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Alt 01.05.17, 16:16   #1
Redwing
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Standard (Neo)sozialismus vs. Kapitalismus

So, am roten Tag des Volksbrigadiers möchte ich hier eine frevelhafte Respektlosigkeit von Arenatiens Führung gegenüber Autor, Text und Politgeschichte neutralisieren, nachdem sie sich offenbar dazu entschloß, die Offenbarungen der Schreiber nach ein paar Jahren Inaktivität unwiderruflich zu löschen. Das ist für mich nicht hinnehmbar, so'n oberflächlicher, unseriöser Rotz, denn zumindest meine Worte - gerade die Flaggtexte wie dieser hier - sind für die Ewigkeit gedacht, auf daß eine spätere Zivilisation vielleicht einmal eine uralte Festplatte ausgrabe, sie anschließe und sehe, daß da einer war, der vor der Katastrophe warnte. Und auf daß seine Worte ihnen helfen mögen, alte Fehler nicht zu wiederholen und eine gerechtere Gesellschaft zu gestalten.
Von daher reloade ich hier meine beiden wichtigsten Texte in der neuesten Version - die sogenannten Flaggtexte - und sicher auch die nicht ganz so, aber ähnlich wichtigen Subflaggtexte. Und ich selbst oder jemand anderes möge sie dann, wenn diese unsägliche Löschung wieder droht, jedes Mal von Neuem nach oben hieven, etwa mit einem kurzen Satz wie: "Ich bin der Biba-Butzemann" oder "Was ist mit Teeee?" oder "Scheiße, mein Hirn juckt, und ich kann mich nicht kratzen". Irgendwas, was dem Thread eben wieder neue Zeit verschafft. Wenn wir verscheißert werden, dann scheißern wir eben zurück, Mann. In einer Bibliothek wird auch nicht plötzlich ein Buch von Galileo weggeschmissen, bloß weil neue reinkommen und kein Platz mehr da ist. Dann wird eben angebaut. 8-)

Und nun zum Text:

Leute, es ist an der Zeit zu begreifen, daß all die negativen Dinge, wie etwa ausufernde Armut und Dumpinglöhne, Gammelfleischskandal hier, Klinikskandal dort, Rationalisierungsorgien, etc. alles bloß Symptome von etwas sind - Resultate und nicht Ursachen. Und jeder, der diese Dinge kritisiert, aber nicht konsequent das System dahinter, ist meines Erachtens naiv und/oder ein Heuchler. Zu alledem und vielem mehr nun dieser Text.

Mittlerweile dürfte jedem, der nicht unter extremem Realitätsverlust leidet, eigentlich klar sein, daß dieses System am sterben ist und keine Herumdokterei der Welt es mehr dauerhaft retten kann. Die wenigen Gewinner des Systems - die reiche Minderheit - wollen uns weismachen, es gäbe keine Alternative dazu und versuchen, dieses System, auf Kosten des ohnehin unzureichenden Sozialstaates, der Infrastruktur sowie der Löhne und damit der breiten Bevölkerung, krampfhaft so lange wie möglich am Leben zu erhalten, um sich ihren zusammengerafften Reichtum längstmöglich zu sichern. Die Bevölkerung, darunter vor allen Dingen die Ärmsten, sollen für den Wohlstand dieser reichen Minderheit und ihr System immer stärker bluten und dabei auch noch bedingungslos mitspielen. Dadurch läßt sich der endgültige Untergang des Kapitalismus jedoch höchstens um wenige Dekaden oder vielleicht auch nur Jahre hinauszögern. Deshalb wird es Zeit, über echte Alternativen zu diesem immer ungerechter werdenden Ausbeutersystem, das von fast ALLEN Parteien, die sich im Prinzip kaum voneinander unterscheiden, und den Strippenziehern aus der Wirtschaft unterstützt wird, nachzudenken und sich dabei auch für gänzlich Neues und Ungewohntes zu öffnen. Es gibt genug Geld und Wohlstand auf der Welt, aber es ist verdammt schlecht verteilt. Das gilt auch für die vorhandene Arbeit. Doch dies nur als Einleitung.

Den wirklichen Kommunismus/Sozialismus hat es nie gegeben. Es gab im letzten Jahrhundert immer nur fadenscheinige Pseudo-Sozialismen, die von Regierungsmitgliedern und leider auch Teilen der Bevölkerung sabotiert wurden. "Kapitalismus light" war das bzw. Staatskapitalismus. Daß „Kapitalismus light“ gegen aggressiven Normalkapitalismus auf Dauer nicht bestehen kann, ist klar, denn nur echter Sozialismus und vielleicht auch Kommunismus kann funktionieren und ist nahezu hieb- und stichfest sowie durchdacht von A bis Z. Pseudo-Sozialismen sind natürlich sehr lückenhaft, anfällig und eben nichts Halbes und nichts Ganzes. Im Raubtierkapitalismus setzt sich der Stärkere und Aggressivere national und international erst einmal durch, weswegen die „Kapitalismus light“- Systeme auf der Strecke blieben und der Oberaggressor USA dominierte. Doch irgendwann ist jedes Monopoly-Spiel beendet, und dann kann entweder das Ganze unbelehrbar von vorne begonnen werden, bis die nächste Krise kommt, oder aber es wird endlich ein besseres und gerechteres, langlebigeres, kurzum stabileres Spiel gespielt. China und Co. haben übrigens später mit Spielen angefangen, aber das Resultat wird das Gleiche sein. Zumal sie es von vorneherein versäumt haben, eine nennenswerte Kaufkraft im eigenen Lande aufzubauen und sich primär auf wenige schwächelnde Exportpartner stützen. Die Pseudo-Sozialismen waren allerdings „ganz schlechte Spieler“, da sie die skrupellosen Regeln nicht einmal richtig beherrschten, während Regeln und Ziel für die Normalkapitalisten klar waren. Lernt aus diesen falschen Systemen, aber laßt euch nicht einreden, daß es zwangsläufig immer so laufen muß. Natürlich hätte sicher auch der echte Sozialismus kleine Schwächen und wäre nicht vollkommen perfekt, aber das ist kein System. Er würde aber mit Abstand am besten, stabilsten und gerechtesten funktionieren und einer klaren Mehrheit statt einer reichen Minderheit dienen. Die Fehler der gescheiterten Peudo-Sozialismen, aber auch des untergehenden Kapitalismus‘ im Kopf, ließe sich ein fehlerbereinigter, zeitgemäßer (Neo)sozialismus des 21. Jahrhunderts schaffen - gestützt von weitaus effizienteren Verwaltungssystemen als damals. Laßt euch nicht mehr von der systempopulistischen Propaganda, von wegen das reiche Minderheitenregime sei „alternativlos“ und alles andere „unrealistisch“, hinhalten. Viel mehr als diese platten Sprüche kommen von den argumentbefreiten Systemdemagogen dann meist auch nicht, denn wie sollten sie so ein offensichtlich immer wieder scheiterndes System, in dem die klare Masse verliert und immer mehr Menschen verelenden, auch argumentativ rechtfertigen? Das funktioniert immer schlechter, je mehr sich der Kapitalismus seinem gefällelastigen, instabilen Endstadium nähert. Schweigen wollen sie aber nicht angesichts unangenehmer Wahrheiten, also bedienen sie sich alternativer Methoden der „Diskussionskultur“ - unterstützt von ihrem Medienapparat. Realitäten sind gestaltbar und kein unbeeinflußbares Schicksal, und was könnte mehr Einfluß auf alles haben als die Politik? Und zwar im negativen wie im positiven Sinne.

