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Alt 09.05.15, 14:01   #21
Mazzini
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Amnesty International hat kürzlich einen Bericht über die Zustände in Aleppo veröffentlicht. Darin heißt es, Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen (durch Regierungstruppen wie Rebellengruppen) gehörten zum Alltag:
Zitat:
Tuesday's report, "Death everywhere: War crimes and human rights abuses in Aleppo" details war crimes and other abuses being committed in the city by government forces and armed opposition groups on a daily basis, and concludes that some of the government's actions in Aleppo amount to crimes against humanity

http://www.aljazeera.com/news/2015/0...011548197.html
Fassbomben, abgeworfen von syrischen Militärhelikoptern, haben seit 2012 über 11.000 Menschen das Leben gekostet. Letztes Jahr kamen alleine in Aleppo durch diese Bombardements ungefähr 3.000 Menschen ums Leben (Zivilisten wohlgemerkt!):
Zitat:
Attacks using barrel bombs - oil barrels, fuel tanks or gas cylinders packed with explosives, fuel, and metal fragments dropped from helicopters - killed more than 3,000 civilians in Aleppo last year, and more than 11,000 in Syria since 2012, Amnesty said.

A local surgeon said the level of injuries he had seen caused by barrel bombs was unprecedented: "Barrel bombs are the most horrible and hurtful weapon… [We deal with] multi-trauma, so many amputations, intestines out of the body, it's too horrible," he said.

Ebenda
Neueste Berichte lassen noch dazu den Einsatz von Chlorgas vermuten:
http://www.aljazeera.com/news/2015/0...142539249.html
http://www.aljazeera.com/news/2015/0...235313185.html
http://www.aljazeera.com/news/2015/0...091928799.html
__________________
http://www.ilfattoquotidiano.it
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Alt 09.05.15, 16:33   #22
Praia61
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Wie haben die Zählkünstler von Amnesti zwischen Zivilisten und Kämpfern unterschieden ?
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Alt 09.05.15, 18:32   #23
Brutus
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*Israelische Granaten in einem Versteck von Al Quaida gefunden.*



Zitat:
Syrie : des grenades israéliennes retrouvées dans une cache d’Al Qaeda. http://quenelplus.com/revue-de-press...dal-qaeda.html
__________________
*Die Wahrheit schweigt! In ihrem eisigen Mund von Fesseln der Angst die Zunge behindert*, (André Chénier, Ode an Charlotte Corday). Ignoriert wird: Leila.
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Alt 09.05.15, 18:35   #24
Berliner Kindl
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Zitat:
Zitat von Brutus Beitrag anzeigen
*Israelische Granaten in einem Versteck von Al Quaida gefunden.*
Sowas aber auch.

Wie die wohl dahin gekommen sein könnten?
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Alt 09.05.15, 19:13   #25
Dobermann
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Zitat:
Zitat von Mazzini Beitrag anzeigen
Wo der Aufstand begann:
Wie die Aufstand begann:

In dem Bericht wird das autoritär-despotische Verhalten der örtlichen Verwaltung nicht geleugnet. Bemerkenswert aber die ausgleichende Rolle, die gerade Präsident Assad einnahm.

Wie alles begann

Ein Konflikt in der Beduinenstadt Daraa im Frühjahr 2011 war der Zündfunke, der Syrien in Brand setzte. Obwohl Präsident Assad alle Forderungen der Bewohner erfüllte, begannen ausländische Kämpfer mit dem Schießen.

Von Dorothea Schäfer
Geplant war es schon lange. Angefangen aber hat es in Daraa, einer Stadt mit knapp 100.000 Einwohnern an der Grenze zu Jordanien. Obwohl Daraa eine Beduinenhochburg ist wie Homs und Hama, hat man es anfangs im Westen so dargestellt, als sei es der Beginn einer Studentenrevolte. Das war falsch, denn den Studenten ging es in Daraa wie überall in in Syrien durch die Bank gut. Es war ganz anders: Da war eine Gruppe Jugendlicher, fast noch Kinder, die Anfang Februar 2011 verantwortlich zeichneten für eine Aktion, bei der es zu Personen- und Sachschaden kam. Die Fast-noch-Kinder landeten im örtlichen Gefängnis, wo man ihnen ungut mitspielte. Es waren Tage vergangen, bis die Väter und Onkel und Scheichs einen Termin beim Bürgermeister erreicht hatten. Sie wurden vorstellig und baten: „Gebt uns unsere Söhne und Neffen zurück. Es sind Tage vergangen, sie hatten Strafe genug – und es sind Kinder, einige unter ihnen sind gerade erst sechzehn Jahre.“ Der Disput ging hin- und her.

