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Alt 20.03.17, 15:29   #11
tOm~!
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Robert Volkmann, Joachim Raff und Max Bruch, drei deutsche Komponisten, die bis heute im großen Schatten von Musikgiganten wie Richard Wagner und Johannes Brahms stehen. Ihren Werken werden wir uns an dieser Stelle noch häufiger widmen, den Anfang bildet die erste Sinfonie von Joachim Raff, "An das Vaterland":

Zitat:
Als Raff 1861 im Alter von 39 Jahren schließlich seine ›offizielle‹ erste Sinfonie An das Vaterland vorlegte, enthielt sie jedenfalls als einzige seiner Sinfonien fünf Sätze und sollte das umfangreichste reine Orchesterwerk Raffs bleiben. Er war zwar per se kein ›Nationalist‹, doch ist die D-Dur-Sinfonie durchaus tagespolitisch bezogen. Sein eigenes Vaterlands-Gefühl war zweifellos vor allem mit dem weit verbreiteten Wunsch eines geeinten Deutschland verbunden, das nicht vor den Aufständen von 1848 in greifbare Nähe rückte. Die erste Sinfonie, Wachet auf op. 80 (über einen bekannten Text von Emanuel Geibel), Deutschlands Auferstehung op. 100 sowie die Ouvertüre Ein feste Burg ist unser Gott op. 127 bilden die wenigen Zeugnisse einer Zeit, in der der Nationalismus eine besondere Rolle spielte – zumal Raff Gustav Reichards 1825 für Ernst Moritz Arndts Gedicht (1813) ›Was ist des Deutschen Vaterland?‹ verfaßte Melodie benutzte, die damals sehr bekannt war. Raff begann die Sinfonie im Spätsommer 1859, nach dem Abkommen von Villafranca (zwischen Napoelon III. und Kaiser Franz Joseph von Österreich nach österreichischen Verlusten in Nord-Italien). Mag man den Untertitel nationalistisch empfinden, so ist doch der Haupt-Titel, Eine Preis Symphonie, noch direkter. Nach ihrer Beendigung im Sommer 1861 hörte Raff von einem Kompositions-Wettbewerb der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, dessen Jury unter anderem Ferdinand Hiller, Carl Reinecke, Robert Volkmann und Vinzenz Lachner enthielt. Schließlich bekam Raffs neue Sinfonie unter 32 abgegebenen Werken den ersten Preis. Josef Hellmesberger dirigierte die Uraufführung am Sonntag, 22. Februar 1863 im großen Musikvereinssaal zu Wien.

http://www.raff.org/support/download/sym01_de.pdf
Zitat:
Der Wiener Musikverein (beziehungsweise das Haus des Wiener Musikvereins) ist ein traditionsreiches Konzerthaus in Wien. In diesem Haus befindet sich der berühmte Große (Goldene) Musikvereinssaal, der als einer der schönsten und akustisch besten Säle der Welt gilt. Der Musikverein befindet sich im 1. Wiener Gemeindebezirk, Innere Stadt, am Musikvereinsplatz.[...]

1863 stimmte Kaiser Franz Joseph dem Vorschlag des beim Innenministerium für die neue Wiener Ringstraßenzone zuständigen Stadterweiterungsfonds zu, der Gesellschaft das dem Staat gehörende Areal am Wienfluss neben dem Bauplatz des Künstlerhauses, gegenüber der Karlskirche, unentgeltlich für ein Konzertgebäude zu überlassen.

Mit der Planung wurde der klassizistische Architekt Theophil von Hansen beauftragt. Es sollten zwei Säle werden, ein großer für Orchester- und ein kleiner für Kammermusikkonzerte. Sämtliche Steinmetzarbeiten führte die Wiener Firma Anton Wasserburger aus; nach ihren Eigenschaften, aber auch ihrer Verfügbarkeit, wurden Sandsteine aus Breitenbrunn und St. Margarethen, harte Kalksteine von Kaisersteinbruch am Leithagebirge und Wöllersdorf verwendet.