Richtiger Sozialismus/Kommunismus hat nichts mit Individualitätsverlust, Armut, Unterdrückung, Umweltzerstörung, Vetternwirtschaft, Überwachungsstaat, etc. zu tun. Es kann sich weitgehend darauf beschränken, daß Geld und Arbeit gerecht unter allen Menschen (möglichst weltweit, aber zumindest zunächst auch auf einzelne Nationen beschränkt möglich) aufgeteilt wird. Was soll daran bitte schön nicht funktionieren, wenn die Arbeit, für die sich sonst einer alleine abrackern müßte, von zwei Menschen getan wird, die es dann leichter haben, nur circa die halbe Zeit brauchen und früher nach Hause gehen können? So hingegen ist einer arbeitslos und der andere rackert sich tot. Wenn es keine reichen Leute mehr gibt und alle Menschen für ihre Arbeit gerechterweise weitgehend den gleichen Betrag ausgezahlt bekommen, dann wäre genug Geld da, um den ganzen Teilzeitarbeitern trotzdem ihren vollen Lohn (oder mehr) auszuzahlen. Das Geld läßt sich, genau wie die Arbeit, auf alle umverteilen. Jeder arbeitet Teilzeit, kriegt mindestens das volle Gehalt und kann glücklich sein, denn erstmals ist für ALLE Geld UND Freizeit vorhanden, was sonst nur für die Reichenelite gilt. Und wer immer nur auf die Rentenzeit baut, der hat schon verloren. Erstens sind die Renten mehr als unsicher, zweitens lebt es sich als alter Mensch längst nicht mehr so angenehm und unbeschwert wie in der langen Zeit, die nur mit Arbeit verschwendet wird, und drittens bauen die Politiker darauf, daß ihr möglichst pünktlich zur Rente ins Grab kippt. Deshalb heben sie das Rentenalter ja auch unverschämt an und gestalten das Arbeitsleben „schön“ stressig und gesundheitsschädigend. Arbeitszeitverkürzung heißt die oberste Regel (bei mir)!
Die Arbeiter wären auch viel motivierter, was der Qualität und dem Arbeitsklima zugute kommen würde. Außerdem gäbe es - national und international betrachtet - so gut wie keine Konflikte mehr. Diese entstehen in erster Linie dadurch, daß manche Menschen mehr haben als andere und mehr bestimmen wollen. Im echten (Neo)sozialismus wären alle gleichberechtigt und hätten monatlich immer weitgehend gleichviel Geld zur Verfügung. Wie sie das dann einsetzen, ist ihre Sache. Im Grunde bräuchte man nicht einmal mehr Geld, aber ich denke, aus organisatorischen Gründen wäre es vielleicht ganz hilfreich. Wenn nicht, dann nennt den Lohn halt „Wohlstand“ oder „Güter und Dienstleistungen“.

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Geändert von Redwing (01.05.17 um 16:31 Uhr)
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Alt 01.05.17, 16:18   #2
Redwing
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Die reiche Minderheit will natürlich krampfhaft ihren zusammengerafften Wohlstand sichern, denn diese Figuren wären die Einzigen, die Abstriche hinnehmen müßten. Sie würden dann ja "nur" soviel wie alle anderen bekommen, was ihnen natürlich viel zu wenig ist. Deshalb manipulieren sie das Volk durch die Medien, welche sich fast alle in ihren Händen befinden, da eben an der Spitze nahezu jeder Redaktion und jedes Senders ein betuchter Chef und in der Regel mehr als gut bezahlte Chefredakteure mit eigenen Interessen sitzen, sowie durch ihre politischen Marionetten, die selbst alle reich sind, und hetzen verschiedene Bevölkerungsgruppen gegeneinander auf, um ja von sich abzulenken. Fallt da nicht mehr drauf rein! Nicht Arbeitslose, Ausländer oder sonstwer sind Schuld an der Misere, sondern nur die da oben! DAS ist der Konflikt - ein Konflikt, von dem die Systemtäter krampfhaft abzulenken versuchen mit ihren Sündenbock-Nebelkerzen und all den Ausflüchten. Wir haben nicht nur diese und jene akute kleine Teilkrise, sondern das System selbst mit all seinen expansiv-kumulativen, die Kaufkraft der Massen erodierenden und somit den systemunabdingbaren Konsum abwürgenden Gefällen ist die Krise.

Ich gehe jetzt mal auf drei häufig genannte "Argumente" gegen den Sozialismus/Kommunismus ein:

1.) "Der Mensch ist von Natur aus egoistisch, weswegen sich der Sozialismus niemals halten läßt."

Meine Antwort: Natürlich liegt hierdrin eine Gefahr, aber durch die richtige Aufklärung läßt sie sich beseitigen. Jeder Mensch muß sich einfach nur klarmachen, daß es IHM persönlich - nicht nur Herrn Müller, Meier, Schulze und Frau XY, sondern IHM selbst - besser geht im neuen System. Er muß sein Leben im kapitalistischen Ausbeutersystem mit dem neuen Leben im fürsorglichen, sozialen Sozialismus vergleichen. Der Durchschnittsbürger und der Unterdurchschnittsbürger (beides zusammen die überwältigende Mehrheit) werden schnell merken, daß es im echten Sozialismus angenehmer ist. Deshalb würden sie das System nach der Revolution mehrheitlich auch halten und nicht sabotieren - selbst wenn sie das aus purem Egoismus täten, damit es ihnen nicht irgendwann wieder schlechter geht in einem anderen System. Wenn sie zudem noch etwas fürsorglich und am Wohle der Allgemeinheit interessiert sind, so halten sie das System ohnehin. Schließlich sind keineswegs alle Menschen in gleichem Maße egoistisch oder schlecht. Diese Behauptung der Kapitalisten, die damit offenbar ihr unmoralisches Handeln rechtfertigen und der Natur in die Schuhe schieben wollen, ist das, was sie Linken gerne vorwerfen, wenn es ihnen dann wieder in den Kram paßt: Gleichmacherei. Sie können oder wollen nicht verstehen, daß es auch Menschen gibt, die nicht nur auf Geld und Macht aus und weniger egoistisch und schlecht sind. Jene fallen allerdings weniger auf, da sie weniger anrichten und in diesem System meist nicht weit nach oben kommen. Das schaffen in erster Linie die Ellenbogenkapitalisten, die weder Skrupel noch Moral kennen und keine Probleme mit den kranken Methoden und Regeln dieses Systems haben. Jenes kalte System ist maßgeschneidert für sie - Egoismus als Rahmenbedingung. Sie stempeln ihr tun als „nur Mensch sein“ oder „natürlichen Egoismus“ ab, wenn sie es denn nicht völlig schönreden, aber damit wollen sie lediglich die Verantwortung für ihr asoziales und schändliches Tun von sich abwälzen und es fadenscheinig rechtfertigen. Sie ganz allein sind verantwortlich und handeln falsch! Dafür gibt es keine Entschuldigung, auch wenn in diesem System kranke Methoden quasi Voraussetzung sind, um „etwas zu erreichen“. Mit einem neuen System, das nicht auf Abzocke, Skrupellosigkeit und Konkurrenzkampf, sondern auf sozialer Gerechtigkeit, Fürsorglichkeit und (begrenzter) Gleichheit basiert (nur, was Einkommen, Arbeit und Status in der Gesellschaft angeht) würde sich vielleicht auch die Grundeinstellung vieler Menschen etwas ändern. Der Kapitalismus fördert die schlechten Seiten des Menschen, ja macht sie regelrecht notwendig. Ein sozialeres System könnte die guten Seiten fördern und die schlechten mehr oder weniger verkümmern lassen. Jetzt hingegen machen wir den Egoismus zum System. Wir geben uns voll und ganz diesen negativen Eigenschaften hin, anstatt dagegen vorzugehen, und richten das System darauf ab. Selbsternannte „Pragmatiker“, die blind in jede Krise taumeln, danach stets im Prinzip genauso weitermachen wie zuvor und sich trotzdem „Experte“ zu nennen wagen, wollen sich der Scheiße anpassen, Idealisten aber wollen die Scheiße den guten Ideen anpassen - zum Wohle der überragenden Mehrheit aller Menschen. Was am Ende dabei herauskommt, wenn man „Wirtschaftsexperten“ und „Pragmatiker“ entscheiden läßt, sehen wir immer wieder: eine sozialdarwinistische Diktatur der reichen Minderheit, während es der klaren Mehrheit immer schlechter geht. So sieht kein gerechtes und stabiles System aus. Der Kapitalismus ist schlecht und funktioniert nicht, also MÜSSEN Alternativen her.

