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Alt 02.07.17, 00:19   #11
Aderyn
Forenhofnarr
 
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Mir fiel gestern ein Compact-Artikel von 2015 in die Hände, den es sogar online gibt, daher kann ich ihn auch verlinken.

Hier berichtet der Feuerwehreinsatzleiter interessante Dinge, die allein für sich selbst jedem zu denken geben sollten, der klar denken kann

Zitat:
November 2011 war ein Tag ohne besondere Vorkommnisse für die Feuerwehr in Eisenach. Dies änderte sich zunächst auch nicht, als um 12:06 Uhr ein Notruf einging: Im Ortsteil Stregda brannte ein Wohnmobil. Nichts Besonderes, ein reiner Routineeinsatz. Ein Zug der Berufsfeuerwehr rückte aus, ein Einsatzfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr war ebenfalls zur Stelle. Vor Ort traf man auf zwei Polizisten und begann damit, den Schlauch auf den Caravan zu richten. Was die Einsatzkräfte nicht wussten: Vorher war aus dem Wohnmobil geschossen worden. Warum hatten die zwei Beamten die Feuerwehrleute nicht gewarnt, dass sie auch gefährdet sein könnten? «Das war eine Schweinerei», schimpfte Brandschützer Gerd Lindenlaub am 4. Juni vor dem NSU-Untersuchungsausschuss des Thüringer Landtages.

Die verschwundenen Fotos

Die Feuerwehrmänner sollten Licht in eines der mysteriösesten Kapitel einer der größten Mordserien in der Geschichte der Bundesrepublik bringen. Man darf nie vergessen: Bis zu jenem Einsatz vor knapp vier Jahren kannte die Öffentlichkeit das Kürzel NSU gar nicht. Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe, die seither als einzige oder zumindest als wichtigste Mitglieder dieser Gruppe gelten, waren bis dahin nur wegen kleinerer Neonazi-Delikte in den 1990er Jahren gesucht worden.

Dass sie mit den zehn Morden, die ihnen heute zur Last gelegt werden, etwas zu tun haben sollen, war völlig unbekannt. All dies sollte sich erst mit diesem 4. November 2011 ändern. Kehren wir also zu jenem Brand und dem Ärger der Feuerwehrleute zurück:

Zunächst schickte man sie ohne weitere Sicherheitsvorkehrungen zum Spritzen, obwohl zuvor angeblich aus dem Caravan geschossen worden war.

Kaum war das Feuer aber eingedämmt und die Tür aufgestemmt, kam die gegenteilige Order. «Ein Polizeibeamter sagte uns, (…) wir dürften nicht weiter löschen, um keine Spuren zu verwischen», gab Feuerwehr-Einsatzchef Frank Nennstiel vor dem Ausschuss zu Protokoll.
Das kam ihm komisch vor, denn zur üblichen Einsatzroutine gehört das Bergen von Opfern. Warum sollte plötzlich die Spurensicherung wichtiger als die Rettung von Menschenleben sein?


«Ich hatte den Eindruck, die Polizisten wussten schon vorher, dass die Personen im Fahrzeug tot sind», sagte Nennstiel vor dem Untersuchungsausschuss.

Die scheinbar gegensätzlichen Anordnungen folgten also einer gemeinsamen Logik: Die Polizei ließ die Feuerwehrleute zuerst an den Caravan heran, dann aber nicht hinein – in beiden Fällen, weil sie wusste, dass die drinnen nicht mehr lebten.

Preisfrage: Woher? Einsatzchef Nennstiel ließ sich trotzdem nicht davon abhalten, das Brandwrack zu betreten.

Er ging als erster rein und schoss eine halbe Minute lang im Innenraum Fotos, nach eigenen Angaben drückte er vier bis sechs Mal auf den Auslöser.
Plötzlich stand Polizeieinsatzleiter Michael Menzel hinter ihm und verlangte die Herausgabe der Aufnahmen.
Der Feuerwehrmann weigerte sich und verwies auf seine Vorschriften, die stets eine fotografische Einsatzdokumentation verlangten. «Die Polizei hätte sich eine Kopie ziehen können oder einfach auf dem Standardweg ein Aushilfeersuchen stellen können, über die Amtsebene.
Die Bilder wären dann genauso zur Verfügung gestellt worden», wunderte sich Nennstiel. Doch der Polizeioffizier ließ nicht locker und wurde heftig – eine geschlagene Stunde stritten die beiden vor dem immer noch kokelnden Caravan. Schließlich gab Nennstiel nach, Menzel sackte die Kamera samt Speicherchip ein. Das Unglaubliche: Seither sind die Fotos verschwunden. Die Polizei gab der Feuerwehr eine leere Speicherkarte zurück. Kein Richter und kein Untersuchungsausschussmitglied haben die Bilder jemals zu Gesicht bekommen.

Im Klartext: Beweismittelvernichtung.

Das Corpus Delicti

Warum war der Polizeioffizier so scharf auf diese Fotos? Vermutlich, weil sie das ganze NSU-Konstrukt, das BRD-Justiz und Staatsmedien mühsam und windschief gezimmert haben, zum Einsturz bringen könnten.
(…)
Noch wichtiger aber ist eine auf dem Gasherd liegende Pistole, die Menzel nach eigenen Angaben sofort ins Auge gefallen ist – eine Heckler & Koch HKP2000. Erst mit dieser Waffe wurde der Leichenfund in Eisenach nämlich zum Beginn der NSU-Story: Menzel will erkannt haben, dass dies eine Polizeiwaffe war; er habe dann sofort ihre Identifizierung eingeleitet. Binnen kurzem stellte sich heraus, dass es sich um die Dienstpistole von Michèle Kiesewetter handelte – jener Beamtin, die am 25. April 2007 in Heilbronn ermordet worden war.
Bis dahin hatten die schwäbischen Kollegen keine heiße Spur – aber mit Menzels Fund ließ sich das Gewaltverbrechen den Toten in Eisenach zuordnen. Was aber, wenn ein Foto aus dem Caravan auftauchen würde, auf dem dieses Corpus Delicti fehlte?

