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Alt 09.11.17, 18:39   #201
KOTZFISCH
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Altbergbaubegehungen- anstregend und fordernd.
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„Kultur ist, wenn Sie Ihrem Nachbarn den Kopf abschlagen und daraus eine Blumenvase machen. Zivilisation ist, wenn Sie dafür ins Gefängnis müssen und nie wieder rauskommen.“

H.Broder
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Alt 13.11.17, 13:36   #202
MANFREDM
Kein Dummvolker & Nazifa
 
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Zitat:
Zitat von KOTZFISCH Beitrag anzeigen
Altbergbaubegehungen- anstregend und fordernd.
Marathon im Salzbergwerk: https://laufteam.tg-kitzingen.de/ter...rkers-11022018

Ergebnisse: http://www.marathon-ergebnis.de/FebruarMerkers.html
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http://www.rapefugees.net

Linkes 'Arbeiter'lied aus der D'D'R:
Lieber Soldat, du trägst ein Gewehr. Lieber Soldat, dich lieben wir sehr. Mit Panzer und Flugzeug bist du stets bereit für uns Kinder alle, im Ehrenkleid.
Lieber Soldat, wir singen dir ein Lied. Lieber Soldat, der Friede mit uns zieht. Und wenn ich erst groß bin, werd auch ich Soldat, damit unser Land immer Frieden hat.
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Alt 13.11.17, 14:20   #203
Aderyn
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Ich frage mich bei solchen Sachen immer: warum sollte man das tun, unter tage einen Lauf zu bestreiten, den man ebenso gut über tage absolvieren könnte?
10 oder 20 Kilometer sind doch relativ schnell gelaufen... und deswegen der ganze Aufwand?

Das hat bloßen Eventcharakter, Massenverarsche.
Es erinnert mich sofort an den seit einigen Jahren alljährlichen Weinlauf in unserer Stadt, wo man auch verschiedene Strecken gehen oder laufen kann, abgesteckt, mit Streckenposten vom Nachwuchs der freiwilligen Feuerwehr, mit Laufnummer usw., natürlich gegen Entgelt.

Begründung für den Schwachsinn: das Geld bzw. ein Teil davon wird in den Erhalt der Weintrockenmauern gesteckt. Was für ein Lacher.
Nun muss man wissen, dass die Weinberge viele private Weinparzellen sind.
Die schlechten Mauern sind ja nicht über nacht marod geworden, sondern über Jahrzehnte des Nichtstuns. Wenn man nun noch weiß, dass zu DDR- Zeiten der Wein wie eine zweite Währung galt, neben vielen anderen Schmier- und alternativen Bezahlmitteln, und man damit nicht schlecht Geld verdienen konnte, dann frage ich mich, warum haben denn die Weinbauern das Geld in den Urlaub gesteckt, anstatt von wenigstens einem Teil über all die Jahre den Mauern kontinuierlich etwas Gutes zu tun?
Heute schreit man dazu "Erhalt von Kulturerbe". War es das früher keins?

Und weil ich diese Wiesenwege entlang der Weinberge besser kenne und sie ohnehin öfters ablaufe, wüßte ich nicht, warum ich für das Begehen öffentlicher Wege Geld bezahlen sollte, um eine Dummheit mitzufinanzieren.
Man könnte also auch parallel zu den "Läufern" am gleichen Tag dort langgehen- nur eben ohne Plakette
Und wer da plötzlich alles von der Partie ist und denkt, sich bewegen zu müssen - allein das ist höchst amüsant

Fazit: wer sich bewegen will, der braucht dafür keinen speziellen Anlass, sondern nur den eigenen Entschluß, dies zu tun

(Vielleicht sollte ich auch mal einen Lauf organisieren, zum Erhalt unseres Hauses- es scheint ja zu funktionieren)
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Die erste Million ist immer die schwerste. Die anderen kommen dann wie von selbst, wie man sieht
Zuzug umkehren!