In dieser Gegend tragen die Beduinen traditionelle Bekleidung: den langen Kaftan und als Kopfbedeckung Kufiya, ein weißes oder farbiges Baumwolltuch, gehalten von einer meist schwarzen Baumwollkordel, dem Aqal. Außer im ganz privaten Umfeld gehört es sich nicht, sich ohne Kopfbedeckung zu zeigen; es wäre nicht ehrenvoll. Die Kopfbedeckung ist ein Symbol für die Ehre, insbesondere die Aqal. „Gib uns unsere Kinder zurück – sie sind das Kostbarste, dass wir haben. Wir ergeben uns Dir – sag, was Du willst. Und als Pfand unserer Unterwerfung geben wir unsere Ehre!“, sagten die Väter und Onkel und nahmen – welch ein Schritt! – zum Zeichen, wie ernst es ihnen war, ihre Kufiyas und Aqals ab und legten sie vor dem Bürgermeister auf seinem Schreibtisch ab. Welch Geste!

Und der Bürgermeister? Der machte eine wegwerfende Geste mit dem Arm und fegte seinen Schreibtisch leer: „Weg mit diesem dreckigen Zeug…“ und mit einer Handbewegung ließ er den in Kufiyas und Aqals manifestierten Stolz der Beduinen im nächstbesten Papierkorb entsorgen. Nun… darauf hin ging es recht heftig zu. Nicht nur auf dem Bürgermeisteramt – das ganze Städtchen Daraa probte den Aufstand.

Die Kunde drang ziemlich schnell zum Präsidenten, der umgehend reagierte: Die Kinder kamen, wenn auch etwas lädiert (und wie gemunkelt wird, soll wohl auch eines gefehlt haben) umgehend aus dem Gefängnis frei. Der Bürgermeister wie auch der ebenfalls in die Affäre verwickelte Gouverneur wurden ihres Amtes enthoben und zur Verantwortung gezogen. Und geübt im Umgang mit all den Ethnien in seinem Land schickte der Präsident seine Entschuldigung an die Väter, Onkels und Scheichs einhergehend mit einer Einladung zum Gespräch im Präsidentenpalast. Ganz im Sinne der Beduinentraditionen hieß es in der präsidentiellen Nachricht: „Nur ihr und ich – keiner dazwischen!“

Kaum war die Nachricht überbracht, trafen Reisebusse aus Damaskus ein, und nicht nur die Väter, Onkels und Scheichs nahmen Platz, auch die Schulleitung, die Lehrer und der Vorstand des Jugendfreizeitheims. Der Präsident entschuldigte sich: Es hätte niemals vorkommen dürfen. Und er hörte dem zu, was ihm die Beduinen berichteten, und man diskutierte, was für die jungen Leute getan und was verbessert werden konnte. Es wurde auch erörtert, wie es überhaupt zu den Vorfällen kommen konnte – Graffiti und mutwillige Zerstörung an Gemeinschaftseigentum werden in der Region bei der jungen Generation nicht nur kaum praktiziert, sondern sind eher ziemlich unbekannt.

Die Spur führte zu einer Lehrerin, die den Jugendlichen ausführlich geschildert hatte, wie es im Westen zugeht, und sie zu ihrem Tun ermutigt hatte. Von ihr hatten sie erfahren, dass dies „Revolution“ sei. Ein zu dem gegebenen Kontext eher skurril anmutendes Detail, dem man zu jenem Zeitpunkt nicht übermäßig Aufmerksamkeit schenkte – das kam später dann erst später, als ein anderer Zusammenhang da war.

Irgendwann dann ging es im Gespräch um Wiedergutmachung. „Was wollt ihr?“, fragte der Präsident. Das Entrichten von Blutgeld oder ähnlichen Wiedergutmachungen ist in Beduinenkreisen auch heute nichts Ungewöhnliches, sondern eine nützliche und heutzutage zunehmend praktizierte Technik, die Blutrache und ähnliche Fehden vermeiden hilft.