Das Haus wurde am 6. Jänner 1870 mit einem feierlichen Konzert eröffnet, und die Kritik lobte sogleich einhellig die grandiose Akustik des Großen Saales, dessen Ruhm sich in kurzer Zeit in der ganzen Welt verbreitete.

https://de.wikipedia.org/wiki/Wiener_Musikverein

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JOH 8, 44: Ihr stammt eben vom Teufel als eurem Vater und wollt nach den Gelüsten eures Vaters handeln. Der ist ein Menschenmörder von Anfang an gewesen und steht nicht in der Wahrheit, weil die Wahrheit nicht in ihm ist.
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Alt 20.03.17, 19:23   #12
Brutus
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Was wissen die Systemlinge nicht alles über Robert Faurisson! Leugner ist er, bestimmt auch Nazi und Antisemit. Inzwischen einfach ein seniler alter Depp, der weggesperrt gehörte.

Aber keine Ahnung haben sie, daß er mit einer so originellen wie logischen Interpretation dieses Sonetts zum ersten mal für Aufsehen sorgte. Das war 1961 und brachte ihm sogar anerkennende Worte durch André Breton ein.

Mit der gleichen Logik und Textgenauigkeit nahm er sich später ein gewisses holländisches Tagebuch vor.

Zitat:
Voyelles, Arthur Rimbaud

A noir, E blanc, I rouge, U vert, O bleu, voyelles,
Je dirai quelque jour vos naissances latentes.
A, noir corset velu des mouches éclatantes
Qui bombillent autour des puanteurs cruelles,

Golfe d’ombre ; E, candeur des vapeurs et des tentes,
Lance des glaciers fiers, rois blancs, frissons d’ombelles
I, pourpres, sang craché, rire des lèvres belles
Dans la colère ou les ivresses pénitentes ;

U, cycles, vibrements divins des mers virides,
Paix des pâtis semés d’animaux, paix des rides
Que l’alchimie imprime aux grands fronts studieux ;

O, suprême Clairon plein des strideurs étranges,
Silences traversés des Mondes et des Anges :
— O l’Oméga, rayon violet de Ses Yeux !
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*Der offiziellen Geschichtsschreibung zu glauben, heißt Verbrechern auf's Wort zu glauben*, (Simone Adolphine Weil). Ignoriert wird: Leila.
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Alt 20.03.17, 19:45   #13
Ziu
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Zitat:
Zitat von Brutus Beitrag anzeigen
... Das war 1961 ...
... später ...
Kunst bis 45!
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"Die zivilisiertesten Völker sind nicht weiter von der Barbarei entfernt als das glänzendste Eisen vom Rost. Die Völker und die Metalle sind nur an der Oberfläche poliert."
Antoine de Rivarol


Hie Brandenburg allwege.
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Alt 20.03.17, 19:57   #14
tOm~!
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Zitat:
Zitat von Ziu Beitrag anzeigen
Kunst bis 45!
Daher ja auch das Sonett von Rimbaud, geschrieben zufälligerweise in dem für uns Deutsche nicht unbedeutendem Jahr 1871.
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Alt 20.03.17, 20:01   #15
Brutus
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Zitat:
Zitat von tOm~! Beitrag anzeigen
Daher ja auch das Sonett von Rimbaud, geschrieben zufälligerweise in dem für uns Deutsche nicht unbedeutendem Jahr 1871.
Manchmal fragt man sich wirklich, ob man es nur noch mit Durchgeknallten zu tun hat, die nicht imstande sind, *Arthur Rimbaud* in eine Suchmaschine einzutippen und stattdessen pöbelnden Blödsinn ablassen?
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Alt 20.03.17, 20:20   #16
tOm~!
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Zitat:
Zitat von August Wilhelm Schlegel
Das Sonett

Zwei Reime heiß ich viermal kehren wieder,
Und stelle sie, geteilt, in gleiche Reihen,
Daß hier und dort zwei eingefaßt von zweien
Im Doppelchore schweben auf und nieder.

Dann schlingt des Gleichlauts Kette durch zwei Glieder
Sich freier wechselnd, jegliches von dreien.
In solcher Ordnung, solcher Zahl gedeihen
Die zartesten und stolzesten der Lieder.

