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Alt 04.02.17, 13:41   #181
Kleinlok
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Zitat:
Zitat von panaya Beitrag anzeigen
Ja da muss ich dir recht geben, es ist in Deutschland oft schwer einen nach seiner Qualifikation entsprechend bezahlten Job zu bekommen.
Leisung Können und Einsatzbereitschaft wird nicht belohnt und oft sogar bestraft, während Menschen, die sich in das bequeme Sozialnest gelegt haben, für ihr nichtstun auch noch von der Allgemeinheit durchgefüttert werden müssen.
Da sehe ich einen Zusammenhang:

Wenn Leistung, Können und Einsatzbereitschaft nicht ausreichend belohnt werden,kann das zur Verweigerung dieser Momente führen und dann braucht sich ein Staat bzw. eine Gesellschaft, die beide diesen Betrug zulassen, sich nicht zu wundern, dass unnötig viele Menschen schwarz arbeiten oder von Stütze leben.

Zitat:
Auf der anderen Seite werden im Niedriglohnland Deutschland satte Gewinne eingefahren.
Und es ist ein Unding, das Menschen in Deutschland gezwungen werden mehrere Jobs zu machen, ich bin froh das ich meinen Mann überzeugen konnte nie wieder Arbeit in Deutschland aufzunehmen, das wäre für uns beide eine Katastrophe und wir könnten nicht ansatzweise unsere Projekte angehen.
Diese Entwicklung ist ein Unding bzw. solle das sein, aber das ist sie de facto nicht. Die Entwicklung von Niedriglohn und Armut ist politisch gewollt und wird von zu großen Teilen der deutschen Gesellschaft zumindest zugelassen, sonst könnten wir uns diese Diskussion schenken.
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Alt 04.02.17, 14:55   #182
Leo Navis
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Es ist ja auch nur übergangsweise. Also die letzten paar Jahre waren schon hart, aber demnächst kommt dann H4, das ist schon mal mehr, und später dann eben "richtige" Arbeit für Geld, das spült dann erst recht mehr in die Kassen.

Abwarten und Tee trinken, alles wird gut.
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LIBERTÉ!
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Alt 05.02.17, 15:27   #183
Kleinlok
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Zitat:
Zitat von Leo Navis Beitrag anzeigen
Es ist ja auch nur übergangsweise. Also die letzten paar Jahre waren schon hart, aber demnächst kommt dann H4, das ist schon mal mehr, und später dann eben "richtige" Arbeit für Geld, das spült dann erst recht mehr in die Kassen.

Abwarten und Tee trinken, alles wird gut.
Na ja, dein Optimismus in allen Ehren, nur leider erweist sich der für mehrere Millionen Menschen in der gegenwärtigen Situation dauerhaft leider eher als ein Trugschluss.

Immerhin müssen sich rund 24% der Beschäftigten im Niedriglohnsektor verdingen und nicht wenige davon seit Jahren ohne eigentliche Aussicht auf einen sozialen Aufstieg, denn im Gegensatz zur Schönrede der Politik markieren Niedriglohnsektor und H 4 eher die Endstation Sehnsucht als denn eine Durchgangsstation, mit der man wieder einen Anschluss an einen besseren Erwerb fände. Mit Geld, das da in die privaten Kassen gespült würde, ist da nicht zu rechnen, bestenfalls hat man auf sehr niedrigen Niveau sein Auskommen, was für den in Deutschland üblichen Standard einer Beschämung gleichkommt.

Ich will deine Einsicht nicht kritisieren, diese ist sicher noch das Beste, was du dir in deiner Situation leisten kannst und vielleicht hilft sie dir, die oben benannte Entwicklung in deinem Fall zu vermeiden, ich wünsche dir das.
Mit abwarten und Tee trinken ist da nur sicher nicht getan, stattdessen braucht es guten und beharrlichen Willen, auch ein gesundes Selbstbewusstsein, um nicht jede Kröte schlicken zu müssen, die der oft unfaire Arbeitsmarkt einem bietet.

Dieser Markt muss sich ändern, damit endlich möglichst alle Menschen eine Chance auf diesem bekommen, doch ohne eine Revolition wird das nicht zu haben sein.
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Alt 05.02.17, 15:56   #184
Leo Navis
我不知道
 
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Zitat:
Zitat von Kleinlok Beitrag anzeigen
Na ja, dein Optimismus in allen Ehren, nur leider erweist sich der für mehrere Millionen Menschen in der gegenwärtigen Situation dauerhaft leider eher als ein Trugschluss.

