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Alt 03.05.17, 20:46   #31
Aderyn
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Zitat:
Zitat von Redwing Beitrag anzeigen
Und nun zum Text:

Leute, es ist an der Zeit zu begreifen, daß all die negativen Dinge, wie etwa ausufernde Armut und Dumpinglöhne, Gammelfleischskandal hier, Klinikskandal dort, Rationalisierungsorgien, etc. alles bloß Symptome von etwas sind - Resultate und nicht Ursachen. Und jeder, der diese Dinge kritisiert, aber nicht konsequent das System dahinter, ist meines Erachtens naiv und/oder ein Heuchler. Zu alledem und vielem mehr nun dieser Text.

Mittlerweile dürfte jedem, der nicht unter extremem Realitätsverlust leidet, eigentlich klar sein, daß dieses System am sterben ist und keine Herumdokterei der Welt es mehr dauerhaft retten kann.
...
Eigentlich war hier die allgemeine Beurteilung, wie sie auch andere treffen würden, beendet.

Aber eine Frage:
Zitat:
Daß „Kapitalismus light“ gegen aggressiven Normalkapitalismus auf Dauer nicht bestehen kann, ist klar, denn nur echter Sozialismus und vielleicht auch Kommunismus kann funktionieren und ist nahezu hieb- und stichfest sowie durchdacht von A bis Z.
Worauf basiert Deine Behauptung, dass denn nur echter Sozialismus und vielleicht auch Kommunismus funktionieren kann und was verstehst Du unter "funktionieren"?
Oder anders gefragt, für wen und wie soll es funktionieren und warum und wie begründest Du das?

Und Frage 2: woher glaubst Du beurteilen zu können, dass Kommunismus "nahezu hieb- und stichfest sowie durchdacht von A bis Z" ist?
Mal abgesehen von den Abgründen, die sich in der Person Marx versammelten, aber er lebte im 19. Jahrhundert, wir im 21. Jahrhundert.
Er beurteilte gesellschaftliche Prozesse, die es in dieser Konstellation so heute nicht mehr gibt. Im Grunde gibt es nicht einmal mehr die Arbeiterklasse, auch gibt es nicht die himmelschreiende Not von damals.
Sicher, es gibt andere Formen von Armut- aber auf einem anderen Niveau.

Der reale Sozialismus (Kommunismus gab es nicht ansatzweise) scheiterte u.a. ganz einfach an den realen Menschen, einerseits an idiotischen Funktionären, andererseits an Menschen, die gegen die äußeren Repressionen (z.B Ende der 40er und 50er Jahre) inneren Widerstand entgegensetzten, also innerlich längst gekündigt hatten. Es scheiterte an ganz banalem Egoismus und sich daraus ergebenden Konsequenzen, wenn es ein Massenphänomen wird- manche würde das als Bewußtseinsfragen einordnen.
Da kommen wir zum Punkt- wie soll es gehen, ohne die Menschen dabei mit auf einen - vor allem - gangbaren Weg zu bringen, den sie auch annehmen können?
Von all den äußeren Widerständen und Anfeindungen, Boykotten etc. mal ganz abgesehen. Das blenden wir mal aus- ich wollte den Blick nur auf die Menschen selbst lenken.

Viele begehen auch heute noch den (Denk)Fehler und meinen, die Masse der Menschen würde schon bereitstehen und geschlossen im Denken, Wollen und Handeln einer wie auch immer gerarteten Zukunft entgegenstreben.
Zunächst dürfte schon der simple Aspekt, nämlich die individuelle Vorstellung von dem, was man (für sich) als gut und wünschenswert erachtet, dafür sorgen, dass die Menschen eben nicht mal eben bereitstehen und lediglich von jemandem "die Richtung" gezeigt bekommen wollen.

