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Alt 02.06.17, 19:48   #15
DenkMal
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DenkMal ist ein ForengottDenkMal ist ein ForengottDenkMal ist ein ForengottDenkMal ist ein ForengottDenkMal ist ein ForengottDenkMal ist ein ForengottDenkMal ist ein ForengottDenkMal ist ein ForengottDenkMal ist ein ForengottDenkMal ist ein ForengottDenkMal ist ein Forengott
Exclamation Ein Verbrechen des Kapitalismus: die jährl. Vernichtung v. 11 Mio Tonnen Lebensmittel

Eines der widerlichsten Verbrechen des faschistoiden Kapitalismus ist die jährliche Vernichtung von 11 Millionen Tonnen Lebensmittel.

Auf der anderen Seite der braunen Medaille gibt es immer mehr Menschen, die sich diesem Verbrechen des rechtsradikalen Kapitalismus auf verschiedene Weise ("containern" und "Tafel" sind ja bereits allseits bekannt) entgegen stellen. Es sind Ernährungskünstler.

Hierzu gibt es jetzt eine Reportage:

"Die Ernährungskünstler - Essen ohne Geld"


Freitag , 02. Juni 2017 , 21:15 bis 21:45 Uhr
Samstag , 03. Juni 2017 , 08:30 bis 09:00 Uhr

Angaben zum Inhalt der Repotage:

Was tun, wenn das Geld nicht für regelmäßige Einkäufe im Supermarkt reicht?

Ute Jurkovics hat die drei Ernährungskünstler für diese NDR Reportage mit einem Kamerateam begleitet:

Anne-Dore R. ist erfinderisch. Sie sammelt Nüsse, Kräuter, Beeren und andere essbare Früchte. Dabei lebt die alleinerziehende Mutter nicht auf dem Land, sondern mitten in der Stadt. Im Winter, wenn es in den Grünanlagen nichts zu ernten gibt, kauft sie Kohl im Sonderangebot und füllt kiloweise Gläser mit Kimchi ab. Das koreanische Krautgericht hält sich monatelang und füllt den Magen, wenn der Kühlschrank leer ist. Anne-Dore R. will zurück zur Natur, zur Vorratshaltung und zu Großmutters Rezepten. Sie glaubt, dass sie so nicht nur preiswerter, sondern auch gesünder lebt.

René ist Student und muss ebenfalls mit wenig Geld auskommen. Er nutzt ein Verteilersystem im Internet: Foodsharing. Die "Lebensmittelretter", wie sich die Mitstreiter der Initiative nennen, holen Waren von Läden ab, die sonst weggeworfen würden, und stellen sie kostenlos zur Verfügung. René geht es dabei auch ums Prinzip: "Was man noch essen kann, gehört einfach nicht in den Müll."

Tina R. ist Frührentnerin und bekommt Grundsicherung vom Staat. Vor allem am Monatsende hat sie kaum noch Geld. Doch die Hamburgerin weiß sich zu helfen. Regelmäßig sucht sie die Biotonnen von Discountern nach Produkten ab, die noch brauchbar sind. "Containern" nennt sie das. Kartoffeln, Möhren, Fertiggerichte oder Aufschnitt fischt Tina R. aus dem Müll. Theoretisch ist das Diebstahl. Doch die Rentnerin hält es für das weitaus größere Unrecht, Essbares wegzuwerfen.
Tina R. nutzt außerdem das Angebot eines Unternehmers im Hamburger Stadtteil Eimsbüttel, der jeden Abend nach Ladenschluss unverkäufliche Waren herausgibt. "Götterspeise" nennt sich diese Essensausgabe. Tina wünscht sich, dass sie Schule macht und mehr Lebensmittel verbraucht statt weggeschmissen werden. In Frankreich sorgt dafür jetzt ein Gesetz. Es verbietet großen Supermärkten und Händlern, Waren zu vernichten, die man noch essen kann.

Lebensmittel im Müll - die Zahlen

Laut Bundeslandwirtschaftsministerium schmeißt jeder Deutsche im Schnitt 82 Kilogramm Lebensmittel in die Tonne, obwohl das meiste davon noch genießbar wäre. Die Menge entspricht etwa zwei vollgepackten Einkaufswagen.
Elf Millionen Tonnen Lebensmittel werden jedes Jahr in Deutschland weggeworfen. Gleichzeitig gibt es Menschen, die nicht genug zu essen haben.

Quelle:
https://www.ndr.de/fernsehen/sendung...ung498272.html
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