Nennstiel wurde vor dem Ausschuss gefragt, ob er eine Pistole in der Kochnische des Caravan gesehen habe. Seine Antwort widerlegt die folgende Aussage von Menzel: «Nee, ich habe nix gesehen von Waffen.» Doch die Fotos, die seine Erinnerung bestätigen könnten, bleiben, dank Menzel, verschwunden…

(…)

Für eine staatliche Vertuschungsaktion spricht auch, was die Feuerwehrleute im Weiteren vor dem Ausschuss aussagten: Bei diesem, zunächst als hundsgewöhnlichen «PKW-Brand» eingestuften, Einsatz waren in Windeseile sehr viele Polizisten zur Stelle – Feuerwehrmann Thomas Wolfram sprach von 20 bis 30. Bei vergleichbaren Einsätzen waren es in der Regel nur zwei, maximal jedoch sechs gewesen. Sein Kollege Marcus Quendt wunderte sich vor allem über «die Anzahl der zivilen Leute, die da umhergelaufen sind, was sich dann als Zivilbeamte herausstellten». Woher das gesteigerte Interesse der Kriminaler?
Man muss auch hier bedenken: Dass es sich bei den Toten um zwei früher gesuchte Rechtsextremisten handelte, wurde erst nach deren Identifizierung am Abend, nach offiziellen Angaben sogar erst am Folgetag, bekannt.
Aber ausgerechnet um die eigentliche Polizeiarbeit kümmerten sich die eigens angereisten Supercops nicht: Weder wurden die Anwohner befragt, ob auch sie Fotos gemacht haben, noch ein Journalist, der bei der Brandlöschung gefilmt hatte.

So mussten Zeugen mit ihrem Hinweis auf einen dritten Mann, den sie beim Verlassen des Tatortes gesehen hatten, erst auf Reporter der Bild-Zeitung warten, die entsprechende Aussagen in der Ausgabe vom 7. November 2011 veröffentlichten. Umso hektischer wurde verdeckt gearbeitet, vor allem durch besagten Menzel: An jenem Nachmittag führte er ein Telefonat mit einem ehemaligen Verfassungsschützer. «Darin soll er gedroht haben, der Angerufene solle sofort alle Unterlagen zu Böhnhardt und Mundlos herausrücken, ansonsten werde die Polizei eine Razzia bei ihm veranstalten. Warum ruft Menzel einen Geheimdienstmann an, der aus dem Amt ausgeschieden ist?», wunderte sich Ausschussvorsitzende Dorothea Marx (SPD) gegenüber COMPACT. Menzel, Menzel, immer wieder Menzel.

...(...)...
Klappe zu, Affe tot? Nein, es gibt noch einen Aufklärungsansatz für mutige Politiker! Zwar hat Menzel die Tatort-Fotos der Feuerwehr verschwinden lassen. Aber ein Kollege von ihm, Kriminaloberkommissar Michael Lotz, hat kurz nach Nennstiel ebenfalls im Caravan geknipst. «Durch den Unterzeichner wurden dabei erste Fotos von der vorgefundenen Situation gemacht», heißt es im Bericht von KOK Lotz, der dem Thüringer Untersuchungsausschuss vorliegt. Wer zwingt den Beamten zur Herausgabe der Beweismittel?

https://www.compact-online.de/menzel-mundlos-mord/
Eigentlich gehört der Prozess gegen Zschäpe in diesem Zusammenhang eingestellt, das ist ein Konstrukt, eine Farce.

Wenn sie wegen anderer Delikte belangt werden soll, die vielleicht seit den 90er anhängig sind, dann kann man sich das auch sparen, denn abgesessen hätte sie dies längst
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Die erste Million ist immer die schwerste. Die anderen kommen dann wie von selbst, wie man sieht
Zuzug umkehren!

Das ist die Aufgabe der Konzernkünstler:
Kapitalmacht in Herrschaft umzusetzen. Sie setzen die Maßstäbe von “gut” und “böse”, bestimmen, “was man trägt”, “was in ist”, beeinflussen das Fühlen, Denken und Urteilen der Menschen, sind eifrige Diener einer Oligarchie, an die sich sich verkaufen, um das Volk weiterhin zu “verarschen”

(O-Ton von “Mister Dax” Dirk Müller).

Geändert von Aderyn (02.07.17 um 00:32 Uhr)
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Alt 07.10.17, 19:45   #12
Aderyn
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Die aktuelle COMPACT-Edition beschäftigt sich ausschließlich mit den NSU-Geheimakten, von denen einige offenbar bekannt wurden.

Diese Dokumente aus dem NSU-Untersuchungsausschuss legen mehr als nahe, das heißt, sie machen schlüssig, dass die offizielle Version nicht zu halten ist.

Schon der Titel beschriebt vielsagend: "Warum Beate zschäpe freigelassen werden muss"

und

"Skandal: 120 Jahre Aktensperre!"

Im Grunde reichen die Akten und Aussagen, die dort veröffentlicht wurden, völlig aus, um alles grundlegend zu erschüttern.
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(O-Ton von “Mister Dax” Dirk Müller).
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