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Alt 13.05.16, 14:01   #11
s'klenne
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Zitat:
Zitat von Alter Stubentiger Beitrag anzeigen
Du kennst jemanden der Handwerker aus dem Ausland kommen läßt?
Also in Österreich sind massenweise Unternehmen aus Tschechien, der Slowakei und Ungarn zugange. Vielfach als Subunternehmer von inländischen Betrieben, die kaum eigene Arbeiter haben, sondern eben Aufträge in Sub vergeben.

Das geht sogar so weit, daß die Arbeiter aus dem ehemaligen Ostblock als Einzelunternehmer zu Hause angemeldet und von österreichischen Firmen wie eigene Mitarbeiter zu den Kunden geschickt werden.
__________________
Wären die Asylanten so friedlich, wie die Linken in ihrer Einfalt glauben, daß sie sind, hätte die Polizei nur halb so viel zu tun.
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Alt 13.05.16, 21:02   #12
MANFREDM
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Eines wollen die USA sicher nicht nach deutschem Vorbild ausbilden: Soldaten!
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Alt 14.05.16, 00:23   #13
Realist
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Zitat:
Zitat von Alter Stubentiger Beitrag anzeigen
Du kennst jemanden der Handwerker aus dem Ausland kommen läßt?
Es ist doch eher so das es Schwarzarbeiter aus dem Ausland gibt. Aber im Gegensatz zum Söldner halte ich wenig von deren Arbeit. Man kann Glück haben. Ist aber irgendwie wie russisch Roulette.

Demnach bildete von den 2,1 Millionen Betrieben mit mindestens einem Beschäftigten nur noch etwa jeder fünfte (20,7 Prozent) einen jungen Menschen aus. 2007 lag die Quote noch bei 24,1 Prozent. Besonders rückläufig ist die Zahl in Kleinbetrieben. Sie hätten "deutlich mehr Schwierigkeiten, ihre angebotenen Ausbildungsstellen zu besetzen", heißt es in dem Bericht. Großbetriebe hingegen hätten im zunehmenden Wettbewerb um Ausbildungsbewerber "eine größere Attraktivität" bei jungen Leuten und auch mehr Geld, geeignete Kandidaten zu finden.
Die wenigen Schulabgänger wollen eher studieren

Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge 2014 sank erneut um 1,4 Prozent auf etwa 522 000. In dem Regierungsreport wird dies auf die gestiegene Studierneigung und auf die sinkende Zahl von Schulabgängern zurückgeführt. Zugleich erreichte die Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen mit mehr als 37 000 einen Höchststand. Das bedeutet ein Plus von 3363 Stellen (zehn Prozent) im Vergleich zu 2013. Es gebe "verstärkte Passungsprobleme", wird in dem Bericht dazu angemerkt.

http://www.sueddeutsche.de/karriere/...tand-1.2435867

1. Weniger Schulabgänger
2. Mehr Studenten
3. Großbetriebe locken mit besseren Angeboten für die wenigen Bewerber
4. Daher ein schleichendes Ausbluten des Handwerks daß einfach nicht soviel bieten kann.

Auf welche Quellen kann sich der Realist berufen?
Was bringt die Ausbilderei, wenn man in seiner Ausbildung nur als billige Arbeitskraft mißbraucht wird und danach keinen Arbeitsplatz findet? Außerdem könnte man ja einen finanziellen Anreiz schaffen. Es geht immer um das Geld. Wer nichts zahlen will, bekommt auch keine Mitarbeiter. Du darfst nicht vergessen, dass Deutschland unter den Industrienationen den größten Niedriglohnsektor hat.

http://www.boeckler.de/43185_43193.htm

Dass ausländische Firmen in Deutschland und deutsche Firmen im Ausland arbeiten, ist völlig normal und gängige Praxis. Ich bin selbst schon beruflich in 4 verschiedenen europäischen Staaten gewesen. Ich weis von einem Hamburger, dass die Elbphilharmonie hauptsächlich von ausländischen Firmen gebaut wurde. Ausschreibungen werden heute europaweit ausgestellt.
__________________
Im Konflikt zwischen Beschäftigten und Kapital heißt das, auf der Seite höherer Löhne statt höherer Rendite zu stehen. Leider verbinden heute viele mit "links" etwas ganz anderes, etwa die Befürwortung von möglichst viel Zuwanderung oder abgehobene Gender-Diskurse, die mit dem Kampf um echte Gleichstellung wenig zu tun haben. Das bedauere ich sehr.
Sahra Wagenknecht
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Alt 14.05.16, 13:55   #14
Alter Stubentiger
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Zitat:
Zitat von Frundsberg Beitrag anzeigen
Sowas hätte ich nicht von Dir erwartet.

