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Alt 22.03.17, 00:13   #26
tOm~!
Kleinkind
 
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Bei mir tun sich aktuell soviele Querverbindungen und Zusammenhänge auf, daß es schwer fällt, den Überblick zu behalten und alles unter einen Hut zu bekommen.

Meiner großspurigen Ankündigung, die Werke von Raff, Bruch und Volkmann hier noch häufiger zu behandeln, möchte ich gerne nachkommen, wobei wir aber vorerst nur am Rande auf Joachim Raff zurückkommen, im Endeffekt geht es hier um Ludwig van Beethoven.

Am 3. August 1866 verstarb der deutsche Opernsänger, Schauspieler, Komponist, Theaterdirektor und Regisseur Eduard Genast im Haus seiner Tochter Doris Raff, der Ehefrau von Joachim Raff. Das war wenige Jahre nachdem Raff mit seiner ersten Sinfonie "An das Vaterland" für Furore sorgte.

Von Eduard Genast, der als großer Vertreter des "Weimarischen Stils" gilt, ist ein sehr wichtiges Zitat über den Komponisten Johann Nepomuk Hummel überliefert:

Zitat:
Zitat von Eduard Genast
"Hummel war nicht nur als Künstler, sondern auch als Mensch verehrungswürdig, denn viele unglückliche Familien wurden durch seine großmütige Hülfe dem Elend entrissen. Dabei durfte nie sein Name genannt werden, und in Weimar selbst hatte er einige seiner zuverlässigsten Freunde förmlich zu seinen Armenpflegern gemacht. Da ich oft von ihm zu solchem Dienst verlangt wurde, hatte ich Gelegenheit, Zeuge seiner uneigennützigen Großmut zu sein. Erst nach seinem Tode fand seine Gattin in einem geheimen Fache seines Schreibtisches die Dankbriefe Beethoven’s, welchen Hummel bis zu dessen Tode unterstützt hatte. Wie es gerade Hummel begegnen konnte, für geizig zu gelten, wäre unbegreiflich, wenn man nicht die Oberflächlichkeit des Urteils der Menge jeden Tag neu bestätigt fände."

https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Nepomuk_Hummel
Hummel, der 1821 in Weimar den erst zehnjährigen Ferdinand von Hiller als Schüler aufnahm, unternahm sechs Jahre später zusammen mit seinem Schüler und seiner Frau Elisabeth Röckel eine Reise nach Wien, wo sie gemeinsam den todkranken Ludwig van Beethoven besuchten.

Hiller wiederrum reiste von dort aus direkt nach Paris weiter, wo er die große Ehre hatte, Beethovens fünftes und letztes Pianokonzert "The Emperor" zur dortigen Erstaufführung zu bringen, im folgenden Video interpretiert von Friedrich Gulda und den Wiener Philharmonikern:

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