Den wird ich nie mit meinen Zeilen kränzen,
Dem eitle Spielerei mein Wesen dünket,
Und Eigensinn die künstlichen Gesetze.

Doch, wem in mir geheimer Zauber winket,
Dem leih ich Hoheit, Füll in engen Grenzen,
Und reines Ebenmaß der Gegensätze.

https://durchleser.wordpress.com/201...legel-gedicht/
Vor allem die letzten Zeilen erinnern mich sofort an das Zitat von Robert Schumann, das ich kürzlich bei Riccardo Chailly aufgeschnappt habe:

*Das Studium der Geschichte der Musik wird dich am schnellsten von Dünkel und Eitelkeit kurieren.*

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Alt 21.03.17, 12:27   #17
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Denk es, o Seele!

Ein Taennlein gruenet wo,
Wer weiss, im Walde,
Ein Rosenstrauch, wer sagt,
In welchem Garten?
Sie sind erlesen schon,
Denk es, o Seele,
Auf deinem Grab zu wurzeln
Und zu wachsen.

Zwei schwarze Roesslein weiden
Auf der Wiese,
Sie kehren heim zur Stadt
In muntern Spruengen.
Sie werden schrittweis gehn
Mit deiner Leiche;
Vielleicht, vielleicht noch eh
An ihren Hufen
Das Eisen los wird,
Das ich blitzen sehe!

Eduard Mörike
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Alt 21.03.17, 13:47   #18
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Zitat:
Das Haus Vaterland war von 1928 bis 1943 ein großer Gaststättenbetrieb und Vergnügungspalast am Potsdamer Platz in Berlin mit rund einer Million Besuchern im Jahr, der als Vorläufer der heutigen Erlebnisgastronomie angesehen werden kann. Nach einem kriegsbedingten Großbrand 1943 wurde in Teilen des Gebäudes ein eingeschränkter Restaurantbetrieb mit mehreren Unterbrechungen fortgeführt und schließlich im Juni 1953 endgültig eingestellt.

In den Gasträumen am Potsdamer Platz gab es eine Vielzahl von unterschiedlichen Themenrestaurants, die von einer zentralen Küche versorgt wurden: Rheinterrasse, Löwenbräu (bayerisches Bierrestaurant), Grinzing (Wiener Café und Weinstube), Türkisches Café, Spanische Bodega, Czardas, Japanische Teestube, Bremer Kombüse, Wild-West-Bar (Arizona-Bar; später als Kolonialstube bezeichnet), Osteria (italienische Spezialitäten), Teltower Rübchen sowie der Palmensaal (Tanzlokal, Gestaltung: Ernst Stern und Josef Thorak). Hier gab es neben landesüblichen Speisen und Getränken auch diverse musikalische und künstlerische Veranstaltungen, Vorführungen und Varietéprogramme.

https://de.wikipedia.org/wiki/Haus_Vaterland_(Berlin)


Zitat:
Was ich seit vielen Tagen dir schon sagen möcht,
das sagt sich halt in Prosa schlecht.
Doch alles was ich dir und mir so lang verschwieg,
das sagt sich leicht heut mit Musik.
Drum sing ich,

Hm, hm, du bist so zauberhaft,
Hm, hm, du bist mein Glück.
Hm, hm, es spricht die Leidenschaft,
Hm, hm aus deinem Blick.


Bist du bei mir gerat ich in Verlegenheit,
denn jedes Wort von dir ist für mich Seligkeit.
Seligkeit und darum

Hm, hm, dann summst du leis wie ich,
Hm, hm, ich lieb nur dich.

Von all den 100.000 schönen Frauen der Welt,
bist du es nur die mir gefällt.
Mit deinem Lächeln ziehst du mich magnetisch an,
sodass ich nicht mehr anders kann,
als Summen.

Hm, hm. Hm, hm. Hm, hm. Hm, hm.