Zitat:
Was soll daran bitte schön nicht funktionieren, wenn die Arbeit, für die sich sonst einer alleine abrackern müßte, von zwei Menschen getan wird, die es dann leichter haben, nur circa die halbe Zeit brauchen und früher nach Hause gehen können? So hingegen ist einer arbeitslos und der andere rackert sich tot. Wenn es keine reichen Leute mehr gibt und alle Menschen für ihre Arbeit gerechterweise weitgehend den gleichen Betrag ausgezahlt bekommen, dann wäre genug Geld da, um den ganzen Teilzeitarbeitern trotzdem ihren vollen Lohn (oder mehr) auszuzahlen.
Was verstehst Du unter "reich"?

Was wir hier besitzen, dürfte für andere schon unerreichbar sein.
Wenn ich z.B. an die Zeit vor der Wende zurückdenke: wir hatten eine große Wohnung, die sich jeder hätte leisten können, allerdings unsaniert, mit Plumpsklo eine Treppe tiefer und ohne Bad, Ofenheizung. Die Eltern hatten Arbeit, Einkommen, konnten davon Miete, Strom, Kleidung, Nahrung bezahlen.
Konsumorientierung, so wie heute, als Ersatzbefriedigung für was auch immer, gab es damals so nicht- auch mangels Angeboten bzw. waren Luxusgüter- z-.B. ein Fernseher richtig teuer.
Bücher waren dagegen sehr preiswert, ebenso wie Kulturbesuche an sich.
Heute schaut man gern abfällig auf die damalige Lebenssituation zurück. Vergleicht man aber, woraus diese entstand und wie es z.B. 100 Jahre vorher aussah, war das bereits wesentlich mehr an Lebensstandard und soz. Sicherheit, also für die Masse gesehen.

Dennoch schaute und schielte alles gern auf "Westprodukte" und vergaß recht schnell all dieses für die Masse Erreichte nach der Wende, zugunsten von Kitsch und Co.
Heute wünschen sich die Leute "ihre Ostprodukte" wieder, die sie 1990 vollkommen ignorierten, dabei übersehend, dass sie damit selbst mit Hand anlegten, ihre eigenen Arbeitsplätze abzusägen, denn wenn nichts verkauft wird, hat der Betrieb irgendwann ein Problem mehr.

Vergleiche ich aber das, was ich zum Leben besitze, mit dem, was man damals hatte, ist an materiellen Gütern (ohne, dass ich viel verdienen würde) einiges dazugekommen, an was früher nicht zu denken war. Mal davon abgesehen, dass durch verschiedene Umstände sich das auch wieder ändern könnte.
Aber zum Konsumjunkie bin ich nicht geworden, eher sparsam.
Im Vergleich zu anderen - das ist immer relativ- bin ich entweder eine arme Suppe oder reich an materiellen Dingen bzw. auf den Zugriff auf Ressourcen bezogen.

Außerdem denke ich, dass Du den Fehler begehst, wenn Du von Arbeits- und Einkommensverteilung im globalen Maßstab schreibst, dass Du den westlichen Maßstab auf andere Völker und deren Wollen anlegst, ohne deren Wollen zu kennen und ohne deren Umstände, kulturellen Aspekte zu berücksichtigen.
Wer sagt denn, dass andere überhaupt das gleiche "Interesse" an Arbeit haben, wie z.B. wir hier in den westl. Ländern?

Du hast so viel geschrieben- ein Gedankenkonstrukt, was aufeinander aufbaut, wobei ich noch nicht alles gelesen habe.
Aber Du siehst, ich ziehe ein paar wenige Bausteine heraus und hinterfrage sie, wobei dann klar sein dürfte, dass das Konstrukt dann insgesamt nicht mehr funktionieren kann.

Vielleicht solltest Du anfangen, weniger festzustellen und als "geklärt" anzunehmen, sondern anfangen, mehr zu fragen und zu hinterfragen und nicht bei ersten scheinbaren "Erkenntnissen" stehenzubleiben. Das dürfte zwar frustrierender sein, aber schafft durchaus eigene Erkenntnisse. Und gerade das, der eigene Kompass, das dürfte heute immens wichtig sein.
__________________
Die erste Million ist immer die schwerste. Die anderen kommen dann wie von selbst, wie man sieht
Zuzug umkehren!