Das ist die Aufgabe der Konzernkünstler:
Kapitalmacht in Herrschaft umzusetzen. Sie setzen die Maßstäbe von “gut” und “böse”, bestimmen, “was man trägt”, “was in ist”, beeinflussen das Fühlen, Denken und Urteilen der Menschen, sind eifrige Diener einer Oligarchie, an die sich sich verkaufen, um das Volk weiterhin zu “verarschen”

(O-Ton von “Mister Dax” Dirk Müller).
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Alt 13.11.17, 17:03   #204
Otto
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Zitat:
Zitat von Aderyn Beitrag anzeigen
...
Begründung für den Schwachsinn: das Geld bzw. ein Teil davon wird in den Erhalt der Weintrockenmauern gesteckt. Was für ein Lacher. ...
Ganz so ist das nicht. Nahezu das gesamte südliche Maintal zwischen Miltenberg und Wertheim ist terrassiert, eigentlich eine sehr schöne Kulturlandschaft. Das zerfällt, weil der Aufwand einfach zu groß ist.

Nun kann man sich natürlich darüber streiten, ob die Terassen schöner sind, oder ob es gut ist, dass sich die Natur das Areal zurückholt. Sicher ist, dass die Erhaltung dieser terassierten Hänge von Privatleuten nicht zu stemmen ist.
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Ich schreibe meinen Namen unter kein Gesetz, welches eine Belastung des Arbeiters enthält.
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Alt 13.11.17, 18:21   #205
Aderyn
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Zitat:
Zitat von Otto Beitrag anzeigen
Ganz so ist das nicht. Nahezu das gesamte südliche Maintal zwischen Miltenberg und Wertheim ist terrassiert, eigentlich eine sehr schöne Kulturlandschaft. Das zerfällt, weil der Aufwand einfach zu groß ist.

Nun kann man sich natürlich darüber streiten, ob die Terassen schöner sind, oder ob es gut ist, dass sich die Natur das Areal zurückholt. Sicher ist, dass die Erhaltung dieser terassierten Hänge von Privatleuten nicht zu stemmen ist.
Ich habe während verschiedener Urlaube auch in anderen Weinanbaugegenden jede Menge aufgegebene Weinberge gesehen und natürlich verfallen die Terrassen dann irgendwann im Laufe der Zeit.
Den Leuten ist einfach der Aufwand als Weinbauer zu hoch oder die alt gewordenen Weinbauern finden eben keinen Nachfolger, der das übernehmen will. Ist ja auch aufwendig.
Das ist aber dann ein ganz anderer Hintergrund.

Hier bei uns handelt es sich dagegen aber um immer noch bewirtschaftete Weinberge. Da gab es keine massenhaften Lücken.
Und wenn ich so in Erinnerung habe, wieviel Geld man früher damit verdiente- harte Arbeit, ja- aber gutes Geld- dann wäre es im Eigeninteresse eines jeden Weinbergbesitzers, also Hobby-Winzers gewesen, jedes Jahr regelmäßig immer etwas zu tun- so wären die Schäden erst gar nicht so immens geworden.
Statt dessen aber haben sie sich selbst die Substanz dafür genommen und die Mittel eben verkonsumiert.
ja, so eine Trockenmauer bedeutet einen hohen Aufwand und Kenntnisse.
Aber eines ist sonnenklar: der Aufwand, eine vollkommen in sich zusammengefallene Mauer neu zu errichten, ist sicherlich um ein Vielfaches höher, als der geringe Aufwand, Jahr für Jahr die Mauern zu inspizieren und beizeiten kleine Schäden auszubesser, ehe aus kleinen Schäden große werden. Das ist ein Aufwand, den jeder selber leisten kann. Mühelos im Vergleich

Außerdem- wer sich jedes Jahr aus den Einnahmen einen Teul zurücklegt, eben für solche Sachen, muß nicht nach 20, 30, 40 oder mehr Jahren Untätigkeit schreien, er hätte kein Geld dafür.