Da war Verschiedenes, das sie sich zum Teil lange schon für ihr Städtchen, für ihre Gemeinschaft, für die Familie gewünscht hatten. Der Präsident sagte: Ja. Und: Ja. Und dann kam ein merkwürdiger Wunsch, der zentrale Wunsch: Man habe aufgrund der Vorfälle derzeit das Vertrauen in die Obrigkeit verloren, man brauche Zeit und Abstand, um dieses wieder gewinnen zu können. Aus diesem Grund wolle man für einen näher zu bestimmenden Zeitrahmen keine Staatspräsenz, insbesondere keine Polizei mehr in Daraa. Der Präsident war verblüfft: Keine Polizei? Was sei denn bei kleinkriminellen Vorfällen wie Diebstahl, Einbruch, Betrug? – „Wir schützen uns selbst“, lautete die Antwort. Und die Regelung des zeitweise nicht unerheblichen Verkehrsaufkommens an zentralen Brennpunkten der City? – „Wir regeln das selbst“ Assad zögerte: Für wie lange solle die Regelung denn gelten? Ein paar Wochen nur… Nun gut. Er gewährte auch dies.

Die Väter, Onkels und Scheichs, auch die Schulleitung, die Lehrer und der Vorstand des Jugendfreizeitheims nahmen ihre Plätze in den Bussen wieder ein und fuhren heim. Dort gab es viel zu berichten von der Reise nach Damaskus, und zunächst ließ sich alles erstaunlich gut an: Man organisierte sich selbst und es funktionierte, sogar der Straßenverkehr soll, nachdem die Beduinen die Regelung übernommen hatten, reibungsloser funktioniert haben.

Es waren keine zwei Wochen ins Land gegangen, da tauchten Fremde auf in Daraa. (Im weiteren wird das Einsickern der Terroristen geschildert. – Den Artikel vollständig lesen in der Printausgabe COMPACT 9/2012.)
__________________
Analyse der Wirklichkeit
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Alt 09.05.15, 21:05   #26
Praia61
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*Israelische Granaten in einem Versteck von Al Quaida gefunden.*

Schweinerei , man fand auch eine Kiste Früchte aus Israel.

Geändert von Praia61 (09.05.15 um 21:43 Uhr)
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Alt 12.05.15, 21:32   #27
Gretel Bukowski
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Zitat von Dobermann Beitrag anzeigen
Wie die Aufstand begann:

In dem Bericht wird das autoritär-despotische Verhalten der örtlichen Verwaltung nicht geleugnet. Bemerkenswert aber die ausgleichende Rolle, die gerade Präsident Assad einnahm.

Wie alles begann

Ein Konflikt in der Beduinenstadt Daraa im Frühjahr 2011 war der Zündfunke, der Syrien in Brand setzte. Obwohl Präsident Assad alle Forderungen der Bewohner erfüllte, begannen ausländische Kämpfer mit dem Schießen.

Von Dorothea Schäfer
Geplant war es schon lange. Angefangen aber hat es in Daraa, einer Stadt mit knapp 100.000 Einwohnern an der Grenze zu Jordanien. Obwohl Daraa eine Beduinenhochburg ist wie Homs und Hama, hat man es anfangs im Westen so dargestellt, als sei es der Beginn einer Studentenrevolte. Das war falsch, denn den Studenten ging es in Daraa wie überall in in Syrien durch die Bank gut. Es war ganz anders: Da war eine Gruppe Jugendlicher, fast noch Kinder, die Anfang Februar 2011 verantwortlich zeichneten für eine Aktion, bei der es zu Personen- und Sachschaden kam. Die Fast-noch-Kinder landeten im örtlichen Gefängnis, wo man ihnen ungut mitspielte. Es waren Tage vergangen, bis die Väter und Onkel und Scheichs einen Termin beim Bürgermeister erreicht hatten. Sie wurden vorstellig und baten: „Gebt uns unsere Söhne und Neffen zurück. Es sind Tage vergangen, sie hatten Strafe genug – und es sind Kinder, einige unter ihnen sind gerade erst sechzehn Jahre.“ Der Disput ging hin- und her.