Immerhin müssen sich rund 24% der Beschäftigten im Niedriglohnsektor verdingen und nicht wenige davon seit Jahren ohne eigentliche Aussicht auf einen sozialen Aufstieg, denn im Gegensatz zur Schönrede der Politik markieren Niedriglohnsektor und H 4 eher die Endstation Sehnsucht als denn eine Durchgangsstation, mit der man wieder einen Anschluss an einen besseren Erwerb fände. Mit Geld, das da in die privaten Kassen gespült würde, ist da nicht zu rechnen, bestenfalls hat man auf sehr niedrigen Niveau sein Auskommen, was für den in Deutschland üblichen Standard einer Beschämung gleichkommt.

Ich will deine Einsicht nicht kritisieren, diese ist sicher noch das Beste, was du dir in deiner Situation leisten kannst und vielleicht hilft sie dir, die oben benannte Entwicklung in deinem Fall zu vermeiden, ich wünsche dir das.
Mit abwarten und Tee trinken ist da nur sicher nicht getan, stattdessen braucht es guten und beharrlichen Willen, auch ein gesundes Selbstbewusstsein, um nicht jede Kröte schlicken zu müssen, die der oft unfaire Arbeitsmarkt einem bietet.

Dieser Markt muss sich ändern, damit endlich möglichst alle Menschen eine Chance auf diesem bekommen, doch ohne eine Revolition wird das nicht zu haben sein.
Naja. Sieh's mal aus meiner Perspektive: Vor einem Jahr, als ich mich hab einweisen lassen, wodurch überhaupt erst dieses ganze Arbeits-gedöns in Fahrt kam, war ich noch hoch suizidal und stark selbstgefährdend. Ich will nichts weiter ausführen, das bringt ja nichts, aber im Vergleich dazu ist doch eine, wenn auch lächerlich geringe Beschäftigung, noch - nun ja, der Hammer. Überhaupt wieder teilnehmen zu können am "normalen Leben" ist für mich schon ein großer Schritt in die richtige Richtung, denn das ist seit meinem abgebrochenen Philosophie-Studium nicht mehr gegeben gewesen.

Zudem sind meine Eltern stinkreich, wodurch ich sicherlich irgendwann auch noch mal ein paar Kröten erben werde. Nicht, dass ich darauf hoffe, aber auf diese Art kann ich möglicherweise auch einen noch so beschissenen Job schlichtweg dadurch mir selbst schön machen, dass ich A. was zu tun habe, und B. trotzdem weit über dem von diesem Job gebotenen Niveau leben kann.

Deshalb abwarten und Tee trinken. Selbstverständlich muss ich mich auch selbst engagieren - das Praktikum beim Theater derzeit war ja lediglich auf mein Engagement hin entstanden - und muss auch meinen Kopf hochhalten und nicht jeden Scheiß mitmachen, keine Frage.

Doch stelle ich mir derzeit gar keine großen Fragen über das böse System und ihre Lakaien. Dazu bin ich noch dem Tode viel zu nahe.
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Alt 06.02.17, 13:32   #185
Kleinlok
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Zitat:
Zitat von Leo Navis Beitrag anzeigen
Naja. Sieh's mal aus meiner Perspektive: Vor einem Jahr, als ich mich hab einweisen lassen, wodurch überhaupt erst dieses ganze Arbeits-gedöns in Fahrt kam, war ich noch hoch suizidal und stark selbstgefährdend. Ich will nichts weiter ausführen, das bringt ja nichts, aber im Vergleich dazu ist doch eine, wenn auch lächerlich geringe Beschäftigung, noch - nun ja, der Hammer. Überhaupt wieder teilnehmen zu können am "normalen Leben" ist für mich schon ein großer Schritt in die richtige Richtung, denn das ist seit meinem abgebrochenen Philosophie-Studium nicht mehr gegeben gewesen. (...)

Doch stelle ich mir derzeit gar keine großen Fragen über das böse System und ihre Lakaien. Dazu bin ich noch dem Tode viel zu nahe.
Hallo Neo, das kann ich ganz gut nachvollziehen. So gesehen ist deine Einstellung vermutlich ganz gut für dich geeignet, was gutes aus deiner Situation zu machen. Ich finde es aber schon wichtig, dass man nach Möglichkeit seinen Erwerb für ein anständiges Leben eigenständig hinbekommen hat und wenn man da guten Willens ist und sich Mühe gibt, dann sollte das System einem eine faire Chance dazu bieten.
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Alt 29.05.17, 17:42   #186
Kleinlok
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Auf den Servern des Studentenwerks Frankfurt tummeln sich nur Scheißjob,
wo viel erwartet, dafür aber wenig gezahlt werden soll.

