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Alt 12.05.17, 01:37   #261
Leila
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Als bodenständige und erdverbundene Soziologin frage ich: Was hat Kopernikus auf Erden bewirkt?– Etwa Gerechtigkeit?

Ob die Erde um die Sonne oder die Sonne um die Erde kreist, kümmert mich angesichts des auf Erden herrschenden Elendes nicht. – Mir ist es einerlei, ob die Erde für eine Kugel oder für eine Platte gehalten wird. – Ich wünsche allen Menschen auf Erden ein glückliches Leben.

Das ist alles, was ich den auf Erden lebenden Menschen wünschen kann. – Mehr vermag ich nicht.

Aber nochmals zur Repetition:

Ich Unwissende, die weder weiß, wie alles begann, noch wie alles endet, lasse Vermutungen zu, wenn sie nicht als unbeweisbare bzw. unbewiesene Behauptungen von angeblichen Besserwissern (hochgelahrten Schriftgelehrten und sonstigen Märchenerzählern) als Wahrheiten verkündet werden. Gegen die vielen der menschlichen Einbildungskraft entsprungenen Vermutungen, die vom Anfang und Ende von allem handeln, vermag ich bloß mein Mißtrauen entgegenzusetzen.

Geändert von Leila (12.05.17 um 02:24 Uhr)
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Alt 12.05.17, 03:52   #262
Querulator
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Lieber Querulator!

Ich bin anderer Meinung als Du; und zwar deshalb, weil ich den Satz, daß alles endet, für eine unbewiesene Behauptung halte, die von Gläubigen der Religionsbegründer bis zum heutigen Tag nachgebetet wird. Denn wer behauptet, daß alles endlich ist, müßte aller menschlichen Logik gemäß auch Bescheid über den Anfang bzw. den Ursprung von allem Bescheid wissen.

Mir von Natur aus Skeptischen behagen zwei Dinge nicht, über welche Theologen und Astrophysiker erzählen, als es ob sie am Anfang von allem dabeigewesen wären: Nämlich Gottes Schöpfung, wie sie im Alten Testament oder in ‚wissenschaftlichen‘ Traktaten über den sogenannten Urknall beschrieben sind.

Ich Zweiflerin tauge deshalb nicht dazu, eine neue Religion oder Metaphysik zu begründen, weil ich schlicht und einfach nichts über den Anfang und das Ende von allem weiß.

Gruß von Leila
Liebe Leila!

Du irrst, wenn du meinst, meine Meinung dazu unterscheide sich wesentlich von deiner. Ich hätte mir vielleicht die lange Präambel sparen sollen, bevor ich zur wesentlichen Aussage kam:

Wie du selbst sinngemäß festgestellt hast, weiß niemand, ob alles endet. Es hat ja noch keiner erlebt, der es glaubhaft bezeugen könnte. Das lässt sich sowohl vom menschlichen Geist sagen als auch vom ganzen Universum, ob das nun endlich oder unendlich groß ist, was wir natürlich auch nicht wirklich wissen.

Dass alles ein Ende hätte, ist demnach Spekulation. Dass es kein Ende hätte, ist auch Spekulation. Und je nach Zeitgeist dominiert die eine oder die andere Spekulation, gilt die eine als selbstverständlich und die jeweils andere als vermessen oder töricht.

Aber intelligente Menschen, wie du und ich wissen, was schon Sokrates wusste, nämlich dass wir nichts wissen.
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Alt 12.05.17, 05:09   #263
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Zitat von Querulator Beitrag anzeigen
[…]
Dem Satz, daß wir nichts wissen, widerspreche ich so lange vehement, als andere auftreten, die behaupten, den Anfang und das Ende von allem zu kennen. Ihnen widerspreche ich meinem Wissen gemäß!
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Alt 12.05.17, 05:40   #264
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Nebenbei: Wenn jemand behauptet, der Ursprung von allem sei Gottes Werk oder der sogenannte Urknall gewesen, dann frage ich ihn, was vorher war. – Und zudem frage ich ihn: Bist Du am Anfang von allem als Beobachter dabeigewesen?
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Alt 12.05.17, 08:03   #265
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Neuen Vermutungen (oder unbewiesenen Behauptungen) gemäß werden wir Irdischen fortwährend von sogenannten „Neutrios“ durchdrungen, ohne daß wir dies mit unseren Sinnen empfinden können. – Physiker behaupten, daß diese „Neutrinos“ alles durchdringen können, selbst den Marmorstein. – In diesem Sinne zitiere den Text eines deutschen Schlagersängers:
„Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unsere Liebe nicht.
Alles, alles geht vorbei, doch wir sind uns treu.“
Klick!