In dieser Gegend tragen die Beduinen traditionelle Bekleidung: den langen Kaftan und als Kopfbedeckung Kufiya, ein weißes oder farbiges Baumwolltuch, gehalten von einer meist schwarzen Baumwollkordel, dem Aqal. Außer im ganz privaten Umfeld gehört es sich nicht, sich ohne Kopfbedeckung zu zeigen; es wäre nicht ehrenvoll. Die Kopfbedeckung ist ein Symbol für die Ehre, insbesondere die Aqal. „Gib uns unsere Kinder zurück – sie sind das Kostbarste, dass wir haben. Wir ergeben uns Dir – sag, was Du willst. Und als Pfand unserer Unterwerfung geben wir unsere Ehre!“, sagten die Väter und Onkel und nahmen – welch ein Schritt! – zum Zeichen, wie ernst es ihnen war, ihre Kufiyas und Aqals ab und legten sie vor dem Bürgermeister auf seinem Schreibtisch ab. Welch Geste!

Und der Bürgermeister? Der machte eine wegwerfende Geste mit dem Arm und fegte seinen Schreibtisch leer: „Weg mit diesem dreckigen Zeug…“ und mit einer Handbewegung ließ er den in Kufiyas und Aqals manifestierten Stolz der Beduinen im nächstbesten Papierkorb entsorgen. Nun… darauf hin ging es recht heftig zu. Nicht nur auf dem Bürgermeisteramt – das ganze Städtchen Daraa probte den Aufstand.

Die Kunde drang ziemlich schnell zum Präsidenten, der umgehend reagierte: Die Kinder kamen, wenn auch etwas lädiert (und wie gemunkelt wird, soll wohl auch eines gefehlt haben) umgehend aus dem Gefängnis frei. Der Bürgermeister wie auch der ebenfalls in die Affäre verwickelte Gouverneur wurden ihres Amtes enthoben und zur Verantwortung gezogen. Und geübt im Umgang mit all den Ethnien in seinem Land schickte der Präsident seine Entschuldigung an die Väter, Onkels und Scheichs einhergehend mit einer Einladung zum Gespräch im Präsidentenpalast. Ganz im Sinne der Beduinentraditionen hieß es in der präsidentiellen Nachricht: „Nur ihr und ich – keiner dazwischen!“

Kaum war die Nachricht überbracht, trafen Reisebusse aus Damaskus ein, und nicht nur die Väter, Onkels und Scheichs nahmen Platz, auch die Schulleitung, die Lehrer und der Vorstand des Jugendfreizeitheims. Der Präsident entschuldigte sich: Es hätte niemals vorkommen dürfen. Und er hörte dem zu, was ihm die Beduinen berichteten, und man diskutierte, was für die jungen Leute getan und was verbessert werden konnte. Es wurde auch erörtert, wie es überhaupt zu den Vorfällen kommen konnte – Graffiti und mutwillige Zerstörung an Gemeinschaftseigentum werden in der Region bei der jungen Generation nicht nur kaum praktiziert, sondern sind eher ziemlich unbekannt.

Die Spur führte zu einer Lehrerin, die den Jugendlichen ausführlich geschildert hatte, wie es im Westen zugeht, und sie zu ihrem Tun ermutigt hatte. Von ihr hatten sie erfahren, dass dies „Revolution“ sei. Ein zu dem gegebenen Kontext eher skurril anmutendes Detail, dem man zu jenem Zeitpunkt nicht übermäßig Aufmerksamkeit schenkte – das kam später dann erst später, als ein anderer Zusammenhang da war.

Irgendwann dann ging es im Gespräch um Wiedergutmachung. „Was wollt ihr?“, fragte der Präsident. Das Entrichten von Blutgeld oder ähnlichen Wiedergutmachungen ist in Beduinenkreisen auch heute nichts Ungewöhnliches, sondern eine nützliche und heutzutage zunehmend praktizierte Technik, die Blutrache und ähnliche Fehden vermeiden hilft.