Aber ist das denn nicht Bildungsexpansion? Die Leute sind doch dann "gebildeter"? Außerdem werden dadurch gesellschaftliche Unterschiede aufgehoben!

Eigentlich ist das voll SPD und voll grün.

Jusos auch ganz witzig. Jeder sollte das stressfrei studieren können, was er will.
Die Sache wurde völlig falsch angegangen. Der Begriff Bildung wird und wurde falsch aufgefasst. Es fehlt seit vielen Jaahren die gesellschaftliche Anerkennung von praktischer Intelligenz. Und damit auch die soziale Anerkennung von gestandenen Praktikern. Bildung wurde immer als akademische Ausbildung definiert.

Immerhin haben doch einige erkannt daß dies in die falsche Richtung führt. Praktisches Wissen und der Meistertitel wurden aufgewertet. Als Meister bin ich heute einem Bachelor gleichgestellt und kann auch studieren wenn mir danach ist.

Allerdings haben die Bildungseliten der Vergangenheit immer noch den Riesenvorteil ihrer über Jahrzehnte aufgebauten Netzwerke. Das ist etwas was Akademikerkindern alle Türen öffnet und Arbeiterkindern alles viel schwerer macht. Für die heißt es immer noch: "Wir müssen leider draußen bleiben"
So wird die Klassengesellschaft zementiert.
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Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite. Furcht führt zu Wut, Wut führt zu Hass, Hass führt zu unsäglichem Leid.
“Ist die dunkle Seite stärker?” - “Nein. Nein… nein. Schneller, leichter, verführerischer.”
(Meister Yoda)
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Alt 14.05.16, 14:03   #15
Paradoxe Vogelkunde
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Zitat von querulator Beitrag anzeigen
es wäre schon ein fortschritt, die
sprachausbildung zu verbessern.

Stimmt, es heißt mit "Herrn Hitler!"
luv it!
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Alt 14.05.16, 14:04   #16
Alter Stubentiger
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Was bringt die Ausbilderei, wenn man in seiner Ausbildung nur als billige Arbeitskraft mißbraucht wird und danach keinen Arbeitsplatz findet? Außerdem könnte man ja einen finanziellen Anreiz schaffen. Es geht immer um das Geld. Wer nichts zahlen will, bekommt auch keine Mitarbeiter. Du darfst nicht vergessen, dass Deutschland unter den Industrienationen den größten Niedriglohnsektor hat.

http://www.boeckler.de/43185_43193.htm

Dass ausländische Firmen in Deutschland und deutsche Firmen im Ausland arbeiten, ist völlig normal und gängige Praxis. Ich bin selbst schon beruflich in 4 verschiedenen europäischen Staaten gewesen. Ich weis von einem Hamburger, dass die Elbphilharmonie hauptsächlich von ausländischen Firmen gebaut wurde. Ausschreibungen werden heute europaweit ausgestellt.
Du machst es dir einfach. Im Grunde führst du immer noch den sozialistischen Klassenkampf. Das führt zu nichts weil ein Großteil der Wirtschaft gar nicht in der Lage ist Mitarbeiter mit Haustarifvertrag und Sonderprämien zu verwöhnen und damit an sich zu binden. So zieht die Exportwirschaft die besten Leute an sich.

Die Binnenwirtschaft hat auch deshalb Probleme Mitarbeiter zu finden. Viele können am Markt nicht die Gewinne erzielen um wie VW zu entlohnen. Denke einen Moment an dich als Konsumenten für den "geiz ist geil" gilt. Und öffentliche Arbeitgeber müßen auch stur den billigsten Anbieter auswählen. Auch weil früher Aufträge oft einfach nach Gutdünken an den Schwager oder Onkel verteilt wurden.

Wie also das Problem lösen? Preise und Löhne festsetzen? Oder wie stellst du dir das vor? Sag mal was!
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Alt 14.05.16, 14:07   #17
Alter Stubentiger
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Zitat von s'klenne Beitrag anzeigen
Also in Österreich sind massenweise Unternehmen aus Tschechien, der Slowakei und Ungarn zugange. Vielfach als Subunternehmer von inländischen Betrieben, die kaum eigene Arbeiter haben, sondern eben Aufträge in Sub vergeben.