Das ist die Aufgabe der Konzernkünstler:
Kapitalmacht in Herrschaft umzusetzen. Sie setzen die Maßstäbe von “gut” und “böse”, bestimmen, “was man trägt”, “was in ist”, beeinflussen das Fühlen, Denken und Urteilen der Menschen, sind eifrige Diener einer Oligarchie, an die sich sich verkaufen, um das Volk weiterhin zu “verarschen”

(O-Ton von “Mister Dax” Dirk Müller).

Geändert von Aderyn (03.05.17 um 22:14 Uhr)
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Alt 05.06.17, 19:29   #32
Redwing
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Standard Antwort - Teil 1

Na, da ich eh grad zu Gast im kleinen Außenposten Arenatien bin, um Operation Restauration abzuschließen (nun sind auch die fehlenden Subflaggtexte wieder da in der Redwing-Flotte), lasse ich mich noch mal herab hier, aber gewiß nicht mehr dazu, auf armselige Sparzeiler-Spambots wie Mirage und diesen anderen Clown da zu reagieren, die quasi schon zugeben, es ohnehin nicht (richtig) gelesen zu haben, aber trotzdem ihr medial verblödetes Maul dazu aufreißen müssen. Wie ich es mir vorstelle, steht genau in diesem Text, und ich habe jede einzelne Zeile selbst erdacht und formuliert; copied & pasted war es lediglich deshalb, da der Text schon vor längerer Zeit von mir geschrieben und in zahlreichen anderen Foren veröffentlicht wurde (allerdings mitunter immer wieder erweitert). Ja, und auch als Druckversion gibt es ihn. 8-)

Solche argumentbefreiten Provo-Pausenclowns wie Mirage gibt es in jedem Forum, und wer was auf sich gibt, der entfernt diesen störenden, nutzlosen Müll zwischen den Texten derer, die wirklich was zu sagen haben.
Aber müllt ruhig weiter; mit jeder weiteren Spamzeile offenbart ihr euch und eure luftleere Sache, sofern da überhaupt eine ist, ein Stück mehr vor den seriöseren Lesern... 8-)

Zitat:
Zitat von Aderyn Beitrag anzeigen
Eigentlich war hier die allgemeine Beurteilung, wie sie auch andere treffen würden, beendet.
Häh? ...Bei mir zumindest fängt es damit erst an. 8-)

Zitat:
Oder anders gefragt, für wen und wie soll es funktionieren und warum und wie begründest Du das?
Für die 99% und nicht, wie der Kapitalismus, für die 1% der Weltbevölkerung soll das funktionieren, da ich das irgendwie für ausgewogener und gerechter halte, und es steht im Text, wie das funktionieren kann. Wer den natürlich nicht richtig liest oder einfach nicht begreift... Der Text deckt schon so ziemlich alles Relevante erstmal ab, wenn sicher auch nicht in jedem Pupsdetail, denn er reifte über viele Jahre hinweg. Von daher hab ich jetzt keine große Lust, mich hier noch mal zu wiederholen.

Zitat:
Und Frage 2: woher glaubst Du beurteilen zu können, dass Kommunismus "nahezu hieb- und stichfest sowie durchdacht von A bis Z" ist?
Meine Variante jedenfalls ist es, denn ein System, das auf dauerhafter Ausgewogenheit durch stabile Zyklen (Einkommen-Ausgaben-Kreislauf, etc.) und gleichmäßiger, staatlich organisierter Verteilung von Arbeit und Konsummitteln basiert, das ist einem ungerechten Ego-System der wachsenden Instabilität aufgrund expansiv-kumulativer Gefällebildung, wie sie kapitalismusimmanent ist, schlichtweg überlegen. 8-) Das ist ein allgemeines Mit- und nicht Gegeneinander.