Da war Verschiedenes, das sie sich zum Teil lange schon für ihr Städtchen, für ihre Gemeinschaft, für die Familie gewünscht hatten. Der Präsident sagte: Ja. Und: Ja. Und dann kam ein merkwürdiger Wunsch, der zentrale Wunsch: Man habe aufgrund der Vorfälle derzeit das Vertrauen in die Obrigkeit verloren, man brauche Zeit und Abstand, um dieses wieder gewinnen zu können. Aus diesem Grund wolle man für einen näher zu bestimmenden Zeitrahmen keine Staatspräsenz, insbesondere keine Polizei mehr in Daraa. Der Präsident war verblüfft: Keine Polizei? Was sei denn bei kleinkriminellen Vorfällen wie Diebstahl, Einbruch, Betrug? – „Wir schützen uns selbst“, lautete die Antwort. Und die Regelung des zeitweise nicht unerheblichen Verkehrsaufkommens an zentralen Brennpunkten der City? – „Wir regeln das selbst“ Assad zögerte: Für wie lange solle die Regelung denn gelten? Ein paar Wochen nur… Nun gut. Er gewährte auch dies.

Die Väter, Onkels und Scheichs, auch die Schulleitung, die Lehrer und der Vorstand des Jugendfreizeitheims nahmen ihre Plätze in den Bussen wieder ein und fuhren heim. Dort gab es viel zu berichten von der Reise nach Damaskus, und zunächst ließ sich alles erstaunlich gut an: Man organisierte sich selbst und es funktionierte, sogar der Straßenverkehr soll, nachdem die Beduinen die Regelung übernommen hatten, reibungsloser funktioniert haben.

Es waren keine zwei Wochen ins Land gegangen, da tauchten Fremde auf in Daraa. (Im weiteren wird das Einsickern der Terroristen geschildert. – Den Artikel vollständig lesen in der Printausgabe COMPACT 9/2012.)

Welcher rührige QUERFRONT - Märchenonkel hat eigentlich diese rührende COMPACT Story auf dem Gewissen?

"da tauchten Fremde auf"
sag mal, gehts noch...

Assad hatte durch seine Bombenpolitik die Radikalisierung der friedlichen zivilen Demonstranten auf dem Gewissen - und war dadurch auch mitverantwortlich für das Wachstum des IS und anderer Gruppen.
Er hatte hübsch dem grausamen Treiben des IS zugeschaut, weil sie ihm in die Hände spielten - gegen die FSA.

Sinnlos, hier Fakten und Quellen einzustellen ... offensichtlich wird das Forum von Alsheimern frequentiert, deren Gedächnis nicht über 3 Jahre reicht.
Gretel Bukowski ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.05.15, 23:20   #28
Dobermann
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Zitat:
Zitat von Gretel Bukowski Beitrag anzeigen

Welcher rührige QUERFRONT - Märchenonkel hat eigentlich diese rührende COMPACT Story auf dem Gewissen? "da tauchten Fremde auf" sag mal, gehts noch...
Dorothea Schäfer, Autorin, arbeitet seit über 20 Jahren im Kulturaustausch mit arabischen und zentralasiatischen Staaten

Zitat:
Zitat von Gretel Bukowski Beitrag anzeigen
Assad hatte durch seine Bombenpolitik die Radikalisierung der friedlichen zivilen Demonstranten auf dem Gewissen
Du solltest Dich noch mal mit der Chronologie des Syrien-Konflikt beschäftigten. Nicht umsonst brachte ich hier einen Bericht, der aus den ersten Tagen stammt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Chronik...2011#M.C3.A4rz

Zitat:
Zitat von Gretel Bukowski Beitrag anzeigen
...und war dadurch auch mitverantwortlich für das Wachstum des IS und anderer Gruppen.
Er hatte hübsch dem grausamen Treiben des IS zugeschaut, weil sie ihm in die Hände spielten - gegen die FSA.
Dir leuchtet ein, dass die Ressourcen des syrischen Militärs begrenzt sind? Das syrische Volk hat schon die USA/Europa/Israel/SA/Katar/Türkei am Hals. Sollen sie sich parallel gegen die ganze Welt verteidigen?