Das geht sogar so weit, daß die Arbeiter aus dem ehemaligen Ostblock als Einzelunternehmer zu Hause angemeldet und von österreichischen Firmen wie eigene Mitarbeiter zu den Kunden geschickt werden.
Und trotzdem suchen die offiziellen Handwerksfirmen händeringend Personal. Kannst dir ja vorstellen wie dramatisch die Lage ohne die zweifelhaften Ostarbeiter wäre.
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Alt 14.05.16, 14:17   #18
Realist
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Zitat von Alter Stubentiger Beitrag anzeigen
Du machst es dir einfach. Im Grunde führst du immer noch den sozialistischen Klassenkampf. Das führt zu nichts weil ein Großteil der Wirtschaft gar nicht in der Lage ist Mitarbeiter mit Haustarifvertrag und Sonderprämien zu verwöhnen und damit an sich zu binden. So zieht die Exportwirschaft die besten Leute an sich.

Die Binnenwirtschaft hat auch deshalb Probleme Mitarbeiter zu finden. Viele können am Markt nicht die Gewinne erzielen um wie VW zu entlohnen. Denke einen Moment an dich als Konsumenten für den "geiz ist geil" gilt. Und öffentliche Arbeitgeber müßen auch stur den billigsten Anbieter auswählen. Auch weil früher Aufträge oft einfach nach Gutdünken an den Schwager oder Onkel verteilt wurden.

Wie also das Problem lösen? Preise und Löhne festsetzen? Oder wie stellst du dir das vor? Sag mal was!
Der Lohndrückerimport ist jedenfalls für Arbeitnehmer und kleine bis mittelständische Arbeitgeber schlecht. Die auf zu bringenden Kosten müssen nämlich über Steuern und Abgaben auch von Arbeitgebern bezahlt werden. Erwiesenermaßen gibt es keinen Fachkräftemangel. Für die Konzerne gibt es einen angeblichen Fachkräftemangel, wenn sich weniger als 7 Personen auf eine freie Stelle bewerben. Wohin diese Lohndumpingpolitik führt macht sich schon bemerkbar. Polen arbeiten lieber in GB oder Niederlande statt in Deutschland, weil es dort mehr Geld gibt. In Deutschland muß zu viel Geld für Schmarotzer über die Steuern eingenommen werden. Das senkt selbstverständlich die Löhne. Ich fände das gar nicht einmal so schlecht, wenn jeder selbst entscheiden dürfte, wie er sich absichert. Meinetwegen soll das Schmarotzerpack betteln gehen. Ich sehe auch nicht ein, dass ich über meine Abgaben den Kinderreichtum von meistens fremdländischen und schmarotzenden Großfamilien finanzieren soll. Wir leben in eines der am dichtesten besiedelten Länder der Welt und haben genug Menschen hier. Polen und andere osteuropäische Länder holen Deutschland wirtschaftlich ein!

http://www.focus.de/finanzen/news/ar...id_628250.html

Manchmal habe ich den Eindruck, dass die Linken, Gutmenschen und Multikultiidioten in den 60gern und 70gern hängen geblieben sind.
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Sahra Wagenknecht

Geändert von Realist (14.05.16 um 14:30 Uhr)
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Alt 14.05.16, 14:27   #19
Frundsberg
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Die Sache wurde völlig falsch angegangen. Der Begriff Bildung wird und wurde falsch aufgefasst. Es fehlt seit vielen Jaahren die gesellschaftliche Anerkennung von praktischer Intelligenz. Und damit auch die soziale Anerkennung von gestandenen Praktikern. Bildung wurde immer als akademische Ausbildung definiert.
Das kann man ja so machen. Das ist nicht "falsch", sondern eine Frage der Definition. Ich selbst würde Bildung intuitiv auf den bei einer Person vorhandenen Wissensschatz ummünzen. Wie auch immer. Namen sind Schall und Rauch, aber - wie ich gerne hinzuzufügen pflege - die Menschen interessiert Schall und Rauch leider eben. Dass mit diesem Bildungsbegriff auch eine soziale Erwartungshaltung hervorgerufen wird, die bei vielen den Eindruck aufkommen lässt, sie müssten etwas studiert haben, um "jemand zu sein", ist ursächlich für das Problem, dass Massen an Abiturienten krampfhaft irgendeinen Müll studieren, für den kein wirtschaftlicher Bedarf besteht und für den Bedarf also umgekehrt nur in einem solch geringen Umfang existiert, dass Zehntausende Abschlüsse darin in wenigen Jahren jeder Rechtfertigung entbehren.