Ein einfaches Beispiel: (Neo)sozialismus heißt möglicherweise (hängt von der Zahl der Menschen im arbeitsfähigen Alter, verfügbarer Arbeit und verfügbarem Gesamtkapital ab, woraus sich der Durchschnittswert bezüglich Zeit und Geld pro Arbeiter errechnen ließe) vier Stunden Arbeit pro Tag (nur Werktags selbstverständlich), bei 3000 - 4000 Euro Netto-Gehalt. Gute Konditionen, aber manch einer würde vielleicht lieber zwei Stunden, bei 10000 Euro Netto-Gehalt, arbeiten. Wenn er sich das erlaubt, so würde er den Sozialismus ins Wanken bringen und damit sabotieren. Es hieß ja mal in etwa: "Jeder nach seinen Bedürfnissen und Möglichkeiten". Zuviel darf sich natürlich keiner genehmigen, weswegen Arbeitszeit und Gehalt festgelegt werden müßten. Vergleicht der Arbeiter dann seine vier Stunden, bei 3000 - 4000 Euro Gehalt, mit dem Kapitalismus, in dem beispielsweise acht Stunden, bei 2000 Euro Gehalt, gelten, dann wird ihm schnell klar werden, daß er sehr zufrieden sein kann mit dem, was er hat. Er wird dieses Soll dann in der Regel freiwillig erfüllen und sich mit dem Gehalt zufriedengeben, denn im Kapitalismus würde ihm Schlimmeres drohen. Und das wissen mindestens all die unzähligen Opfer des Endzeitkapitalismus‘ auch. Natürlich muß dieses Wissen an spätere Generationen weitergegeben werden. Und natürlich sind das hier geschätzte Zahlen, aber ich denke, es könnte so IN ETWA hinkommen. Wenn sich die oben genannten Faktoren ändern, dann würden Arbeitszeit und/oder Gehalt selbstredend angepaßt werden. Für die wenigen Jobs, in denen sich die Arbeitszeiten nicht ganz so statisch und genau festlegen lassen und möglicherweise etwas schwanken, ließen sich alternative Regelungen, wie etwa ein bestimmtes Zeitkontingent pro Woche oder Monat, festlegen, das flexibler genutzt werden kann, am Ende aber auch nicht maßgeblich unter- oder überschritten werden sollte.

Das System wäre sehr stabil und würde krasse Ungleichheiten, wie sie jetzt herrschen, nicht zulassen - höchstens ganz leichte Schwankungen. Der Staat zahlt das Geld an die Arbeiter und Studenten, Rentner, etc., und die geben es für vom Staat angebotene Waren und Dienstleistungen wieder aus (die Wirtschaft ist dann ja staatlich (wobei der Staat das Volk ist). Dadurch entsteht ein stabiler Zyklus. Produziert und geleistet wird dabei das, was das Volk braucht bzw. begehrt. Das kann man am Konsumentenverhalten und Umfragen leicht feststellen. Ganz davon abgesehen, daß sich die technischen Möglichkeiten deutlich verändert haben seit den Pseudo-Sozialismus-Zeiten (Computerorganisation und Vernetzung). Es gäbe keine verschwenderische, auf wahnwitzigem Konkurrenzkampf basierende Überproduktion, etc. mehr, sondern die Wirtschaft würde sich den Bedürfnissen anpassen - der Nachfrage. Was massig vorhanden und leicht zu produzieren ist, könnte vielleicht in Maßen noch für den Außenhandel produziert werden, damit im Lande nicht vorhandene Güter wiederum von außen eingetauscht oder gekauft werden können. Wobei diesbezüglich nur die wenigsten Dinge wirklich notwendig sind.

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Alt 01.05.17, 16:19   #3
Mirage
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Alt 01.05.17, 16:19   #4
Redwing
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Sehr reiche Menschen können zwangsläufig nur immer reicher werden, und deshalb verteilt sich das Geld der Welt (welches letztlich nicht unbegrenzt vorhanden ist) erstmal hauptsächlich auf die Industrienationen und dort auf wenige Superreiche. Dieser Prozeß wird bald abgeschlossen sein, und dann gibt es fast nur noch besagte wenige Superreiche und eine in größerer oder kleinerer Armut vegetierende Masse. Der Mittelstand der Industrieländer wird sich zunehmend auflösen, wovon es Wenige sicher noch nach oben schaffen, das klare Gros aber absackt (wie objektive Statistiken schon jetzt bzw. längst belegen). Deutschland ist mit am reichsten, weswegen es vielen Menschen hier NOCH relativ gut geht. Deshalb, der einseitigen, system-/rechtspopulistischen Presse wegen und aufgrund des etwas spießigen und hörigen Grundcharakters vieler Deutscher ist die Bereitschaft zur sozialen, zukunftsweisenden und nicht rückwärtsorientierten Revolution hier leider noch sehr dürftig. Offensichtlich ist man erst bereit aufzustehen, wenn es uns erst richtig mies geht - und dieser Tag wird sehr bald kommen, wenn sich nichts ändert. Man bräuchte es aber auch gar nicht erst soweit kommen lassen. Wir müssen doch nicht erst Zustände wie in Indien, Afrika oder sonstwo erreichen, sondern sollten RECHTZEITIG die Tendenzen bekämpfen, die uns dorthin bringen sollen/wollen (Lohnniveau,…). Anstatt uns an der globalen Dumpingspirale der Lebensqualität zu beteiligen und kurzsichtig die neoliberale Abrißbirne anzusetzen, sollten wir lieber versuchen, die miesen Verhältnisse in anderen Ländern durch globale Sozialpolitik und am besten die Weltrevolution (geht natürlich nur in Etappen) zu verbessern - und nicht, unser Niveau auf diese unmenschlichen Umstände abzusenken. Eine derartige Angleichung nützt keinem, außer den raffgierigen Global Players der reichen Minderheit (und ein paar Lokalbonzen der dritten Welt). Wenn überall gleichgute Umstände herrschen, dann können sie hinflüchten, wohin sie wollen: Es würde ihnen nichts nützen (in vielerlei Hinsicht).