Werde Dir mal eines bewusst, daunten geht es nicht um Demokratie, Menschenrechte oder andere legitime Ziele. Es geht darum, Syrien zu destabilisieren, auszubluten, geopolitisch auf Linie zu bringen. Ähnlich wie Irak oder Libyen. Wer das immer noch nicht begriffen hat, sollte sich die Worte von Pater Metri verinnerlichen

Zitat:
Zitat von Doberman Beitrag anzeigen
Pater Metri - ein katholischer Pfarrer aus Syrien - ahnte schon 2007, dass der Westen Syrien demokratisieren möchte. Anders gesagt, ein fortschrittliches Land in dem Christen und Muslimen friedlich miteinander leben konnten zu zerstören.

Syrien: Ein Volk lehrt Toleranz
Nirgendwo sonst im Nahen Osten herrscht zwischen Christen und Muslimen, zwischen Sunniten und Schiiten so viel Frieden wie in Syrien. Nebenan der Irak, zerfallend in Bürgerkrieg und Religionskrieg, und hier ein noch empfindlicheres Gewebe der Gesellschaft, ein Mosaik der Glaubensrichtungen mit verwirrend vielen Steinchen, mit fünf Sorten Muslimen und elf Sorten Christen, mit mehr als einem Dutzend nationaler Minderheiten.

In Syrien wird erzählt, dass sich Christen ein besonders dickes Goldkreuz um den Hals hängen, wenn sie in eine westliche Botschaft gehen, um ein Visum zu beantragen. Aber wer sich den Glauben bewahren möchte, die Christen seien natürliche Verbündete westlicher Politik, sollte besser nicht mit Menschen wie Pater Metri reden. Manche Geistliche machen keinen Hehl daraus, dass sie die amerikanische Regierung regelrecht hassen. Käme George Bush auf die Idee, Syrien zu besuchen, würden viele Gemeinden ihre Kirchentüren vor ihm verrammeln.

Es ist eine lehrreiche Erfahrung, mit einer Inspektion Syriens bei einem Christen zu beginnen. Denn dieser griechisch-katholische Priester überrascht durch einen zornigen politischen Ausbruch, sobald man ihn zur gegenwärtigen Lage der Christen befragt. »Bush und seine Leute sind Ignoranten! Sie verstehen nichts von Politik. Wir aber, wir verstehen Politik, wir leben mitten in der Politik!« Dass der Irak zerfällt, plagt den Priester als ständiger Albtraum; dass die Amerikaner auch Syrien ethnisch-religiös destabilisieren möchten, ist sein böser Verdacht.

Nicht alles sei rosig für die Christen in Syrien, fährt er fort, aber die großen Bedrohungen kämen von außen, nicht von innen. »Mit diesem Regime sind wir einigermaßen gut dran. Baschar al-Assad mag die Christen, er weiß, dass sie ihm treu sind, weil sie von der Stabilität profitieren. Und genau deshalb, weil wir Stabilität so dringend brauchen, sagen wir dem Westen: Lasst uns in Ruhe!« Und dann fällt der Pater dramatisch ins Französische, in jene Sprache des Westens, in der er die ganze Geisteswelt studiert hat: »Laissez-nous tranquilles! Kümmert euch um euch selbst, wir brauchen euch nicht, ihr braucht uns, ihr braucht unser Öl!«
http://www.zeit.de/2007/09/Syrien
Zitat:
Zitat von Gretel Bukowski Beitrag anzeigen
Sinnlos, hier Fakten und Quellen einzustellen ... offensichtlich wird das Forum von Alsheimern frequentiert, deren Gedächnis nicht über 3 Jahre reicht.
Ich habe von Dir weder Fakten noch Quellen sehen können. Zumal Deine Kenntnisse über diesen Konflikt sehr beschränkt und chaotisch scheinen. Die Aussage: Weil Assad Bomben schmeißt, sind die Proteste eskaliert ist völlig hanebüchen. Das wirst Du nicht mal in der westlichen Presse finden.
__________________
Analyse der Wirklichkeit
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Alt 14.05.15, 21:29   #29
Gretel Bukowski
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Zitat von Dobermann Beitrag anzeigen
Dorothea Schäfer, Autorin, arbeitet seit über 20 Jahren im Kulturaustausch mit arabischen und zentralasiatischen Staaten


Du solltest Dich noch mal mit der Chronologie des Syrien-Konflikt beschäftigten. Nicht umsonst brachte ich hier einen Bericht, der aus den ersten Tagen stammt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Chronik...2011#M.C3.A4rz


Dir leuchtet ein, dass die Ressourcen des syrischen Militärs begrenzt sind? Das syrische Volk hat schon die USA/Europa/Israel/SA/Katar/Türkei am Hals. Sollen sie sich parallel gegen die ganze Welt verteidigen?