Ich verschicke mehr Hassbriefe als Bewerbungen...

1. Beispiel:

Zitat:

Betreff: Kritik an Unterbezahlung Studentenjob Praxis Dr. (...)

Aehr geehrte Frau Dr. (...),
Sehr geehrte Damen und Herren,

mit deutlichem Befremden nehme ich ein Jobangebot Ihrer Praxis wahr,
wo Sie eine m.E. höherwertige Arbeitsleitleistung erwarten,
dafür aber nur eine unpassende geringfügige Entlohnung von 10 Euro/h vorsehen:

(...)

Diese von Ihrer Praxis definierten Anforderungen sehe ich als einen Erweis
für meine obenstehende Aussage, Zitat aus der verlinkten Anzeige:

"Anforderungen / Erforderliche Kenntnisse

sehr gepflegtes Äußeres
selbstbewusstes Auftreten
Freude an der Arbeit mit Kindern
sehr gute Sprachkenntnisse in Deutsch
gute Sprachkenntnisse in Englisch
souveräner Umgang mit dem Telefon
längerfristige Beschäftigung gewünscht, mindestens 2 Jahre,
gerne Erstsemester, zeitliche Flexibilität (gerne auch Studiengänge
mit flexibler und individueller Kursplanung)"

Bewerbungen inkl. Lebenslauf+Foto+ Angabe der Verfügbarkeit bitte an (...)
. Bewerbungen ohne Foto können leider nicht berücksichtigt werden."

De facto erwarten Sie aus meiner Sicht die eierlegende Wollmichsau zum Schnäppchenpreis.

Fragen:

1. Glauben Sie ernsthaft, dass eine studierende Person(also jemand der mind. 12 Jahre Schulausbildung vollzogen hat und dem zur Folge hoffentlich intellektuell noch einigermaßen auf der Höhe ist) mit dererlei Qualitäten sich für einen miesen Stundensatz von 10 € sich arbeitsmäßig Ihrem Unternehmen zur Verfügung stellt, wo dieser popelige Lohn von 10 Euro sich nur wenig vom aktuellen Mindestlohngebot absetzt?

2. Glauben Sie genauso ernsthaft, dass eine studierende Person ausreichend Interesse mitbringt,
eine solche unbterbezahlte Beschäftigung längerfristig auszuführen?

3. Wozu ist ein Foto der sich bewerbenden Personen für Sie interessant?
Sind Brillenträgerinnen für Sie aus dem Rennen um diesen meis bezahlten Job?

4. Wollen Sie sich der Beschäftigung auf 450 € Basis vor Sozialabgaben drücken?

Ich bin schwer enttäuscht über derartige Jobangebote, die ich als devot und anzüglich empfinde
und die die Welt nicht braucht.

Guten Tag Thomas Schüller
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Alt 29.05.17, 17:43   #187
Kleinlok
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Auf den Servern des Studentenwerks Frankfurt tummeln sich nur Scheißjob,
wo viel erwartet, dafür aber wenig gezahlt werden soll. Ich verschicke mehr Hassbriefe als Bewerbungen...

2. Beispiel:

Zitat:
Thomas Schüller
63303 Dreieich

(...)

Betreff: Kritik an Unterbezahlung Studentenjob Firma (....)

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit deutlichem Befremden nehme ich ein an Medizinstudenten gerichtetes Jobangebot Ihrer Praxis wahr, das im Internet abrufbar ist: (...)

Laut meiner Einschätzung erwartet hier Ihr Institut eine höherwertige Arbeitsleitleistung,
sieht für diese aber nur eine geringfügige Entlohnung von 10 Euro/h vor,
so dass sich mir als politisch interessierte Privatperson der Verdacht auf eine versuchte Ausbeutung studentischerMitarbeiter durch Ihr Institut aufdrängt.

