
Dennoch wurde das mit Füßen getreten. Wieder und wieder und wieder.

Polen wollte expandieren, hatte unbegrenzte Garantien und nahm keine Rücksichten mehr. Wie weit wäre das denn gegangen? Wie weit hätte man das gehenlassen können?

Deutsche wurdne in Polen enteignet, drangsaliert, getötet, beraubt usw.
Danzig wurde abgeriegelt, so dass es keine Wirtschaftsverbuindung mehr nach außen hatte- es wurde regelrecht abgeschnürt, eine Frage der zeit also, bis Danzig wirtschaftlich und moralisch fast von allein- ungewollt, gezwungenermaßen in duei Hände Polenes gefallen wäre, trotz der Unabhängigkeit danzigs von Polen. Polen operierte auf deutschem gebiet militärisch, schoß auf zivile dt. Flugzeuge, welche sich im Danziger Luftraum befanden....
Was wären möglicherweise noch für Aggressionen gegenüber Deutschland geschehen- Polen hatte voll mobil gemacht... ??

Nehmen wir an, Deutschland hätte nichts getan und Polen wäre vorgedrungen- was es ja ohnehin beabsichtigte und hätte somit seinerseits ein militärisches Handeln Deutschlands eben über dieses Vorgehen erzwungen, vollständig auf deutschem Boden wohlgemerkt.... auch dann wäre der Garantiefall eingetreten.

Zitat:
Da kann es aus meiner Sicht nur eine plausible Antwort geben. So wie heute Angela Merkel und Martin Schulz Deutschlands Rolle in erster Linie darin sehen, die Existenz Israels sicherzustellen, so war es Adolf Hitlers Aufgabe, den Judenstaat möglich zu machen.
Das hätte man aber auch preiswerter haben können. Dazu hätte es all dieser Folgen nicht bedurft.
Die ersten, welche den sogenannten Madagaskar-Plan aufriefen, um dort Juden anzusiedeln, um sie selbst loszuwerden, das war übrigens Polen selbst.
Deutschland hatte diesen Gedanken aufgegriffen, bis sich herausstellte, dass das so offenbar nicht umsetzbar war.
Bedenkt man, wie wenige Juden in Deutschland lebten, im Vergleich zu den anderen europäischen Ländern, und wie viele Juden durch das Haavara-Abkommen und andere ähnlich gelagerte Abkommen ganz normal Deutschland verließen, sogar Unterstützung dabei fanden, erscheint es mir unlogisch, warum Deutschland dies in dieser Angelegenheit in einen derartigen Krieg treiben sollte.
ich frag emich dann auch, warum ausgerechnet das schwache Deutschland in den 20er Jahren von irgendwelchen fremden Mächten für einen Plan ausgesucht werden sollte, den man auch einfacher hätte haben können.
Zudem, wie gesagt, in Deutschland ohnehin weniger Juden lebten.

Immerhin- in Palästina waren die bereits Engländer. Hätten sie dies beabsichtigt, im Auftrag von jüdischen Hintermännern, wie leicht hätte ihnen doch die Landnahme fallen müssen bzw. die Unterstützung und den Schutz der Juden bei der Ansiedlung.


Zitat:
Schon. Aber das war eben das Schöne für Hitler. Er konnte auf der jüngeren Geschichte fußend glaubhaft machen, gerechtfertigte Absichten für die Deutschen zu vertreten. Ansonsten hätte er das deutsche Volk sowieso nicht für sich gewinnen können.
Ich verstehe, auch in Hinsicht auf Albert Pike.

Du meinst also, das ist so ähnlich, wie man es mit der Bibelgeschichte - die Kreuzigung Jesu- darstellt, dass es den Verrat brauchte, damit sich die Prophezeiung erfüllen kann. In dem Fall sollte es also eines glaubhaften und ambitionierten Gegenspielers bedürfen, der die Entwicklung scheinbar verursacht, danach bewußt oder unbeabsichtigt weiter anschiebt und zum Schluß als Sündenbock dient.
Interessante Sichtweise.

Andererseits sprechen aber viele Entwicklungen in Deutschland im gesamten Verlauf dagegen. Vielleicht hat es sich einfach verselbstständigt.

Davon ausgehend,. dass der 1.Wk eigentlich schon einige Jahre früher stattfinden sollte- was die Absichten der Planer anbelangt, so kann man sicherlich nicht alle Details kontrollieren, aber einen Weg ebnen.
Und wenn es eben nicht zu dieser zeit gelingt, die Spieler sind losgelassen, die Türen geöffnet, die Karten gemischt, dann geschieht es eben später- was ja auch passierte.

Ich habe eine Doku gesehen, in der Hitler auch als Mitglied eines geheimbundes dargesteltl wurde, das wurde dann mit der Thule-Gesellschaft in Verbindung gebracht.
Es ist aber auch so, dass in den 20er Jahren, einer für viele orientierungslosen Zeit oder einer Zeit der Suche und Neuorientierung, metaphysische und übersinnliche Themen und Kulte bzw. okkulte Dinge bzw. Gruppen, die sich damit befaßten, keine Seltenheit waren.

Warum sollte ein aufgeschlossener, neugieriger und wiibegieriger Mensch wie Hilter nicht auch großes Interesse dafür gehabt haben, sich eingeschrieben haben, dem Reiz des Besonderen, Elitären folgend, wie viele andere, um sich später anders zu orientieren?
Zumindest ist das doch heute für jemanden, der kein Interesse daran hat, Licht ins Geschichtsdunkel zu bringen, dafür aber umso mehr Interesse daran, zu verwirren und abzulenken, ein gefundenes Fressen, wenn man sagen kann, ja, Hilter war definitiv Geheimbündler.
Viele würden sofort sagen, ja, das paßt...
Ob das aber tatsächlich noch mit seiner Rolle identisch ist, mit seinem tasächlichen Absichten, also Deutschland betreffend...?? Menschen ändern im Laufe ihres Lebens Ansichten und Zielstellungen

Ich schließe also nicht aus, dass man dieses Thema auch gut benutzen könnte, um wie gehabt, abzulenken und Suchende bzw. an der Wahrheit Interessierte auf falsche Fährten zu lenken.

Das ist verzwickt.

Zitat:
Im finanziellen Gewinn.
Da wären sie wohl besser gekommen- also wenigstens England- Deutschland am Boden zu belassen. Immerhin verlor England in der Folge alle seine Kolonien, ebenso wie alle anderen Kolonialstaaten (Frankreich etc.) ihre Kolonien verloren und am Ende im Schlepptau der USA endeten.

Wenn man bedenkt, dass Deutschland erst vor wenigen Jahren seine Reparationen aus dem 1. Wk zu Ende bezahlt hatte- dann sehen wir, an was für einer riesigen Schuldsumme aus dem 1.Wk Deutschland zu tragen hatte- kein schlechter finanzieller Gewinn für die anderen, würde ich sagen.
Also kann man nicht gerade davon sprechen, dass es keinen Gewinn gegeben hätte, ohne den 2.WK.
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Heinrich Heine - Himmelfahrt

Er spricht: Es kommen die Vagabunde,
Zigeuner, Polacken und Lumpenhunde,
Die Tagediebe, die Hottentotten -
Sie kommen einzeln und in Rotten,


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