Und ja, selbst tun, sich um die Schäden zu kümmern, ist anstrengend, Arbeit macht eben "Aua", aber wer einen terrassierten Weinberg übernimmt, der überlegt sich das doch vorher (viel Arbeit) und kann eigentlich von der Sache her kein Weichei sein

Und es ist ja nicht so, dass es die Privatleute vordem nicht auch selbst bewerkstelligt hätten. Die haben es einfach gemacht, den Brunnen abzudecken, ehe das Kind hineingefallen ist.

Ach so, passend zum Thread- natürlich ist das Hantieren mit Bruchsteinen im hangigen Gelände auch eine sportive Angelegenheit
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Geändert von Aderyn (13.11.17 um 18:30 Uhr)
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Alt 13.11.17, 19:55   #206
Otto
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Zitat:
Zitat von Aderyn Beitrag anzeigen
...
ja, so eine Trockenmauer bedeutet einen hohen Aufwand und Kenntnisse.
Aber eines ist sonnenklar: der Aufwand, eine vollkommen in sich zusammengefallene Mauer neu zu errichten, ist sicherlich um ein Vielfaches höher, als der geringe Aufwand, Jahr für Jahr die Mauern zu inspizieren und beizeiten kleine Schäden auszubesser, ehe aus kleinen Schäden große werden. Das ist ein Aufwand, den jeder selber leisten kann. Mühelos im Vergleich
Eher nicht. Wenn Du eine Trockenmauer instandsetzen willst, musst Du sie oft abtragen und von Grund auf neu setzen. Neuerdings hörte ich davon, dass derartige Mauern mit Hydrauliken gerichtet worden seien. Ich weiß allerdings nicht, wo am Hang das Gegenlager herkommen soll.

Zitat:
Zitat von Aderyn Beitrag anzeigen
Außerdem- wer sich jedes Jahr aus den Einnahmen einen Teul zurücklegt, eben für solche Sachen, muß nicht nach 20, 30, 40 oder mehr Jahren Untätigkeit schreien, er hätte kein Geld dafür...
Wenn er denn genug einnimmt. Die Mehrarbeit für den Steilhang bezahlt der gemeine Trinker in aller Regel nicht.

Zitat:
Zitat von Aderyn Beitrag anzeigen
Ach so, passend zum Thread- natürlich ist das Hantieren mit Bruchsteinen im hangigen Gelände auch eine sportive Angelegenheit
Wem sagst Du das?

Es ist schon sportlich, dort nur zu mähen. Wobei schon die Entscheidung für das richtige Sportgerät nicht einfach ist. Eine Sense ist leicht zu tragen, dafür ist man dann ein wenig länger mit seiner sportlichen Tätigkeit befasst. Die allerdings kann man in Ruhe ausüben.

Andere schleppen alle möglichen Gerätschaften auf den Berg, machen einen Höllenlärm, sind aber oft schneller fertig.
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Alt 13.11.17, 21:11   #207
Aderyn
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Zitat:
Zitat von Otto Beitrag anzeigen
Eher nicht. Wenn Du eine Trockenmauer instandsetzen willst, musst Du sie oft abtragen und von Grund auf neu setzen. Neuerdings hörte ich davon, dass derartige Mauern mit Hydrauliken gerichtet worden seien. Ich weiß allerdings nicht, wo am Hang das Gegenlager herkommen soll.
Nicht bei gut gesetzten Trockenmauern. Die halten.
Das Problem ist wohl eher, dass viel Wissen und handwerkl. Fähigkeiten verloren gegangen sind.
Eine Mauer geht ja nicht von heute auf morgen kaputt. Diesen Prozess kann man beeinflussen, durch Tun oder Nichtstun.


Zitat:
Wenn er denn genug einnimmt. Die Mehrarbeit für den Steilhang bezahlt der gemeine Trinker in aller Regel nicht.
ich schrieb ja bereits, dass das früher- also zu DDR-Zeiten eine Art Bezahlung war. Wir reden hier nicht über Dreimarkfünfzig, sondern über Summen.
So manch einer finanzierte sich damit seinen PKW.