Lassen Sie mich dieses Verdachtsmoment bitte begründen:

Sowohl die Stellenbeschreibung als auch das von Ihrem Institut erwartete Profil etwaiger Bewerber
lässt auf eine höherwertige Arbeitsleistung schließen, die Ihr Institut scheinbar erwarten will, Zitat aus der oben verlibnkten Ausschreibung:

"Ihr Profil:

Gute Kenntnisse in einem naturwissenschaftlichen Fach (Medizin, Biologie, Physik, Mathematik)
Soziale Kompetenz und Interesse an Medizin und Technik
Bereitschaft zur Einarbeitung im Bereich bildgebende Diagnostik
Gute Deutschkenntnisse, Englisch-Kenntnisse wünschenswert
Sensibilität und Einfühlungsvermögen im Umgang mit unseren Patienten
Selbstständige und verantwortungsvolle Arbeitsweise, Flexibilität
Sehr gepflegtes Äußeres"


De facto erwarten Sie aus meiner Sicht die eierlegende Wollmichsau zum Schnäppchenpreis.

Ich möchte Ihnen einige Fragen betreffs der von mir erkannten Problematik stellen:

1. Glauben Sie ernsthaft, dass studierende Personen sich motiviert für die abverlangte Arbeitsleistung Ihrem Unternehmen zur Verfügung stellten,
wo der von Ihrem Institut angebotene Lohn von 10 Euro sich nur wenig vom aktuellen Mindestlohngebot absetzt?

2. Glauben Sie genauso ernsthaft, dass eine studierende Person ausreichend Interesse mitbringt, eine Beschäftigung zu solchen Konditionen motiviert längerfristig auszuführen?

3. Können Sie mit deratigen Konditonen zu 100% für eine solide Qualität der Arbeitsleistung Ihrer Mitarbeiter/innen und das damit verbundene Patientenwohl garantieren?

4. Wollen Sie sich der Beschäftigung auf 450 € Basis vor Sozialabgaben drücken?

5. Wäre es nicht sinnvoller, dass Ihr Institut den Stundenlohn auf 15 Euro verbessert?

6. Wenn nicht, warum wären 15 Euro Stundenlohn für diese Arbeit für Ihr laut verlinkter Ausschreibung "modernes Institut" wirtschaftlich nicht abbildbar?

Ich wäre Ihnen verbunden, wenn Ihr Unternehmen sich bis Ende Kalenderwoche 22 zu diesen Fragen positionieren würde. Ich behalte mir eine nicht anonymisierte Veröffentlichung dieser Anfrage im Internet vor, die anonymisiert erstellte Version ist abrufbar z.B. unter:

http://politopia.de/threads/5569-L%C...930#post951930

Mit freundlichen Grüßen, Thomas Schüller
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Alt 29.05.17, 18:52   #188
qwertzuiop
SPARGEL-Qualitätsreporter
 
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Registriert seit: Mar 2013
Beiträge: 7.050
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Zitat:
Zitat von Kleinlok
[...] 5. Wäre es nicht sinnvoller, dass Ihr Institut den Stundenlohn auf 15 Euro verbessert?

6. Wenn nicht, warum wären 15 Euro Stundenlohn für diese Arbeit für Ihr laut verlinkter Ausschreibung "modernes Institut" wirtschaftlich nicht abbildbar?
[...]
Wirklich "moderne Institute", wie auch andere moderne Arbeitgeber, lassen ihre Untertanen Geld von zu Hause mitbringen. So zeigt der modern(d)e Arbeitnehmer seine Wertschätzung gegenüber dem Betrieb. Und Wertschätzung der Firma, bei der man Beschäftigung hat, wird in unseren modernen Zeiten immer mehr zur unabdingbaren Voraussetzung, um am Arbeitsleben teilhaben zu dürfen.
__________________
Und das alles wegen Hitler.




Ich bin ein Freund der Augiasburger Puppenkiste.
Meine Lieblingsmarionette: "Ministerpräsident Horst Seehofer".
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Alt 29.05.17, 19:42   #189
Eiskristall
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Der neueste Trend, man sucht Ehrenamtliche die umsonst arbeiten sollen und hätte gerne wieder ein soziales Jahr.
Demnächst muß man noch für eine Arbeit zahlen. Da wo nichts oder wenig bezahlt wird, da werden auch die Menschen noch scheiße behandelt.

Die Menschen bewerten ihre Arbeitskraft selbst niedrig ein. Ich würde heute sagen ich will keine Almosen, meine Arbeitskraft kostet so und so viel, können sie sich das leisten?
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Alt 30.05.17, 16:26   #190
Kleinlok
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Zitat:
Zitat von Eiskristall Beitrag anzeigen
Der neueste Trend, man sucht Ehrenamtliche die umsonst arbeiten sollen und hätte gerne wieder ein soziales Jahr.
Demnächst muß man noch für eine Arbeit zahlen. Da wo nichts oder wenig bezahlt wird, da werden auch die Menschen noch scheiße behandelt.