Zitat:
Im Grunde gibt es nicht einmal mehr die Arbeiterklasse, auch gibt es nicht die himmelschreiende Not von damals.
Sicher, es gibt andere Formen von Armut- aber auf einem anderen Niveau.
Jetzt mal davon abgesehen, daß mir wurscht ist, was Marx gemacht hat, wenn er auch sicher auf dem richtigen Weg war, ist es ebenso wurscht, daß die Arbeiterklasse kleiner geworden ist (in den paar Industrieländern zumindest), denn fast sämtliche Arbeitnehmer (und nicht nur die) zählen zu den 99% und werden mehr oder weniger ausgebeutet und unterdrückt. Und die Armut wächst in gleichem Maße wie der sich mit exponentieller Geschwindigkeit ausbauende Überfluß bei den 1%, was statistisch nachweisbar ist, denn das eine bedingt das andere. Ich weiß also nicht, was für ein Medienopfer du bist oder von welchem Planeten aus du schreibst, aber davon abgesehen, daß 85% der Menschen immer noch in Armut der dritten Welt angehören meines Wissens, werden selbst die Klüfte in den paar "Gewinnerländern" immer größer und schwindet die Mittelschicht, wovon die meisten nach unten absacken.... Dieser Prozeß ist auch noch längst nicht abgeschlossen, sofern man nicht alsbald endlich einen Riegel davorschiebt, denn gerade dieses paradoxe, kannibalistische System hat ein Problem, wenn immer mehr Menschen die Mittel für den systemnotwendigen Konsum entzogen werden... 8-)

Zitat:
...
Da kommen wir zum Punkt- wie soll es gehen, ohne die Menschen dabei mit auf einen - vor allem - gangbaren Weg zu bringen, den sie auch annehmen können?
Von all den äußeren Widerständen und Anfeindungen, Boykotten etc. mal ganz abgesehen. Das blenden wir mal aus- ich wollte den Blick nur auf die Menschen selbst lenken.
Steht ebenfalls im Text; erstens muß der Sozialismus natürlich auch gewissenhaft, konsequent und einfach richtig durchgezogen und da kein Staatskapitalismus bloß oder eine Light-Variante gewählt werden, zweitens wird das wachsende Leid im (erneut) sterbenden Kapitalismus mit seiner extremen Gefällebildung die Akzeptanz für eine echte Alternative schon erhöhen. Und wenn die Macht dieser gekauften Medien erstmal gebrochen ist, wo der Wirtschaftsnuttenstaat und betuchte Chefs und Chefredakteure dem Volk eintrichtern, was für die reiche Minderheit von Interesse ist, aber nicht für die breite Masse des Volkes.

Zitat:
...
Zunächst dürfte schon der simple Aspekt, nämlich die individuelle Vorstellung von dem, was man (für sich) als gut und wünschenswert erachtet, dafür sorgen, dass die Menschen eben nicht mal eben bereitstehen und lediglich von jemandem "die Richtung" gezeigt bekommen wollen.
Also, die Geschichte sagt mir - und ich sehe da heutzutage leider keinen großen Unterschied -, daß Mehrheiten stets oder fast stets eine, gelinde gesagt, ziemlich uninteressierte Masse von Mitläufern waren, die sehr wohl einer gewissen Führung bedurften und dies oftmals sogar wollten - aber dann leider nur zu oft die falsche bekamen, welche die Umstände für sich ausnutzte. (R)evolution ging dagegen stets von nicht selten ihrer Zeit vorausgewesenen Einzelpersonen oder kleineren Bewegungen aus... 8-)

Zitat:
Was verstehst Du unter "reich"?
Alberne Spitzfindigkeiten, die nichts an der Grundsache und der Gefällebildung ändern, aber wenn du unbedingt irgendwelche Zahlen hören willst, meinetwegen 500.000 Euro Vermögen aufwärts. Da fängt es in etwa an, endet dort aber noch lange nicht...