Damit das auch mal aus anderer Quelle bestätigt wird, dass man damit gutes Geld machte- also richtig viel, für damalige Verhältnisse:
Zitat:
Gleich neben den Fellbachern schenken Meißner Winzergenossen aus. Das passe perfekt. Inzwischen habe der Sachsenwein das Niveau anderer Anbaugebiete erreicht, vor 25 Jahren war das noch ganz anders. Der Wein aus der Gegend rund um Meißen war in der DDR vor allem eine Währung. "Wein war wie Westgeld", erinnert sich Hans-Peter Kellner, Genossenschaftswinzer aus dem Spaargebirge.

http://www.dnn.de/Region/Region-News...ssner-Weinfest
Verstehst Du jetzt, warum ich dem nicht viel abgewinnen kann bzw. mit Unverständnis reagiere, wenn hier nun über den Zustand der Mauern gejammert wird?

Zitat:
Wem sagst Du das?

Es ist schon sportlich, dort nur zu mähen. Wobei schon die Entscheidung für das richtige Sportgerät nicht einfach ist. Eine Sense ist leicht zu tragen, dafür ist man dann ein wenig länger mit seiner sportlichen Tätigkeit befasst. Die allerdings kann man in Ruhe ausüben.

Andere schleppen alle möglichen Gerätschaften auf den Berg, machen einen Höllenlärm, sind aber oft schneller fertig.
Du bist Weinbergbesitzer?
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Alt 14.11.17, 10:58   #208
Otto
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Zitat:
Zitat von Aderyn Beitrag anzeigen
Nicht bei gut gesetzten Trockenmauern. Die halten.
Das Problem ist wohl eher, dass viel Wissen und handwerkl. Fähigkeiten verloren gegangen sind.
Eine Mauer geht ja nicht von heute auf morgen kaputt. Diesen Prozess kann man beeinflussen, durch Tun oder Nichtstun.
Das ist möglicherweise regional unterschiedlich, wie auch die Machart. Die Schieferplatten, die am Rhein verbaut werden, lösen sich durch Umwelteinflüsse allmählich auf. Der rote Sandstein am Main ist stabiler, und die Steine sind in der Regel behauen. Diese Mauern bekommen irgendwann einen Bauch, dann hilft nur abtragen und neu setzen.

Zitat:
Zitat von Aderyn Beitrag anzeigen
ich schrieb ja bereits, dass das früher- also zu DDR-Zeiten eine Art Bezahlung war. Wir reden hier nicht über Dreimarkfünfzig, sondern über Summen.
So manch einer finanzierte sich damit seinen PKW.

Damit das auch mal aus anderer Quelle bestätigt wird, dass man damit gutes Geld machte- also richtig viel, für damalige Verhältnisse:


Verstehst Du jetzt, warum ich dem nicht viel abgewinnen kann bzw. mit Unverständnis reagiere, wenn hier nun über den Zustand der Mauern gejammert wird?
Zu DDR-Zeiten hatte der Wein auch noch keine Konkurrenz aus Gegenden, in denen Maschinen eingesetzt werden können.

Zitat:
Zitat von Aderyn Beitrag anzeigen
Du bist Weinbergbesitzer?
Wenn ich ein Großmaul wäre, könnte ich das behaupten.

Ich habe einen kleinen Streifen eines früheren Weinbergs. Hier in der Region war schon vor dem Krieg ein derartiger Reblausbefall, das die Reben gerodet und statt dessen Apfelbäume gepflanzt wurden. In früheren Jahren habe ich auch Apfelwein gemacht, aber seit mir auch noch die landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft auf den Pelz gerückt ist, lasse ich das Dingen verwildern.
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Alt 14.11.17, 14:11   #209
Aderyn
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Zitat:
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Das ist möglicherweise regional unterschiedlich, wie auch die Machart. Die Schieferplatten, die am Rhein verbaut werden, lösen sich durch Umwelteinflüsse allmählich auf. Der rote Sandstein am Main ist stabiler, und die Steine sind in der Regel behauen. Diese Mauern bekommen irgendwann einen Bauch, dann hilft nur abtragen und neu setzen.
Das kann natürlich eine Rolle spielen- bei uns sind die aus Bruchsteinen/ Granitsteinen aufgebaut





Und das hier kann man handhaben.