Der Kapitalismus - ein System mit wenigen Gewinnern und vielen Verlierern - kam bislang nur immer wieder halbwegs auf die Beine, weil z.B. gerade mal wieder ein Weltkrieg anstand. Na klar! Erstmal prima Rüstungsverträge und -industrie, später dann viel aufzubauen und zu ersetzen, bei weniger vorhandenen Arbeitskräften (also kaum Arbeitslosigkeit), und möglicherweise die Annullierung bisher angehäufter monetärer Reichtümer etwa durch die Einführung eines neuen Währungssystems und/oder ausufernde Inflation. Dann vielleicht noch eine Auslandsmacht, die sich einmischt, und fertig ist das „Wirtschaftswunder“. Der Kapitalismus steht vor dem Kollaps, denn es gibt nicht mehr viel aufzubauen, und für Produkte und Dienstleistungen hat die breite Masse kein Geld und teils auch keinen Bedarf mehr - folglich noch schlechtere Konjunktur = noch weniger Geld in den Taschen = noch schlechtere Konjunktur =...Rezession bis zum Kollaps. Deshalb halte ich es auch für illusorisch und irreführend, die private Marktwirtschaft von der Schuld an der Krise freizusprechen, die Kritik auf die Finanzmärkte zu beschränken und die Existenz einer ernsthaft „sozialen Marktwirtschaft“ für möglich zu halten sowie zu propagieren. Die Finanzmärkte und die monetären Gefälle sind zweifelsohne großer Teil der Misere, aber sie betreffen nur partiell das „Problem“ des sinkenden Bedarfs gegenüber vielen Dingen und den wachsenden Überschuß an nicht verwertbarem „Humankapital“, je länger der letzte „Systemreload“ her ist. Zudem basiert private Marktwirtschaft nun einmal auf Egoismus und Profitdenken und somit schlichtweg falschen Vorzeichen.
Die da oben heulen immer rum, daß die Leute nichts mehr kaufen, und gleichzeitig wird gerade dieser klaren Mehrheit (Arbeitslose und die meisten Arbeitenden, aber darüber hinaus auch vielen Studenten, Rentnern, etc.) eine Leistung nach der anderen und ein Gehalt nach dem anderen zusammengekürzt bzw. -gestrichen, während die reiche Minderheit, die schon nicht mehr weiß, wohin mit ihrem Geld, subventioniert und immer stärker entlastet wird (als würde die was belasten). Und dann hinterzieht das verantwortungslose Pack nicht selten noch mal Steuern und wird in der Regel verhältnismäßig lächerlich dafür bestraft, kommt die Sache überhaupt raus. Der reichen Minderheit Überfluß wird immer weiter ausgebaut, während es bei einer immer größeren Mehrheit zunehmend bzw. längst am Nötigsten mangelt. Mal ganz davon abgesehen, daß für einige Güter einfach kaum mehr Bedarf besteht bzw. dieser nur noch in großen zeitlichen Intervallen wieder auftritt (die Zeit der großen wichtigen Erfindungen, die „jeder haben muß“, ist eben größtenteils vorbei), kann sich ein immer größerer Teil des Volkes eben immer weniger leisten und spart demzufolge immer mehr bzw. muß sich zwischen zu kaufenden Dingen lange entscheiden (oder alternative Methoden der Partizipierung am propagierten Konsum wählen...). Und die Zukunftsprognosen sind, dank dem (rechts)konservativen/neoliberalen und bereits in der Weimarer Republik sowie aktuell in den USA, Japan, etc. gescheiterten Einheitsbrei aller Mitte(rechts)-Parteien, nun auch nicht wirklich rosig.

Noch etwas zum Thema: Kriege und Kapitalismus. Es mag Systempropagandisten geben, die behaupten, der Kapitalismus „funktioniert“ schon seit Ewigkeiten. Das ist blanker Unsinn. Erstens kann man Feudalsysteme und dergleichen wohl kaum mit dem jetzigen Kapitalismus gleichsetzen, und zweitens scheiterte der Kapitalismus, wie im letzten Absatz erklärt, schon oft. Es endete stets in bitteren Krisen, nach denen Neustarts initiiert wurden. Das ist aber kein Zeichen von Funktionieren, sondern ein Armutszeugnis. Wir sollten diese Zyklen des Verfalls durchbrechen, die immer gleich enden, und ein besseres System schaffen, das dauerhaft funktioniert und gerechter ist.
Wenn jedenfalls der Kapitalismus die x-te „Chance“ erhält, obwohl er sich mehrfach als falsch und instabil erwiesen hat, wieso dann nicht auch der Sozialismus/Kommunismus? Dieses System gab es im Grunde (fehlerhaft) erst einmal, da alle Versuche in etwa gleichzeitig durchgeführt wurden. Es scheiterte jedenfalls kein (Pseudo-)Sozialismus, bevor ein neuer begonnen wurde, von ganz aktuellen lateinamerikanischen Systemen vielleicht abgesehen (bez. Beginn). Also konnte man auch noch nicht aus den Fehlern lernen, um einen besseren, fehlerbereinigten Versuch mit mehr Wissen und Erfahrung zu starten.

Fangt selber an zu denken und hört nicht auf die Medien. Stellt gegebenenfalls auch eure Erziehung in Frage, denn auch eure Eltern sind möglicherweise fehlinformiert worden und geben dies weiter. Und ihr gebt das wieder weiter. Dieser Kreislauf muß durchbrochen werden! Reicht es nicht allmählich, sich einfach nur umzusehen, um die große Diskrepanz zwischen medial von oben verbreiteter Systempropaganda und der bitteren Realität zu erkennen? Haltet euch vor Augen, daß, wenn euch ein Leben lang etwas Falsches eingetrichtert worden ist und dies von den Medien auch noch bestätigt wird, ihr das dann höchstwahrscheinlich irgendwann glaubt - auch wenn es nicht der Wahrheit entspricht. Gerade in jungen Jahren ist der Mensch sehr beeinflußbar (und in Älteren manchmal etwas festgefahren...). Hört, wie bereits angesprochen, auch nicht auf das Gequatsche sogenannter „Experten“. Diese „Experten“ aus Wirtschaft und Politik haben uns zum dem Trümmerhaufen geführt, vor dem wir jetzt stehen. Ihre Politik ist immer und immer wieder gescheitert, und ihre Prognosen haben sich fast immer als falsch erwiesen. Vergeßt nicht, daß diese „Experten“ meist selbst sehr gut betucht sind und nicht selten auf der Gehaltsliste von Firmen, Wirtschaftsorganisationen oder Parteien stehen. Die haben ein ganz persönliches Interesse, daß der Bürger sich dieses Blutsaugersystem weiter aufs Auge drücken läßt. Das, was tatsächlich eintritt, haben nur konsequente, systemkritische Linke prophezeit und tun es noch; also werde ich einmal ganz kühn behaupten, das ist auch die richtige Adresse, was die Problemlösungen angeht. Wer sie sie dagegen nicht einmal richtig analysiert oder wahrhaben will, der wird gewiß nichts Gutes bewirken - wie wir sehen.

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Redwing ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.05.17, 16:20   #5
s'klenne
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So, am roten Tag des Volksbrigadiers möchte ich hier .......

........... dann nennt den Lohn halt „Wohlstand“ oder „Güter und Dienstleistungen“.

...
.... und wenn sie nicht gestorben sind, leben sie noch immer im Wolkenkuckucksheim!
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Wären die Asylanten so friedlich, wie die Linken in ihrer Einfalt glauben, daß sie sind, hätte die Polizei nur halb so viel zu tun.
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Alt 01.05.17, 16:21   #6
Redwing
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Standard NSvsK Teil 4

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2.) "Wer soll denn in diesem Arbeiterparadies die ganzen Drecksjobs machen?"