Ich glaube aber auf keinen Fall, dass bei der "gesellschaftlichen Anerkennung" anzusetzen ist - das würde ja bedeuten, dass man fest eingesessene, jahrhundertealte Begrifflichkeiten über Bord werfen müsste. Sowas ist immer schwierig - und ob das als dauerhaft wünschenswert angesehen werden kann, ist noch einmal eine andere Frage.

Nein. Es reicht die Fakten aufzuzeigen. Wenn - wie eine Bekannte von mir - als Philosophiestudentin glaubte, sie könne mit ihrem Abschluss irgendwann einmal recht gut bezahlt mit guten Chancen in einem Konzern unterkommen, ist etwas gründlich schiefgelaufen zwischen Realität und Wahrnehmung. Ich hasse das Wort so sehr, aber hier ist es angebracht: Aufklärung. Darüber, dass ein Philosoph oder Historiker lieber hätte lernen sollen statt jahrelang Texte über Texte zu schreiben, damit darüber Texte geschrieben werden können und dass damit diese Person persönlich besser gefahren wäre und dass sie dann insgesamt von höherem, gesellschaftlichen Nutzen gewesen wäre (und dementsprechend leistungsbezogen eine gewisse Anerkennung verdient, unabhängig vom Bildungsbegriff). Ziel einer solchen Kampagne wäre es zu erreichen, dass diese Fächer nur noch von denjenigen studiert werden, die es sich leisten können nutzlos zu sein und v.a. denjenigen, die wirklich herausragendes Talent besitzen. Das hätte daneben einen Vorteil: Man könnte diesen Fächern das Schmuddelimage wieder nehmen, das sie jetzt haben, denn sie sind bloß ein Auffangbecken für die intellektuell Mäßigen und sie stattdessen tatsächlich wieder umformen zu einem Hort einer wahrhaftigen "Geisteselite".

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Immerhin haben doch einige erkannt daß dies in die falsche Richtung führt. Praktisches Wissen und der Meistertitel wurden aufgewertet. Als Meister bin ich heute einem Bachelor gleichgestellt und kann auch studieren wenn mir danach ist.
Was heißt denn gleichgestellt? Die sind doch schon juristisch nicht vergleichbar.

Aber Moment: Kann eigentlich nicht sein. Du kannst als Meister nicht direkt einen Masterstudiengang studieren - der Bachelor ist und bleibt Voraussetzung dafür.

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Allerdings haben die Bildungseliten der Vergangenheit immer noch den Riesenvorteil ihrer über Jahrzehnte aufgebauten Netzwerke. Das ist etwas was Akademikerkindern alle Türen öffnet und Arbeiterkindern alles viel schwerer macht. Für die heißt es immer noch: "Wir müssen leider draußen bleiben"
So wird die Klassengesellschaft zementiert.
Na, na, na. Bis grade war das so nett und jetzt so ein allzu leicht widerlegbarer Klassenkampfbullshit. Ist Dir eigentlich klar, dass das Studium in den 50-ern noch einer 5%-Minderheit vorbehalten war? In den 80-ern studierte bereits ein Viertel eines Jahrganges. Heute häufig schon mehr als 50%, in Hamburg etwa gehen wir auf die 70% zu. Wenn Du nur einen kurzen Moment innehältst, wirst Du feststellen, dass da etwas mit dem eingeschworenen Zirkel der Bildungseliten nicht stimmen kann, wenn sich diese in ihren Proportionen pro Generation zu verdoppeln scheinen. Ist auch so. Kein Arbeiterkind ist gehindert ein Studium zu beginnen. Überhaupt stammt geschätzt gut die Hälfte meiner Kommilitionen aus Nichtakademikerhaushalten. Und wahrscheinlich stammt die Hälfte vom Rest aus Akademikerhaushalten, die es auch erst in erster Generation sind.
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Die Herren haben ganz recht, wir sind intolerant.
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Alt 14.05.16, 14:33   #20
Realist
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Kannst dir ja vorstellen wie dramatisch die Lage ohne die zweifelhaften Ostarbeiter wäre.
Die kommen kaum hier her, weil die Wirtschaft in z.B. Polen boomt und im deutschen Niedriglohnland zu wenig bezahlt wird.
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