Die Menschen bewerten ihre Arbeitskraft selbst niedrig ein. Ich würde heute sagen ich will keine Almosen, meine Arbeitskraft kostet so und so viel, können sie sich das leisten?

Wenn Menschen sich nicht mehr all diesen miesen Beschiss seitens der Arbeitgeberseite gefallen lassen würden, sondern diesen geizigen Arschlöchern mal ordentlich Dampf unter deren fetten Popos machen würden, dann würden sich die behaupteten Probleme wie Facharbeitermangel etc. schnell in Luft auflösen. Wo sich das Arbeiten lohnt, wollen die meisten gerne arbeiten.

"Ehremamt" ist die ganz große Verarschung, die eine lange dumme Tradition hat. Ich sehe das genauso kritisch wie du, nur erkenne ich da keinen neuen Trend drin. Gutmütige Mitmenschen, die sich ausbeuten lassen, wurden schon immer von egoistischen Arschlöchern ausgebeutet, in der Kirche und dem Staat ist das leider nichts neues:

So arbeiten sich spießige brave Bürger, die sich kein freies Denken geschweige denn eine freie Meinung erlauben (erst recht keine Opposition gegen all den hier üblichen Beschiss) für diesen korrupten Scheißstaat arm, lassen sich als angebliches Vorbild vom Staat öffentlich vorführen und machen sich dabei andächtig in die eigene Hose vor Glück, wenn sie von irgendeinem Landrat eine billig ausgedruckte Urkunde und mit lauwarmen Worten gelobhudelt bekommen.

Ich hetze seit Jahren in meiner Region gegen diese falsche Politik und bin da inzwischen schon ganz gut voran gekommen. Die Ausbeuterschweine und ihre pseudo-christlichen Mitläufer wie z.B. die Diakonie der ev. Kirche sollen sich ganz arg schwer tun billige Opfer zu finden.

1 Beispiel aus meiner Region dem letzten Spätsommer:

Ein in Dreieich ansässiges Seniorenbüro suchte im September 2016 in der örtlichen Dreieich-Zeitung Senioren, die benachteiligten Schulkindern mit Migrationshintergrund an einer Dreieicher Grundschule bei der Überwindung solcher Benachteiligungen helfen sollen. Einmal neu sollen billige Senioren den Karren aus dem Dreck ziehen, den eine geizige Schrottpolitik dahinein gefahren hat und drin stecken lässt. Ich beschwere mich über diese Mistpolitik per Leserbrief:

Zitat:
Leserbrief Schüller zu
"Seniorenbüro vermittelt ehrenamtliche Helfer" (Dreieich-Zeitung vom 07.09.2016)

Kurz nach Schuljahresbeginn wird das Dilemma der personellen Unterversorgung an deutschen Schulen erneut deutlich, so sucht z.B. das Seniorenbüro Winkelsmühle Senioren, die sich unbezahlt auf "ehrenamtlicher" Basis für die Schüler einer Dreieicher Grundschule engagieren möchten, Zitat aus dem aktuellen Aufruf in der DZ vom 07.09.2016: "Gesucht werden Menschen, die Interesse an der Arbeit mit Kindern aus verschiedenen Kulturen haben und ihre Lebenserfahrungen und Fertigkeiten in diesem Bereich einsetzen wollen, offen sind für neues, freie Zeit einbringen und mit den Kindern spielerisch Erfahrungen machen möchten." Die gesuchten Senioren sollen praktische Hilfen in einer Welt leisten, die von Schülern mit ausländischer Herkunft "mitunter erschreckend fremd empfunden" würde.

Fragen: Wie absurd ist das denn?
Schon Kinder im Grundschulalter leiden daran, dass sie sich in Deutschland "erschreckend fremd“ fühlen müssen?