Hm, hm, dann summst du leis wie ich,
Hm, hm, ich lieb nur Dich.

http://www.songtexte.com/songtext/ul...-535b63c1.html
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Alt 21.03.17, 14:09   #19
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Zitat:
Werbeprospekt des Haus Vaterland circa Winter 1930 / Anfang 1931

Inhalt:
- Grinzing
- Löwenbräu
- Die Rheinterrasse
- Wild-West-Bar
- Spanische Bodega, Osteria (italienische Spezialitäten), Türkisches Café
- Zentralküche / Kaffee Vaterland
- Palmensaal - Revue Programm, Tanz-Tee

http://grammophon-platten.de/e107_pl...php?10869.post
















Zitat:
Das Haus Vaterland wurde 1911/12 erbaut und zunächst als "Haus Potsdam" eröffnet und war DIE Attraktion für Berlin Besucher, mit vielen technischen Raffinessen, Kino, vielen Themenlokalen etc.
Bereits 1943 wurde der hintere Teil des Hauses schwer beschädigt.Teilweise war aber noch Gastronomie bis in die Nachkriegsjahre möglich (im Rundbau / Cafe Vaterland).
Beim Volksaufstand 1953 beendete jedoch ein schlimmer Brand jedes weitere Leben in dem beschädigten Haus.
So stand es bis in die 70er Jahre als Ruine und immer noch als Touristenattraktion einsam auf dem Potsdamer Platz....





(Blick in die Ruine des ehemaligen Cafe Vaterlands im Ergeschoß)

Der Senat Berlins entschloß sich trotz einiger Eingaben und einem Gutachten über die noch brauchbare Bausubstanz der Ruine 1976 zum Abbruch dieses alten Stück Berlins, welches über Jahrzehnte das Gesicht des Potsdamer Platzes prägte.

Die Ruine kenne ich noch aus eigenem Erleben, ich war in den 70er Jahren mehrmals dort. Außer diesem Riesenkoloss war noch noch das Weinhaus Huth auf dem leeren Potsdamer Platz.

Die Ruine wechselte auch die Seiten, wurde von OstBerlin nach WestBerlin getauscht. Zeitweise lag sie im damals sogenannten "Niemandsland".

Leider war es zu Zeiten des Abbruchs 1976 völlig unvorstellbar, daß hier mal wieder eine kulturelle Mitte Berlins sein würde. Der Potsdamer Platz war durch die Maueranlagen nichts weiter als ein großer, öder Platz.

Noch eine kleine, seltsame Geschichte dazu !

Bis zum Abbruch des Hauses waren im größerem Umfeld kleine Programmzettel von 1943 zu finden.

An irgendeiner unzugänglichen Stelle der Ruine müssen immer noch größere Mengen dieser Zettel gelegen haben. Bei sehr starkem Wind wurden immer wieder welche davon ins Umland geweht.

Beinahe wie ein Hilferuf des Hauses aus seinen besseren Jahren...

(Im Internet gibt es auch Fotos, auf denen diese Zettel auf einer Grünfläche am Potsdamer Platz liegen, Foto aus den 70er Jahren. Also keine schöne Lügengeschichte
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Alt 21.03.17, 17:57   #20
dscheipi
all u know is wrong
 
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Zitat:
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[IMG]http://gram

mophon-platten.de/e107_files/public/1408873972_1_FT10869_haus_vaterland_1931_-_seite1_.jpg[/IMG]



was soll denn da schon los gewesen sein? öde bis zum abwinken...

hab keinen flachbildferseher, handy, smartphone oder ipod gesehen...
__________________
lachende melancholiker zürnen nicht.


bin weder am bandenwesen noch am königsspiel interessiert, bitte von entspr. abstand nehmen

meine beiträge sind ausschließl. mein geistiges eigentum. fehlinterpretationen gehen ausschl. zu lasten des lesers


Neolib ist scheisse, raus aus der EU
www.youtube.com/watch?v=RtypgSOZUIc


Durch Gottes Gnaden mit chron. vaginaler Überlegenheit ausgestattet


stille treppe: nathan, mirage, denkmal/umvolker


bitte keine freundschaftsanfragen
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