Zitat:
Zu DDR-Zeiten hatte der Wein auch noch keine Konkurrenz aus Gegenden, in denen Maschinen eingesetzt werden können.
Das mag sein, aber die Schäden resultieren ja auch noch aus dieser Zeit.

Hätte man einen Teil des guten Geldes (und ein paar Tröpfchen Schweiß) doch lieber mal in den Erhalt gesteckt, müßte man heute nicht jammern

Ich weiß selbst, dass das anstrengend sein kann und viel Zeit kostet, ich habe selbst schon die eine oder andere Bruchsteinmauer wieder hochgezogen - also bei mir privat - sogar mit Treppe.
Aus Übernahme von den Vorgängern die nichts taten. Kein Weinberg, aber Mauern gibt es ja auch anderweitig. Daher weiß ich auch, dass das nicht das Letzte gewesen ist, sondern noch einiges auf mich wartet...

Das ist der Unterschied, Dinge anzugehen oder sie zu lassen

Zitat:
Wenn ich ein Großmaul wäre, könnte ich das behaupten.

Ich habe einen kleinen Streifen eines früheren Weinbergs. Hier in der Region war schon vor dem Krieg ein derartiger Reblausbefall, das die Reben gerodet und statt dessen Apfelbäume gepflanzt wurden. In früheren Jahren habe ich auch Apfelwein gemacht, aber seit mir auch noch die landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft auf den Pelz gerückt ist, lasse ich das Dingen verwildern.
Man kann doch die Terrassen auch anderweitig nutzen/ bepflanzen, so wie das die Winzer auch früher schon taten, nachdem durch Reblausbefall die Stöcke weg waren...., da pflanzte man dort eben Pfirsiche, Aprikosen usw.
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Alt 14.11.17, 14:22   #210
Otto
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Zitat:
Zitat von Aderyn Beitrag anzeigen
Das kann natürlich eine Rolle spielen- bei uns sind die aus Bruchsteinen/ Granitsteinen aufgebaut.
Regionale Eigentümlichkeiten spielen ganz sicher eine Rolle. Ich habe mal einen Lehrgang Trockenmauerbau am Rhein mitgemacht und bei der Gelegenheit gefragt, ob die Methode auf unseren heimischen Sandstein übertragbar ist. Der alte Knabe, der als Dozent auftrat, erklärte mir, sowohl die Steine, als auch die Bodenbeschaffenheit sei unterschiedlich, und man tue gut daran, sich in der Zielregion einen alten Knaben zu suchen, der sich auskennt.

So weiß ich beispielsweise, dass bei uns hinter der Mauer mit "Füllsteinen" aufgefüllt wird, das soll eine Drainage ergeben. Das wurde am Rhein nicht getan. Dort setzte man gelegentlich einen längeren Stein "verkehrt herum" ein, also mit der Schmalseite nach vorn, damit sollte eine Stabilisierung erreicht werden.

Zitat:
Zitat von Aderyn Beitrag anzeigen
...
Das mag sein, aber die Schäden resultieren ja auch noch aus dieser Zeit. ...
Hmm. Diese Zeit ist nun auch schon fast 30 Jahre her. Da kann schon mal die eine oder andere Mauer schadhaft werden, und in dieser Zeit war auch sächsischer Wein der Konkurrenz ausgesetzt. Zumal auch für den Sachsentropfen der böse Spruch gilt, den man von Kulturbanausen von der Mosel über den Frankenwein hört: "Von der Sonne verschont"
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