Allein der Verdacht auf solch eine Kinderfeindlichkeit sehe ich als derart prekär, dass unbedingt den Gründen einer solchen Entfremdung auf den Grund gegangen werden muss, aber selten spricht das jemand auf der politischen Ebene offen an - auch der benannte Aufruf des Seniorenbüros nicht. Dabei pfeifen es die Spatzen von den Dächern bzw. weisen seit gefühlten Ewigkeiten nationale wie internationale Studien (z.B. PISA) auf eine deutsche Bildungsmisere, in der besonders Kinder von Eltern mit geringem Einkommen und geringen Ressourcen massiv benachteiligt werden. Die Erklärung für die unentwegte Fortschreibung dieser Misere ist so simpel wie widerwärtig: In Schule, Betreuung und im Bereich des Sozialem fehlt es vielfach an Personal, weil der reiche, aber von einer hochgradig korrupten Politik bestimmte deutsche Staat an vielen falschen Enden spart. Als Lehramtsstudierender habe ich zu oft erfahren, dass wir Studiernden dem personellen Elend an deutschen Schulen in oft schlecht organisierter Lückenbüsserei billig abhelfen sollen, weil die Politik nicht bereit ist, ein ausreichendes Maß an Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften zu finanzieren.

Fertig ausgebildet kann uns dieses Problem erst richtig auf die Füße fallen, weil der Geiz der Bildungspolitik die dauerhafte Anstellung von neuen Lehrern zu vermeiden sucht, so droht uns das, was abertausende von Lehrkräften bisher erfahren haben bzw. beständig neu erfahren: Arbeitslosigkeit oder befriste Anstellungen einschließlich schlechter Arbeitsbedingungen. Wenn ich dann wieder lesen muss, dass gutmütige Opas und Omas ohne Bezahlung einen Job machen sollen, der eigentlich der unsrige sein sollte, könnte ich vor Wut über die Widersprüche dieses unsozialen Schwachsinn rückwärts die Turmwand der Hayner Burgruine hochgehen. Die Schule und damit die Gegenwart und Zukunft vieler junger Menschen, die lernen bzw. lehren wollen werden dreist von der Politik kaputtgespart, die betreffende kaputtgesparte Schule und das Seniorenbüro versuchen dann gewollt oder ungewollt diesen Betrug an der jungen Generation mit Hilfe unbezahlter Seniorenarbeit ein wenig zu mildern und dann soll dieser Verrat an der jungen Generation zu allen Überfluss als gemeinsames Miteinander der Generationen verkauft werden.

Das schlägt das dem übergelaufenen Fass der Bildungspolitik endgültig den morschen Boden aus und dann sage wenigstens ich für meinen Teil laut „Aua!“ De facto könnte ich mich für diesen korrupten Staat, die vielfach in ihm öffentlich erkennbaren Missstände sowie die damit verbundene Lügen und Heucheleien in 24 Stunden an 366 Tagen dieses Jahres fremdschämen, das ist aber meiner Wenigkeit zu anstrengend, nicht notwendig und bringt zudem nichts, denn schämen sollen sich gefälligst all jene, die für diese Politik und deren traurige Folgen verantwortlich sind. Es ist allerhöchste Eisenbahn, dass eine Politik endet, die zu oft in gnadenlosen Endlosschleifen auf Eigennutz, überflüssigen Luxus und Verschwendung von Volksvermögen setzt und dann in einem Akt gnadenlos versuchter Volksverdummung uns weismachen will, gutmütige unbezahlte Menschen wie hier z.B. Opa und Oma in der Schule könnten den Weg aus der von hochbezahlten Politikern verursachten Misere für lau richten. So ein Unterfangen hat noch nie funktioniert und wird nie funktionieren, stattdessen brauchen wir bezogen auf die Schule eine Bildungsreform, die diesen Namen wirklich verdient, so dass endlich alle Kinder, deren Eltern und Lehrkräfte in Deutschland eine Zukunft haben. Wenn das erreicht ist, habe ich nichts gegen flotte Senioren in der Schule, wenn alle von denen eine ordentliche Rente haben. Der Weg dahin ist nicht ganz einfach, aber alles andere als unmöglich, zumindest das Geld dafür ist da bzw. könnte da sein. Wer anderes behaupten will, lügt.
Der Brief ist so gedruckt worden, wenigstens habe ich mal ordentlich die Sau gegen diesen Beschiss mit dem Ehrenamt rauslassen können. Ich gehe davon aus (ich habe selber mal an dieser Schule unterrichtet), dass sich kaum Senioren für diese ehrenamtliche Ausbeutung finden, sie werden aber unvermindert weiter gesucht:

http://www.dreieich-zeitung.de/dreie...im-dialog.html

Leider müssen wir die beschissene schwarz-grüne Landesregierung noch ein Jahr ertragen, solange wird sich an der Bildungsmisere nichts ändern, danach vermutlich leider auch nicht. Der deutsche Michel ist doof.
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Geändert von Kleinlok (30.05.17 um 16:34 Uhr)
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