Meine Antwort: Ich würde das so handhaben, daß jeder sich seine Arbeit erst einmal aussuchen darf. Natürlich gibt es Jobs, bei denen es zu viele Interessenten gibt, und solche, wo nicht genügend Stellen besetzt wären. Dann würde ich mir die überschüssigen Leute genau angucken (natürlich nicht ich allein bzw. nicht ich, sondern die verantwortlichen Stellen) und entscheiden, zu wem welcher überschüssige Job am besten passen würde (aufgrund von geistigen und körperlichen Attributen, Interessen, etc.). Und dann würde ich den Leuten die Jobs schlichtweg zuordnen. Es ist damit natürlich ein gewisser Zwang da. Aber wie ist es denn im Kapitalismus? Da werden diese Jobs auch immer von irgend jemandem gemacht - nämlich von denen, die aufgrund ihrer schlechten Lebenssituation dazu gezwungen sind oder die vom Arbeitsamt dreisterweise dazu verdonnert werden. Es ist also in beiden Systemen ein Zwang dabei. ABER im (Neo)sozialismus müssen sie diese Jobs unter viel sozialeren Umständen bewältigen: nämlich mit anständigem Gehalt und in etwa halber Arbeitszeit. So läßt sich solch ein Job schon wesentlich besser ertragen, denke ich. Im Kapitalismus schuften sie sich dagegen den ganzen Tag lang tot und kriegen dafür ein Almosen. Arbeit ist Arbeit, und wer eine gewisse Zeit pro Tag dafür opfert (das ist Lebenszeit, die euch verloren geht), der sollte zumindest weitgehend genausoviel bekommen wie jeder andere - ganz gleich, wie "wichtig" oder wie intelligenzbedingt diese Arbeit ist. Man könnte eventuell kleine zusätzliche Anreize für besonders unliebsame Jobs erwägen, aber es dürfen auf keinen Fall derartige Unterschiede wie im Kapitalismus aufkommen. Und (fast) jede Arbeit hat ihren Sinn (im Kapitalismus nicht jede) - sonst müßte sie nicht gemacht werden; also ist sie auch wichtig und somit die Person, die sie macht. Das sollte angemessen gewürdigt und honoriert werden.
Wo, bitte schön, ist der Anreiz für immer mehr Arbeitnehmer im Kapitalismus? Und Anreize schafft man nicht, indem ich den gleichen Dumpinglohn behalte und andere „im Gegenzug“ NOCH weniger bekommen. Miserable Arbeitszeiten, miserable Arbeitsumstände, miserabler Lohn - kurzum: Dumping pur. Den Arbeitslosen da das bißchen Stütze zu kürzen, verbessert die Situation der Arbeitnehmer nicht (selbst wenn man ihnen den Pipifax, den die AL-Versicherung am Brutto ausmacht, geben und nicht etwa für Bankenrettungen, etc. verjubeln würde) - im Gegenteil: Es erhöht auch den Druck auf sie, da sie ersetzbarer und erpreßbarer werden. Warum soll sich jemand für DIESEN asozialen Bonzenstaat und DIESE asoziale Wirtschaft aufopfern, aber für ein wirklich soziales System, das für die Allgemeinheit ist, angeblich zu egoistisch sein und keine Anreize sehen? Sorry, da ist doch ein ganz erheblicher Denkfehler!
Auch befinden sich die meisten Arbeitenden in einem unselbstständigen Angestelltenverhältnis, und warum sollen die sich zu einer fremden Firma verbundener fühlen als etwa zu einem sozialen Staat? Wo soll da mehr Anreiz, Motivation und Verbundenheit mit dem Arbeitsplatz sein?

3.) "Wer soll das denn alles kontrollieren?"

Meine Antwort: Das braucht eigentlich keiner gezielt zu kontrollieren, denn Sabotagemöglichkeiten gäbe es nur auf dem Arbeitsplatz (zu wenig Arbeit geleistet oder zu viel Gehalt kassiert), und dort gibt es sicher einen Administrator und Kollegen, die alle ihren Beitrag leisten und möchten, daß der Sozialismus funktioniert... Außerdem würde es nicht viele dieser Saboteure geben, wie oben beschrieben. Der Kapitalismus hat übrigens weit mehr von einem Überwachungsstaat als ein echter Sozialismus. Bei Letzterem beschränkt sich die leichte Kontrolle nur auf den Arbeitsplatz.
Apropos Administratoren: Den klassischen „Chef“ würde bei mir der „Administrator“ ersetzen. Er wäre jedoch finanziell und gesellschaftlich nicht signifikant bessergestellt und ein reiner Organisator, zudem notfalls austausch- und natürlich überprüfbar (Transparenz, um es mal so „piratisch“ auszudrücken). Ein ganzes Netz von Administratoren und Sub-Administratoren würde die Wirtschaft wie auch den Staat leiten - Vetreter des Volkes und zugleich aus dem Volk. Gestützt von moderner Computerverwaltung.

Da man mittlerweile die Probleme falsch angegangener bzw. fortgeführter, gescheiterter Sozialismen der Vergangenheit kennt und zunehmend die unübersehbaren Probleme des Kapitalismus im Endstadium kennenlernt, sollte die Welt bald bereit sein für einen zweiten Versuch. Dieses Mal würde es besser laufen. Vor allen Dingen, wenn es die ganze Welt beträfe und keine kapitalistischen Fanatiker a la USA wieder krampfhaft dazwischenfunken und zum wirtschafts- und volksschädigenden Wettrüsten einladen. Das war nämlich auch ein Grund dafür, weswegen die Sowjet Union zusammengebrochen ist, und die von den USA ausgehende Isolation von Kuba - ein sehr kleines, nur begrenzt autarkes Land - ist hauptsächlich für die dortigen Probleme verantwortlich (wobei ein rein kapitalistisches, sich vor dem Weltmarkt prostituierendes Kuba diese Blockade keine paar Jahre durchgestanden hätte...). In den Industrienationen wird bzw. sollte die Weltrevolution beginnen, denn dort sind die Leute zu schlechte Lebensumstände nicht gewohnt und lassen sich den skrupellosen Sozialabbau hoffentlich nicht ewig bieten. Von den Industrienationen wird das Feuer der Revolution sich schnell auf die Dritte Welt-Länder übertragen können, und schon hätten wir globalen Frieden, Gerechtigkeit und Gleichberechtigung. Konflikte wären überflüssig. Je asozialere Maßnahmen die Politiker ergreifen, desto schneller graben sie dem todgeweihten Kapitalismus damit sein Grab. Also macht nur weiter so - die Quittung wird kommen. Ich hoffe nur, daß auf der Durststrecke, die sich das Volk (die Mehrheit) durch seine übertriebene Leidensfähigkeit und naive Obrigkeitshörigkeit leider noch immer selbst auferlegt, nicht zu viele Menschen auf eben dieser Strecke bleiben - vor allem nicht die, die jetzt schon erwacht sind. Selbst wer nur sein Wahlkreuz noch immer unbelehrbar bei diesen kapitalistischen Einheitsparteien macht, beteiligt sich schon an großem Unrecht.
Es kann auch nicht jede(s) Nation, Regierung oder Volk immer nur darauf warten, was denn die anderen machen. Jeder muß erstmal den Dreck vor der eigenen Tür wegkehren und den eigenen Laden auf Kurs bringen. Das fängt beim Umweltschutz an und geht bis zum Systemwechsel. Dann ergibt sich der Rest früher oder später ganz von selbst. Je mehr Nationen diesen Weg gehen, desto größer der gobale Verband. Ich traue so gut wie jeder Nation, aber insbesondere den paar Industrienationen zu, den Neosozialismus erst einmal auch im Alleingang einführen und halten zu können. Wenn ein Land wie Kuba die Dekaden halbwegs überstehen konnte, trotz begrenzter Autarkie und krasser Isolation, dann schaffen es die meisten anderen mit bravour.

Eines noch zum Schluß: Die Mehrheit hat nicht immer Recht und ist sehr leicht manipulierbar. Im Mittelalter war es die Kirche, heute sind es die Medien, die das Volk stillhalten wollen im Auftrag der Herrschenden. Ein gutes Beispiel ist das dritte Reich. War die Mehrheit da im Recht? Minderheiten, die gegen das Unrecht angingen, wurden diskriminiert und schlimmstenfalls sogar ermordet. Heute schüttelt man (mehrheitlich) den Kopf darüber und zelebriert mitunter Menschen, die damals „Terroristen“ gewesen wären. Trotzdem hatten sie Recht, obwohl die fanatische und manipulierte Mehrheit das anders sah. Andersdenkende und Vorausschauende wurden zunächst immer skeptisch beäugt oder gar übelst unterdrückt oder ermordet. Auch Galileo bekam mächtig Ärger, als er doch die „abwegige Behauptung“ äußerte, die Erde sei keine Scheibe. Das paßte gewissen Herrschenden nicht in den Kram, und die Mehrheit glaubte diesen Herrschenden und ihren überholten Ansichten. Was nicht sein darf, kann nicht sein, was? Auch heute könnte eine Minderheit im Recht sein und muß sich gegen den Propagandaapparat der reichen Obrigkeit durchsetzen. Die Evolution schritt fast immer durch Einzelpersonen oder Minderheiten mit ungewöhnlichen Ideen voran. Wenn sich immer die Konservativen und die Herrschenden durchgesetzt hätten, dann wären wir heutzutage höchstens in der Bronzezeit! Revolution IST Evolution. Selbst das heutige System wäre ohne Revolutionäre in der Vergangenheit so nie entstanden, sondern wir hätten ein monarchistisch-aristokratisches Feudalsystem (wobei wir wieder dahinsteuern - nur diesmal mit Firmenmonopolisten und -oligarchen). Das nur als Denkansatz.