Diesen Beitrag widme ich den auf Ehescheidungen spezialisierten Scheidungsanwälten.
Die Neutrino-Sache zeigt, wie sich etwas entdecken lässt, ohne dass man es entdeckt. Von einem Schweizer namens Wolfgang Pauli in diesem Fall! Als man bei der Erforschung der Radioaktivität feststellte, dass etwas nicht so stimmte, wie man es nach als dem Satz von der Erhaltung der Energie bzw. dem von der Erhaltung des Impulses annehmen musste – beide ganz wichtig beim Billardspielen und für das da:




Und so forderte er: „Da muss es noch ein Teilchen geben.“ Das entdeckte man erst Jahrzehte später auf indirektem Weg und nannte es „Neutrino“. Mittlerweile kennen die Eierköpfe 6 Arten von Neutrinos und nennen das von Pauli geforderte „Elektron-Antineutrino“.

Einstweilen sind sich die Fachleute nicht einmal einig, ob ein Neutrino überhaupt Masse enthält oder laut Einstein erst welche gewinnt, wenn es sich sehr schnell bewegt, nämlich fast mit der Lichtgeschwindigkeit. Und da es auch nicht elektrisch geladen ist, reagiert es kaum mit der Materie, die es durchfliegt, denn die besteht aus viel mehr Abstand als aus Materieteilchen.

Und jetzt kommt der Knall, der Urknall nämlich: Seit man davon ausgeht, dass das Univerum durch einen solchen entstanden sei, überlegen sich die Eierköpfe, woraus es denn bestanden hätte in den ersten Sekundenbruchteilen seiner Existenz, als Elementarteilchen wie die heutigen in jenem System gar nicht existieren konnten. So nahm man an, die auseinanderfliegende Materie hätte aus lauter Neutrinos bestanden, also lauter gleichen, unstrukturierten Teilchen. Wie können aber in diesen Teilchen die Naturgesetze enthalten gewesen sein, nach denen sich die immer wiederkehrenden Strukturen von Elementarteilchen und daraus aufgebauten Atomen gebildet haben? Aus Atomen entstanden Moleküle und aus diesen bildeten sich Materiestücke komplexerer Natur, bis sogenannte Zellen entstanden, die sich selbst reproduzieren können, also Lebewesen, die sich schließlich zu mehrzelligen Lebewesen bis hin zum Menschen entwickelten.

Aus dieser Entwicklungsgeschichte vom Urknall bis zum Menschen geht hervor, dass alles im Universum, einschließlich des Menschen, aus gleichartigen Materieteilchen geringer Komplexität entstanden ist, die demnach bereits alle Voraussetzungen zur Bildung bestimmter Strukturen einschließlich des Menschen in sich haben. Dann müssen sie aber mehr Information enthalten als die menschliche Erbmasse, die letztlich auch daraus entstanden ist und aus der nur die Struktur des menschlichen Körpers hervorgeht, wenn auch nur vom Potential her. Das erscheint paradox, ergibt sich aber aus der anerkannten Naturwissenschaft.

Natürlich lassen sich auch aus gleichartigen Bauklötzen geordnete Strukturen zusammenbauen, durch Einwirkung des menschlichen Geistes. Sollte eine geordnete Struktur durch das Zufallsprinzip entstehen, hätte sie zwar eine bestimmte Entstehungswahrscheinlichkeit, würde sich aber nicht aus sich selbst reproduzieren.