Werde Dir mal eines bewusst, daunten geht es nicht um Demokratie, Menschenrechte oder andere legitime Ziele. Es geht darum, Syrien zu destabilisieren, auszubluten, geopolitisch auf Linie zu bringen. Ähnlich wie Irak oder Libyen. Wer das immer noch nicht begriffen hat, sollte sich die Worte von Pater Metri verinnerlichen




Ich habe von Dir weder Fakten noch Quellen sehen können. Zumal Deine Kenntnisse über diesen Konflikt sehr beschränkt und chaotisch scheinen. Die Aussage: Weil Assad Bomben schmeißt, sind die Proteste eskaliert ist völlig hanebüchen. Das wirst Du nicht mal in der westlichen Presse finden.
Ich hatte nicht vor, mich in diesem - sorry - damit meine ich nicht Dich - Jaucheforum ernsthaft mit Daten Fakten Hintergründen nochmal wieder über Syrien auseinanderzusetzen, nachlesen kannst Du mich (Gretel) - und Jabarin - bei Interesse im Syrienstrang vom politik-forum.eu.

Die Darstellung der rührenden Propaganda - Autorin im Compact Magazin habe ich gelesen.
und bye the way - Compact und Elsässer ist geistiger Abschaum für jeden aufrechten linken und/oder linksliberalen Menschen, der noch einigermaßen seine Siebensachen im Hirn zu ordnen in der Lage ist.

was Deinen christlichen Profiteur einer Diktatur in dem Artikel von 2007 betrifft - hier mal der AI - Jahresbericht Syrien aus dem gleichen Jahr:
http://www.amnesty.de/umleitung/2007/deu03/132

Iran und Russland haben Assad von Anfang an beim Krieg gegen sein Volk unterstützt, Russland mit Waffen, Iran noch zusätzlich mit Manpower.

Du hast doch selber den Wiki Link eingestellt, lese doch mal DIE ANFÄNGE. - Es waren friedliche Proteste, immer noch zu besichtigen ist die ganze Chose auf Youtube.
Aber Assad mußte unbedingt in die Fußstapfen seines Papas steigen:
http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-813389.html

und auch der Giftgasangriff ging auf das Konto der Regierung. - Alle Fakten im UN Bericht wiesen darauf hin.
http://www.sueddeutsche.de/politik/c...ssad-1.1772774

die Schuldfrage war nicht das offizielle Mandat der Untersuchungskommission (der übrigens eben jener Schwede angehörte, der damals nachwies, dass die Irak Story mit den Massenvernichtungswaffen eine Lüge war)

ein Glück aber auch - kein Mandat! da mußte die USA nicht intervenieren - hatte doch Obama dies als "Grenze" bezeichnet.

Deine dummpopulären VTs, dass "der Westen" die Länder des Nahen Ostens "destabilisieren" will, steck Dir an den Hut. - Was hätten wir denn davon?
Schön viele Flüchtlinge? Geil hohe Ölpreise? Zusammengebrochene Wirtschaften. mit denen wir nicht mehr handeln können und keine Profite generieren? usw? Sind alle total happy übrigens, dass es Lybien jetzt so prima geht, da hat "der Westen" voll den Vorteil von, Du.

Nix für ungut.
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Alt 15.05.15, 00:27   #30
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Zitat von Gretel Bukowski Beitrag anzeigen
...
Deine dummpopulären VTs, dass "der Westen" die Länder des Nahen Ostens "destabilisieren" will, steck Dir an den Hut. - Was hätten wir denn davon?
Schön viele Flüchtlinge? Geil hohe Ölpreise? Zusammengebrochene Wirtschaften. mit denen wir nicht mehr handeln können und keine Profite generieren? usw? Sind alle total happy übrigens, dass es Lybien jetzt so prima geht, da hat "der Westen" voll den Vorteil von, Du. Nix für ungut.
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