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Alt 01.05.17, 16:22   #7
Mirage
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Alt 01.05.17, 16:23   #8
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Denkt bitte darüber nach und gebt meine Worte weiter, wenn sie euch gefallen - egal, ob schriftlich oder mündlich. Das Leben könnte wirklich angenehmer sein als in dieser getarnten Diktatur der reichen Minderheit und ihrer Lakaien, wo Freiheit vom Umfang des Geldbeutels abhängt und ansonsten nur die Grenzenlosigkeit der Ausbeutungsoptionen meint. Das Volk hat eigentlich die Macht und nicht die Bonzenelite da oben. Auch hat die Wirtschaft für das Volk da zu sein und nicht umgekehrt, wie es zunehmend geschieht. Der Versorgungsgedanke und nicht aus dem Zusammenhang gerissene, kurzsichtige BWL-sektiererische Profitmaximierung um jeden Preis müssen im Vordergrund stehen. Wenn das Volk sich weitgehend einig ist, dann kann es alles bewirken. Mit der Mehrheit ist dies auch sehr gut friedlich möglich. Schon wenn ihr den Bonzen nicht mehr das erarbeitet, wodurch sie ihr Geld scheffeln und wovon sie euch nur einen Bruchteil abtreten, sind sie aufgeschmissen und realisieren ihre Abhängigkeit vom Arbeitenden. Sie drohen dann vielleicht mit Auslandsflucht, was nur solange geht, wie sie noch Zufluchtsorte finden, doch dieser „Umzug“ wäre nicht ohne erhebliche Kosten und Einkunftsausfälle möglich, und ihre Produktionsstätten müßten sie eh hierlassen, wenn das Volk den Mut hat, die Revolution konsequent durchzuziehen. Würde man schnell genug reagieren (Banken…, Sicherstellung von Bargeld), dann könnte auch noch erhebliches Bonzenkapital sichergestellt werden. Es ist genug Geld und Wohlstand vorhanden - nur immer schlechter verteilt, und das läßt sich ändern. Das Geld fehlt nicht plötzlich an allen Ecken und Enden zunehmend, weil es sich aufgelöst hat, sondern weil es sich wo akkumuliert und aus dem Geldzyklus immer stärker schwindet. Deshalb muß genau da konsequent angesetzt werden. Zudem könnten internationale Abkommen zwischen Völkern bzw. sozialen Regierungen geschlossen werden, welche die Menschen vor der Macht und den egoistischen Interessen der Global Players schützen. Es kann doch nicht sein, daß so eine Wirtschaftsmafia - eine reiche Minderheit - ganze Völker und Nationen erpressen und gegeneinander ausspielen kann und darf. So muß es nicht sein. Für wie mächtig halten die sich? Wahrscheinlich für gottgleich, und ihr solltet sie nicht in dieser Arroganz bestätigen. Zu guter letzt ließe sich notfalls eine Währungsreform durchführen, was das finanzielle Vermögen der reichen Minderheit in wertlosen Plunder verwandelt und das kapitalistische Ausland destabilisiert. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wovon nichts zu tun und sich dem Diktat der Wirtschaftsmafia hinzugeben die schlechteste ist. Dann wären das Elend, der Sozialabbau für die Massen, miserable Arbeits- und letztlich Lebensbedingungen und der Niedergang von Staat und Gesellschaft garantiert. Wenn ganze Völker sich für eine reiche Minderheit prostituieren und aufopfern müssen, damit das System „funktioniert“, dann stimmt etwas nicht.

Die Firmenbosse zetern immer rum, sie wären nicht wettbewerbsfähig und ach so arm dran. Nun, wo ist denn das ganze Geld, das bei Volk und Staat zunehmend fehlt? Wie gesagt: Das hat sich nicht wie von Geisterhand aufgelöst über die Dekaden hinweg. Ein Reicher kriegt schon zwangsläufig immer mehr Geld rein, wenn er sein Vermögen nur auf dem Konto liegen läßt. Wenn er sich nicht ganz ungeschickt oder extrem verschwenderisch anstellt, so KANN er nur reicher werden und kriegt weit mehr Geld rein, als er wieder ausgeben kann. Und es gibt nun einmal nicht unbegrenzt Geld (jedenfalls nicht ohne entsprechend verheerende Inflation, was zumindest zunächst nicht viel an den Gefällen ändern würde, denn es gibt auch noch bestehende Sachgüter und Immobilien, und der Zufluß neuen Geldes wäre trotzdem auf Seiten der Reichen ungleich höher), weswegen Krise und Instabilität schon allein deswegen vorprogrammiert sind. Deshalb kommen wir zumindest um eine Umverteilung zurück von oben nach unten auf gar keinen Fall herum, doch zurzeit wird der unheilvolle umgekehrte Prozeß noch beschleunigt. Ungleichgewichte führen selten zu Stabilität, Gerechtigkeit und Erfolg. Und dieses kannibalistische, chaotische, geradezu paradoxe System ist sich immer wieder irgendwann selbst der größte Feind. Braucht es doch den Konsum einer möglichst breiten Masse und entzieht eben dieser zugleich die Mittel dafür in immer drastischerem Maße. Beides ist systemimmanent.

Es ist Zeit für eine echte Alternative! Wir brauchen die nächste Stufe der (R)evolution.

Redwing

Nachträgliche Ergänzungen:

Das war der erweiterte und überarbeitete Original- und Haupttext. Jetzt gibt es noch ein erschütterndes Beispiel reicher Leute Sichtweisen und Erkenntnisse sowie einige Erweiterungen, die von mir als Reaktion auf Kritiken erfolgten:

Hier ein kleines Beispiel, daß viele der übelsten Vertreter dieses Systems sich durchaus über dessen Ungerechtigkeiten, Mängel, dem Zustand des Systems und dessen Zukunftskrisen im Klaren sind, dies aber wohl keineswegs offen zugeben werden:
Bei einem Treffen von führenden Personen aus Wirtschaft, Politik, Literatur, etc. aus aller Welt 1996 im sogenannten "The Fairmont Hotel" in San Francisco diskutierten diese Gestalten - damals abgeschirmt von der Außenwelt - über die Zukunft der Menschheit und dieses schrecklichen Systems. Die meisten Bonzen wissen ganz genau, daß da der Wurm drin ist und daß es ungerecht ist. Doch sie wollen es halt, auf Kosten des Volkes und zu ausschließlich IHREM Nutzen, möglichst lange am Leben erhalten.

Ich habe hier einen Textauszug ("Die Globalisierungsfalle") über dieses Treffen zur Hand und zitiere mal kurz einige Sprüche:

"20% der arbeitsfähigen Bevölkerung würden im kommenden Jahrhundert ausreichen, um die Weltwirtschaft in Schwung zu halten. Mehr Arbeitskraft wird nicht gebraucht. Ein Fünftel aller Arbeitssuchenden werde genügen, um alle Waren zu produzieren und die hochwertigen Dienstleistungen zu erbringen, die sich die Weltgesellschaft leisten könne. Diese 20% werden damit aktiv am Leben, Verdienen und Konsumieren teilnehmen - egal in welchem Land." (Magnat Washington Sycip).

"Sicher, die unteren 80% werden gewaltige Probleme bekommen." (Autor Jeremy Rifkin).

Die Frage sei künftig: "To have lunch or to be lunch" (Sun-Manager Gage/Firmenchef Scott McNealy).

"Im Fairmont wird eine neue Gesellschaft skizziert: reiche Länder ohne nennenswerten Mittelstand und niemand widerspricht" (aus Text).