Zitat:
Was wir hier besitzen, dürfte für andere schon unerreichbar sein.
Es gibt aber nicht nur das hier und ganz gewiß nicht bloß den Wahrnehmungsbereich irgendwelcher Einzelpersonen in ihrem Biotop... 8-)

Zitat:
Konsumorientierung, so wie heute, als Ersatzbefriedigung für was auch immer, gab es damals so nicht- auch mangels Angeboten bzw. waren Luxusgüter- z-.B. ein Fernseher richtig teuer.
Bücher waren dagegen sehr preiswert, ebenso wie Kulturbesuche an sich.
Heute schaut man gern abfällig auf die damalige Lebenssituation zurück. Vergleicht man aber, woraus diese entstand und wie es z.B. 100 Jahre vorher aussah, war das bereits wesentlich mehr an Lebensstandard und soz. Sicherheit, also für die Masse gesehen.
Was hat das mit besser verteiltem Wohlstand zu tun? Pioniersachen sind immer teurer; das hat was mit dem Zeitpunkt von Erfindungen zu tun. Nun ist das halt Massenware, die sich teils auch Menschen mit mäßigem Einkommen leisten können (zumindest in bestimmten Ländern). Trotzdem wachsen die Gefälle weiter an, je näher der laufende Kapitalismuszyklus seit dem letzten Reset (um den zweiten Weltkrieg rum) sich wieder dem Ende der Fahnenstange nähert. Ein Fernseher heute ist nicht mehr vergleichbar mit einem Fernseher damals statustechnisch. Jetzt mal davon abgesehen, daß es noch viel schlimmer als jetzt kommen kann. Von den USA, die ihre ohnehin getürkte Armuts- und Arbeitslosenstatistik mit Obdachlosigkeit, Knast, Mord, etc. frisieren, will ich gar nicht erst anfangen - oder sowas wie Spanien, wo Arme und Arbeitslose einfach aus der Statistik wegemigriert werden -, aber auch das Ha(r)tz4-Staatsterrorismusprojekt zwecks weiterer Wirtschaftsverhätschelung garantiert Menschen nicht mehr ihr vom GG eigentlich zugesichertes Existenzminimum. Und sie wachsen, die Obdachlosenzahlen, aber sind natürlich raus aus der Statistik dann... ;-P

Also erzähl mir hier nichts vom Wolkenkuckucksheim; die Armut und die Gefälle wachsen stetig an, so wie auch der Überfluß bei einer reichen Minderheit. Und die neoliberalen Parteienkartelle tun nichts, um das zu bremsen, eher im Gegenteil.

Zitat:
..., denn wenn nichts verkauft wird, hat der Betrieb irgendwann ein Problem mehr.
Yepp, im Kapitalismus mit seiner darwinistischen, BWL-horizontbeschränkten Privatwirtschaft; in meinem Neosozialismus dagegen ist der weitsichtige (Volks)staat der Arbeitgeber und produziert/leistet bedarfsorientiert und ausgewogen an die Situation angepaßt. 8-)

Zitat:
...Mal davon abgesehen, dass durch verschiedene Umstände sich das auch wieder ändern könnte.
Und daran arbeitet man fleißig und erzielt stets neue "Erfolge"... :-P

Zitat:
Außerdem denke ich, dass Du den Fehler begehst, wenn Du von Arbeits- und Einkommensverteilung im globalen Maßstab schreibst, dass Du den westlichen Maßstab auf andere Völker und deren Wollen anlegst, ohne deren Wollen zu kennen und ohne deren Umstände, kulturellen Aspekte zu berücksichtigen.
Wer sagt denn, dass andere überhaupt das gleiche "Interesse" an Arbeit haben, wie z.B. wir hier in den westl. Ländern?
Ich lege gar keine westlichen Maßstäbe an, aber ich denke, nirgendwo steht einer groß darauf, arm zu sein und im Dreck zu verrecken, und Arbeit wird wohl überall mehr oder weniger als notwendiges Übel angesehen, das sich bei gerechterer Verteilung aber minimieren läßt. Kommt natürlich auch immer darauf an, was den Leuten so eingetrichtert wird...
Jedenfalls gibt es global wie auch national intern überall dasselbe Problem: das einer wachsenden und bereits großen Ungleichverteilung und reicher Minderheiten als Ursache nebst deren System... 8-/