So gesehen ist es plausibel, ein Prinzip zu postulieren, welches die Strukturen, die sich aus der Urmaterie gebildet haben, vorgibt, das entweder in der Urmaterie enthalten ist oder sie begleitet oder umgibt oder einfach vorhanden ist und alles durchdringt.
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Alt 12.05.17, 08:19   #266
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Dem Satz, daß wir nichts wissen, widerspreche ich so lange vehement, als andere auftreten, die behaupten, den Anfang und das Ende von allem zu kennen. Ihnen widerspreche ich meinem Wissen gemäß!
Sokrates' Ausspruch ist ja nicht so wörtlich zu nehmen, kam er doch ausgerechnet von einem Menschen, der mehr wusste als die meisten seiner Zeitgenossen. Er meinte wohl etwas Ähnliches wie ich, wenn ich sage: „Je mehr ich lernte, umso mehr wurde mir bewusst, wie viel ich nicht weiß.“

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Nebenbei: Wenn jemand behauptet, der Ursprung von allem sei Gottes Werk oder der sogenannte Urknall gewesen, dann frage ich ihn, was vorher war. – Und zudem frage ich ihn: Bist Du am Anfang von allem als Beobachter dabeigewesen?
Wer behaupten kann, vom Anfang bis zum Ende alles zu wissen – „sofern es überhaupt Anfang und Ende des Universums gibt“ – müsste sich außerhalb des Raum-Zeit-Gefüges aufgehalten haben, wo vielleicht die saturnische (chronische) Zeit nicht existiert und man wie Uranus (Janus) von einem Zeitpunkt aus beide Richtungen, Vergangenheit und Zukunft, überblicken kann. Janus soll auf seinem Kopf bekanntlich vorne und hinten ein Gesicht haben. Wer dir das nicht glaubhaft vermitteln kann, den kannst du einen Hochstapler nennen.
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Alt 12.05.17, 14:05   #267
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[…]
Da ich Sokrates nicht mehr fragen kann, was er genau meinte, spreche ich zu Dir, so gut ich kann.

In der Stadt Basel sind laut dieser statistischen Erhebung 44,7 Prozent der Bewohner konfessionslos (was mich beinahe halbwegs glücklich stimmt).

Im Ernst: Auch mich interessieren die mir unbekannten Neutrino, die Dich und mich angeblich unablässig durchdringen! Und ich gestehe Dir freimütig, daß ich Gespräche liebe, die vom Anfang und Ende von allem handeln. – Nur drei größere Vergnügen kommen mir jetzt in den Sinn: Die geistige und körperliche Zuneigung meines Mannes, die Wißbegierde meiner Kinder und Kindeskinder, die mich Unwissende für eine Weise halten – und die Musik!

Empfange meinen herzlichen Gruß von mir aus dem Baselbiet.

Leila

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Alt 12.05.17, 16:23   #268
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Theoretiker sind solche, die die Praxis anderer für sich selbst auszunützen wissen; und in diesem Sinn sind auch sie Praktiker.
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Alt 12.05.17, 22:35   #269
Trashcansinatra
HEIL KITLER!!!
 
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Nebenbei: Wenn jemand behauptet, der Ursprung von allem sei Gottes Werk oder der sogenannte Urknall gewesen, dann frage ich ihn, was vorher war. – Und zudem frage ich ihn: Bist Du am Anfang von allem als Beobachter dabeigewesen?
Es ist alles grenzwertig. Die 100%ige Gewissheit wird nie erreicht werden.

Das gilt für die Wissenden. Die Gläubigen werden sogar nicht über die 20%-Grenze hinauskommen.
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ZA DOBAR ŽIVOT - SPREMNI!!!
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Alt 12.05.17, 22:54   #270
Praia61
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Es ist alles grenzwertig. Die 100%ige Gewissheit wird nie erreicht werden.

Das gilt für die Wissenden. Die Gläubigen werden sogar nicht über die 20%-Grenze hinauskommen.
Es gibt wissende Gläubige, deren Wissen den Wissenden nicht nachsteht, und diese sind den Wissenenden um des Glaubens voraus.
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Ignoriert sind: panay, Dobermann, Reiner Zufall,weissglut
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