"Mit einer Mischung aus betäubender Unterhaltung und ausreichender Ernährung könne die frustrierte Bevölkerung der Welt schon bei Laune gehalten werden. ("Tittytainment")" (Zbigniew Brzezinski - ehemaliger Sicherheitsberater von US-Präsident Jimmy Carter).

Hier seht ihr es: Mit Brot und Spielen soll die Bevölkerung verblödet und stillgehalten werden! Tut den Bonzen nicht den Gefallen! Sie und ihr System sind unser einziges Problem!

Die Menschen müssen den Kapitalismus offenbar erst richtig scheitern sehen - mit all den Zumutungen für das Volk, die damit verbunden sind. Wenn die Alternative dann irgendwann: Apokalypse oder Sozialismus heißt, dann wird das Volk sich freiwillig und kooperativ für dieses System einsetzen und es auch halten. Außerdem geht es bez. der meisten Menschen dann ja auch IHNEN SELBST besser und nicht "nur" den anderen. Das erklärte ich aber eigentlich schon...

Nun noch zum Thema Schule, Uni, etc. und dem Vorwurf des mangelnden Fortschritts: Warum sollte sich im Sozialismus niemand mehr für irgendetwas fortbilden wollen? Bildet ihr euch nur fort, um irgendwann eventuell fett Kohle zu kassieren? Man bildet sich doch auch fort, um einen Beruf ausüben zu können, der einem einfach halbwegs Spaß macht und der zu einem paßt. Es geht nicht immer nur um Geld! Außerdem gibt es weit Unangenehmeres als Schule und Uni. Sind Schule und Uni im Sozialismus unangenehmer als im Kapitalismus? Nein! Auch im Sozialismus würden viele Menschen diesen Weg wählen und freilich dasselbe bekommen wie Rentner, Arbeiter, etc.. Jeder kann die gleiche großzügige Absicherung (Gehalt) bekommen. Andere Leute möchten vielleicht lieber einen einfacheren Job und sind deshalb auch ohne Fortbildung glücklich. Jeder, wie er will. Im Kapitalismus hingegen wird auch Bildung zunehmend vom Geldbeutel abhängig oder ist es längst - wie auch Gesundheit und vieles mehr.
Ergänzend zum Thema „mangelnde Forschung“: Der letzte Absatz beantwortet das teilweise schon. Hinzufügen muß ich noch, daß man auch für ein Ideal auf etwas hinarbeiten kann und nicht nur des Geldes wegen. Ideale motivieren noch viel stärker, und dahinter steht man auch wesentlich entschiedener und vor allen Dingen länger. Die Sowjet-Technologie war der US-Technologie übrigens mindestens ebenbürtig, und die ersten Menschen im Weltraum waren auch die Russen. Von mangelnder Wissenschaft im Sozialismus kann also nicht die Rede sein (und das war noch nicht mal richtiger Sozialismus).

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Alt 01.05.17, 16:27   #9
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Und noch was zum Thema Kunst: Auch die Kunst würde aufblühen im Neosozialismus, denn erstmals könnte wirklich unabhängig von Wirtschaft, Profit und Existenzängsten geschaffen werden. Heutzutage macht sich in diesem kalten, oberflächlichen System auch die Kunst immer mehr zur Prostituierten der Wirtschaft. Fast jede Stadthalle trägt heute einen Firmennamen, und jeder geifert den Sponsoren nach, in der Hoffnung, sie lassen „großzügig“ ein paar Krumen vom Tisch fallen. Und das machen sie natürlich nur, wenn die Kunst in ihrem Interesse ist - also pro-kapitalistisch oder inhaltslos, unkritisch, strunzendumm. Und das merkt man ja auch. Der blödeste und simpelste Stumpfsinn setzt sich durch, wird gepusht ohne Ende und verkauft sich dementsprechend am besten.
Im Neosozialismus kann vielleicht niemand mit seiner Kunst Geld verdienen, aber das braucht er auch nicht, da er schon mehr als abgesichert durch sein staatliches Einkommen ist. Und da die Arbeitszeiten sehr kurz wären, bliebe noch sehr viel Zeit für die Kunst in der Freizeit. Jeder könnte unabhängig und spaß- und nicht profitorientiert schaffen. Es würde ein viel breiter gefächertes Angebot geben und auch Geschmäcker von Minderheiten besser bedient werden. Heutzutage wird der ganze Mist hingegen immer mehr zum öden Einheitsbrei, um möglichst viele Schnittmengen zu erreichen. Wer Minderheitenkunst macht, hat quasi die Garantie, davon nicht leben zu können. Die Kunst hat im Neosozialismus natürlich auch einen Volksbefriedigungszweck. Wer also mit seiner Kunst gut bei vielen Menschen ankommt, könnte eventuell - sofern er mehr Zeit benötigt - dann von der Arbeit freigestellt werden, aber ansonsten hat eben jeder Zeit UND Geld, zu schaffen, wie er es mag, auch ohne dies.

Nun noch kurz zu den Dritte Welt-Ländern: Ist ja wohl klar, daß so ein Land auf jeden Fall in der Krise steckt - egal, in welchem System. Diese Länder wurden und/oder werden von den Industrienationen (auch zur Kolonialzeit) ausgebeutet und "großzügig" für frei erklärt, wenn es dort nur noch Staub und Steine gab/gibt. Wenn dort eine Revolution ausbricht, dann wird das Land dadurch freilich nicht viel reicher und selbstständiger, und diese Revolution wirkt sich auch nicht auf die Industrienationen aus. Eine Industrienation hingegen wirkt sich sehr stark auf andere Länder aus. Es sind die „Fädenzieher“ der Welt, und wenn sie rot werden, dann kann sich das stark auf andere Länder auswirken. Auf jeden Fall können diese Länder auch alleine gut bestehen nach der Revolution. Das traue ich allerdings den meisten Ländern zu, die halbwegs autark sind (natürliche Voraussetzungen…), und die Binnenwirtschaft als Schwerpunkt setzen, statt sich zu stark vom Ausland abhängig zu machen und mit anderen um die Wette zu dumpen. Wenn, wie im Haupttext gesagt, selbst Kuba angesichts der Isolation durch die USA - warum man dort wohl meint, nachhelfen zu müssen, wenn man doch angeblich glaubt, der Sozialismus könne eh nicht funktionieren…? - und seiner geringen Größe und Mängel, noch derart lange wenigstens einigermaßen durchhält, dann schafft das fast jeder. Und zwar mit besseren Aussichten.

Es braucht übrigens niemand Angst zu haben, daß alle krampfhaft gleich sein müssen und unterdrückt werden. Das ist Unfug. Ich habe ja geschrieben, daß eigentlich nur Geld (Wohlstand) und Arbeit gerecht aufgeteilt werden müssen. Sonst bräuchte sich gar nicht soviel zu ändern. Es müssen doch deshalb nicht alle in gleicher Kleidung herumrennen oder alle die gleichen Autos fahren, etc.. Mag sein, daß es radikalere Formen des Sozialismus gibt, wo derlei verlangt wird, aber es geht definitiv auch anders.
Ich plädiere ja bekanntlich ohnehin mittlerweile für eine Art „Neosozialismus“ bzw. „Neokommunismus“ - also eine überarbeitete Neuversion, die Fehler und Mängel vergangener Pseudo-Sozialismen einbezieht und behebt. Man kann aus vergangenen Fehlern lernen und es besser versuchen. Selbst in der Grundidee sind ein paar wenige Dinge enthalten, die, meiner Meinung nach, falsch sind. Wenn Marx es z.B. als illusorisch abtut, daß alle Arbeitenden den gleichen Lohn für ihre (gleichlange) Arbeit bekommen, dann steckt da schon von Anfang an der Wurm drin. Bezüglich Arbeitszeit und Belohnung für Arbeit muß einfach weitgehend Gleichheit herrschen, sonst werden gleich wieder negative Emotionen und Einstellungen wie Neid, Gier, Überheblichkeit, Klassendenken, etc. geschürt und Sabotagebestrebungen, etc. damit gefördert. Es darf keine verschiedenen Klassen mehr geben, wie es im Kapitalismus der Fall ist. Es darf z.B. kein Unterschied bezüglich Rechten, Lohn, etc. zwischen Funktionären und „normalen Arbeitern“ geben. Diese elitäre Funktionärsschicht in der Sowjet Union war beispielsweise ein schwerer Fehler. Es wird sich nicht verhindern lassen, daß es administrative Entscheidungsträger gibt, jedoch müssen sie volksangehörig und -orientiert sein, bleiben, handeln und behandelt werden sowie kontrollier- und austauschbar sein, wenn sie denn falsch handeln.