...
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Geändert von Redwing (05.06.17 um 19:44 Uhr)
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Alt 05.06.17, 19:32   #33
Redwing
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Standard Antwort - Teil 2

Zitat:
Du hast so viel geschrieben- ein Gedankenkonstrukt, was aufeinander aufbaut, wobei ich noch nicht alles gelesen habe.
Aber Du siehst, ich ziehe ein paar wenige Bausteine heraus und hinterfrage sie, wobei dann klar sein dürfte, dass das Konstrukt dann insgesamt nicht mehr funktionieren kann.
OK, gut, daß du es wenigstens zugibst, wenn auch spät (sonst hätte ich schon eher aufgehört, meine Zeit mit dir zu verschwenden), denn wer nur aus dem Zusammenhang gerissene Bruchteile eines Textes liest, der muß sich nicht wundern, wenn er es nicht versteht oder dumme Fragen stellt, die längst behandelt wurden. Diskussion beendet. :-(
Und deine Illusionen seien dir gelassen von wegen, hier funktioniert was nicht wegen deiner naiven Einwürfe... 8-)

Zitat:
Vielleicht solltest Du anfangen, weniger festzustellen und als "geklärt" anzunehmen, sondern anfangen, mehr zu fragen und zu hinterfragen und nicht bei ersten scheinbaren "Erkenntnissen" stehenzubleiben. Das dürfte zwar frustrierender sein, aber schafft durchaus eigene Erkenntnisse. Und gerade das, der eigene Kompass, das dürfte heute immens wichtig sein.
Ja, dann fragt ewig weiter und frag und fragt, angesichts eines offenkundig ungerechten, instabilen, endlichen Gefällesystems, das eine Alternative unabdingbar macht, während tagtäglich Menschen verrecken und in Armut perspektivenlos dahinvegetieren; ich glaub, ich muß kotzen! :-P

PS: Na, ich seh schon; mit diesen lächerlichen Minitexten, die erlaubt sind pro Box, ist Arenatien eh mehr auf oberflächlichen Spam denn auf ausführliche, argumentative Diskussionen ausgelegt; bin dann mal wieder weg... 8-)
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Alt 05.06.17, 19:43   #34
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Ein System funktioniert, wenn die in diesem System Gefangenen funktionieren. Wer nicht funktioniert, wie das System es gebietet, wird vom System formatiert: Auch ein 1,85 m großer Homo Sapiens lässt sich in eine
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Und das alles wegen Hitler.




Ich bin ein Freund der Augiasburger Puppenkiste.
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Alt 05.06.17, 23:43   #35
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Zitat:
Zitat von Redwing Beitrag anzeigen
Volltextzitat/

...
Was mir sofort beim Lesen Deiner Antwort auffällt, dass Du nicht konkret wirst, sondern Dich in vagen und nebulösen Andeutungen ergibst und außerdem vollkommen unberücksichtigt läßt, dass es weltweit kaum ein gemeinsames, einzigstes Interesse der "Unterdrückten" gibt.
Das hat auch etwas mit den Kulturen zu tun, der unterschiedlichen Geschichte und dem unterschiedlichen Entwicklungsstand.

