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Alt 21.03.17, 15:09   #19
tOm~!
Kleinkind
 
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Zitat:
Werbeprospekt des Haus Vaterland circa Winter 1930 / Anfang 1931

Inhalt:
- Grinzing
- Löwenbräu
- Die Rheinterrasse
- Wild-West-Bar
- Spanische Bodega, Osteria (italienische Spezialitäten), Türkisches Café
- Zentralküche / Kaffee Vaterland
- Palmensaal - Revue Programm, Tanz-Tee

http://grammophon-platten.de/e107_pl...php?10869.post
















Zitat:
Das Haus Vaterland wurde 1911/12 erbaut und zunächst als "Haus Potsdam" eröffnet und war DIE Attraktion für Berlin Besucher, mit vielen technischen Raffinessen, Kino, vielen Themenlokalen etc.
Bereits 1943 wurde der hintere Teil des Hauses schwer beschädigt.Teilweise war aber noch Gastronomie bis in die Nachkriegsjahre möglich (im Rundbau / Cafe Vaterland).
Beim Volksaufstand 1953 beendete jedoch ein schlimmer Brand jedes weitere Leben in dem beschädigten Haus.
So stand es bis in die 70er Jahre als Ruine und immer noch als Touristenattraktion einsam auf dem Potsdamer Platz....





(Blick in die Ruine des ehemaligen Cafe Vaterlands im Ergeschoß)

Der Senat Berlins entschloß sich trotz einiger Eingaben und einem Gutachten über die noch brauchbare Bausubstanz der Ruine 1976 zum Abbruch dieses alten Stück Berlins, welches über Jahrzehnte das Gesicht des Potsdamer Platzes prägte.

Die Ruine kenne ich noch aus eigenem Erleben, ich war in den 70er Jahren mehrmals dort. Außer diesem Riesenkoloss war noch noch das Weinhaus Huth auf dem leeren Potsdamer Platz.

Die Ruine wechselte auch die Seiten, wurde von OstBerlin nach WestBerlin getauscht. Zeitweise lag sie im damals sogenannten "Niemandsland".

Leider war es zu Zeiten des Abbruchs 1976 völlig unvorstellbar, daß hier mal wieder eine kulturelle Mitte Berlins sein würde. Der Potsdamer Platz war durch die Maueranlagen nichts weiter als ein großer, öder Platz.

Noch eine kleine, seltsame Geschichte dazu !

Bis zum Abbruch des Hauses waren im größerem Umfeld kleine Programmzettel von 1943 zu finden.

An irgendeiner unzugänglichen Stelle der Ruine müssen immer noch größere Mengen dieser Zettel gelegen haben. Bei sehr starkem Wind wurden immer wieder welche davon ins Umland geweht.

Beinahe wie ein Hilferuf des Hauses aus seinen besseren Jahren...

(Im Internet gibt es auch Fotos, auf denen diese Zettel auf einer Grünfläche am Potsdamer Platz liegen, Foto aus den 70er Jahren. Also keine schöne Lügengeschichte
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