Noch beiläufig was zum Umweltschutz: Auch er würde viel stärker praktiziert werden, wenn es nicht immer nur um die Profite der Bonzen geht. Das ist doch die Haupttriebfeder bez.Umweltzerstörung und -ausplünderung. Wir könnten z.B. schon längst alle den Wasserstoffantrieb haben, wenn die Ölmafia das nicht seit Ewigkeiten sabotiert hätte. Und das ist nur eines von vielen Beispielen. Wir bräuchten aber auf jeden Fall Geburtenkontrollen, denn die Populationen können nicht immer weiter wachsen auf einer vielseitig begrenzten Welt. Da muß man sich einfach den Realitäten stellen und die rosa Schlumpf-Brille abnehmen. Auf begrenztem Raum kann es nicht unbegrenztes Wachstum geben - in vielerlei Hinsicht. Zwei Kinder pro Familie sollten in etwa reichen - zumindest, bis die Bevölkerung wieder rückläufig wird, wenn dem so wäre.

So, dann gab es da noch eine Frage zur Wohnsituation. Nun, viele zu prunkvolle und große Gebäude könnten so umgebaut werden, daß mehrere Fraktionen darin Platz hätten und sie sich aufteilen. Oder aber sie würden einfach für öffentliche Zwecke genutzt werden, zu Denkmälern erklärt werden oder notfalls auch mal abgerissen werden, damit dort neuer Wohnraum entsteht. Natürlich sollten alle Bürger in etwa gleichviel Platz haben und weitgehend den gleichen Komfort genießen. Dazu ließen sich freilich gegebenenfalls auch neue Häuser errichten. Aber es wäre ein großer Umstand und eine gehörige Verschwendung, zu viele der bestehende Häuser dafür zu plätten. Ich denke, über kleinere Unterschiede könnte man hinwegsehen. Deutlich Größere darf es dagegen nicht mehr geben, womit mein Vorschlag weiter oben zum Tragen käme. Wenn es in etwa medium ist, dann ließe sich das Ganze wohl durch eine leichte Modifikation des staatlichen Standardeinkommens des Bürgers klären (im Haupttext erklärt). Wer dann eine bessere Wohnung hat, erhält etwas weniger, bzw. wer eine schlechtere hat, etwas mehr. Abhängig vom vorhanden sein und Umfang einer Familie, bräuchte es darüber hinaus natürlich unterschiedlich große Häuser, so daß viele bestehende Gebäude sicher genutzt werden könnten.

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Alt 01.05.17, 16:28   #10
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Zum Schluß noch ein Appell an die mittlerweile größte Fraktion: die Nichtwähler. Ihr habt doch schon begriffen, daß dieses System und seine Vertreter es nicht bringen und den Karren blind und verblendet oder aber bewußt mit Nach mir die Sintflut-Doktrin auf Abgrundskurs halten. Nun geht doch auch noch soweit, etwas Neues zu versuchen und einen Systemwechsel herbeizuführen, sofern dies denn parlamentarisch noch halbwegs möglich ist (freilich gibt es auch andere Optionen des Protests und der politischen Einflußnahme...). Es lohnt sich! Die gängigen Mitte(rechts)-Parteien des Kapitalismus‘ - im Grunde bloß eine einzige wirtschaftsliberale Partei -, die sich höchstens in kleinen, zumeist irrelevanten, resultat- und nicht ursachenorientierten Details mehr zum Schein denn tatsächlich voneinander unterscheiden, werden so lange keine Konsequenzen ziehen und ihre Wahlschlappen als den großen „Sieg“ darstellen, bis die Wahlbeteiligung unter 50% sinkt (wobei ich vor einiger Zeit vernahm, daß das auch noch nicht zwingend was heißen muß), und selbst dann könnten sie sich wieder irgendeinen Mist einfallen lassen. Z.B., wie sie es ja immer gerne tun, wenn es ihnen gerade in den Kram paßt, das ansonsten ach so unumstößliche und unantastbare Grundgesetz mal eben kurz umzuschreiben. Dann bedarf es (vielleicht) nur noch eines dieser korrupten und parteiischen, pro-wirtschaftlichen und/oder pro-staatlichen Gerichte, und schon ist verfassungswidriger Mist offiziell durchgewunken. Diese Verfassung ist nur noch ein Gefängnis für das Volk und die echte Opposition und ein beliebig zu gestaltender Knetgummihaufen für die Herrschenden. Mit anderen Worten: Es ist keinen Cent mehr wert. Ha(r)tz4 hierzulande, zunehmender Überwachungsstaat, etc. beweisen es. Gerade wegen dieser dreisten Ignoranz der Politiker wird es höchstwahrscheinlich nichts bringen, nicht zu wählen. Wenngleich man auch immer außerparlamentarische Optionen in Erwägung ziehen muß. Der friedliche und auch wirtschaftlich keinen oder kaum Schaden anrichtende Protest jedoch wird bewußt „überhört“. Ihr solltet entweder die wenigen noch halbwegs wählbaren Parteien, die wirklich was verändern wollen (und dies zum Wohle der Mehrheit) wählen, wie z.B. Die Linke (noch zu lasch, aber ein ausbaufähiger Schritt in die richtige Richtung, denke ich) oder linke Splitterparteien (diktatorischer Nationalkapitalismus bringts übrigens auch nicht, wie wir im letzten Jahrhundert sehen konnten) oder aber eigene Organisationen des Widerstands bilden, wenn man sich auf die gängige Politik nicht mehr verlassen kann (wenn alle Parteien umkippen sollten oder irgendwann alles, was vom kapitalistischen Bonzensystem und den gleichgeschalteten Mitte(rechts)-Parteienblöcken abweicht, verboten werden sollte). Gebt euch und allen anderen Unterdrückten und Ausgebeuteten diese Chance und wählt die Leute, welche die asoziale Abwärtsspirale der gescheiterten Mitte(rechts)-Politik verlassen und wirkliche Veränderungen für das Volk und nicht für eine Minderheit von politischen und ökonomischen Vampiren anstreben. Was kann schlimmer sein, als daß alles bis zum üblichen Systemkollaps, dem hoffentlich kein weiterer destruktiver Reload folgt, immer so weitergeht und dabei stetig unerträglicher wird? Es darf keine Bestätigung, kein ewiges „Weiter so“ für diese soziopathische und einfach grundfalsche Wirtschaftslobbypolitik geben! Auch die kleinste Chance auf Erlösung von dieser Tyrannei des Marktes und der Wirtschaftsmafia sollte wahrgenommen werden.

Revolution for Evolution - stoppt die Diktatur der reichen Minderheit

So, das war es auch schon. 8-D Diese 10.000 Zeichen hier als Maximum für ein Posting sind echt lächerlich für jeden bewanderten seriösen Diskutanten und geben, neben jenen argumentbefreiten Ein- oder vielmehr Auswürfen einiger Arenatier hier, bereits Aufschluß über den Grad der Oberflächlichkeit und des systemisch rechten Niveaus hier. ;-D Woher sollen sie auch Argumente nehmen, angesichts der Soße, für die sie stehen, also muß wohl was anderes herhalten... 8-)
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