Werde doch mal richtig konkret.
Ganz konkret, so und so und so - also substanziell und nicht nur allgemeines Bla

Hier ein typisches Beispiel von Dir:
Zitat:
Meine Variante jedenfalls ist es, denn ein System, das auf dauerhafter Ausgewogenheit durch stabile Zyklen (Einkommen-Ausgaben-Kreislauf, etc.) und gleichmäßiger, staatlich organisierter Verteilung von Arbeit und Konsummitteln basiert, das ist einem ungerechten Ego-System der wachsenden Instabilität aufgrund expansiv-kumulativer Gefällebildung, wie sie kapitalismusimmanent ist, schlichtweg überlegen. 8-) Das ist ein allgemeines Mit- und nicht Gegeneinander.
Bla, Sorry, aber etwas anderes ist es nicht.

oder hier:
Zitat:
Zitat:
Was verstehst Du unter "reich"?
Alberne Spitzfindigkeiten, die nichts an der Grundsache und der Gefällebildung ändern,
Zuerst würgst Du die Frage ab, um dann wieder mit Allgemeinplätzen zu antworten, dabei war die Frage sehr ernst gemeint: was verstehst Du unter "reich"?
Das ist doch eine ganz konkrete Frage. Und inwieweit Du sie global beantworten willst/kannst, wird man sehen.
Und komm bitte nicht mit irgendwelchen Geldbeträgen, sondern fasse das doch mal in eine Qualität.

Und 500.000,- Vermögen- da ist man doch nicht reich. Was Du so für Vorstellungen hast. Was ist, wenn derjenige gleichzeitig Schulden hat? Es reicht ja schon ein simples Einfamlienhaus heutzutage- für das sich Leute haushoch verschulden, über Jahre, Jahrzehnte- sind die nun reich? Und die willst Du verschwinden lassen?
Ich darf erinnern: " Wenn es keine reichen Leute mehr gibt ...."
und: "... meinetwegen 500.000 Euro Vermögen aufwärts. Da fängt es in etwa an,..."

Zitat:
Ich lege gar keine westlichen Maßstäbe an, aber ich denke, nirgendwo steht einer groß darauf, arm zu sein und im Dreck zu verrecken, und Arbeit wird wohl überall mehr oder weniger als notwendiges Übel angesehen, das sich bei gerechterer Verteilung aber minimieren läßt.
Doch, das tust Du wohl. Wie anders denn auch sonst? Oder kannst Du mal darstellen, was die Menschen in anderen Länder oder gar Kontinenten bewegt? Welche gesellschaftlichen Vorstellungen und Ideale diese dort haben?


Aber wieder zurück zu Deinen Allgemeinplätzen:

Was soll denn das sein, ein System mit "dauerhafter Ausgewogenheit durch stabile Zyklen (Einkommen-Ausgaben-Kreislauf, etc.) und gleichmäßiger, staatlich organisierter Verteilung von Arbeit und Konsummitteln basiert..."

Was genau? Und wie konkret? Und wie soll es umgesetzt werden?
Und wie willst Du die Menschen dazu bringen, sich daran zu beteiligen?
Ich meine nicht nur hier in Europa- wobei Du das natürlich alles aus rein europäischer Sicht- deutscher Sicht betrachtest.
Hast Du denn schon mal einen Asiaten gefragt, was der will und wie der das sieht?
Nein.

Und glaubst Du denn, jemand könnte Dir ins Gehirn schauen und Deine Gedankenbilder und Vorstellungen visualisieren, die Du jeweils dazu hast?
Du bringst auch keine Zahlen. Nur Allgemeinplätze.

Stell Dir mal Folgendes vor: Man würde Dich sozusagen zum neuen Messias ausrufen (bitte nicht gleich überschnappen- ist nur rein theoretischer Natur ) und die Leute würden Deine Gedanken umsetzen wollen.
Wo fangen sie an? Was tun sie?
Nun kommen sie, und fragen genau nach, wollen Zahlen, wieviel sie tun müssen usw. - was wirst Du ihnen sagen?
Du würdest sagen: "hey Leute, das war doch nur so n Gedankenmodell, war noch nicht fertig, ich weiß das doch auch nicht, ich habe es noch nie gemacht..."

Was meinst Du, wie "froh" die Menschen darüber wären, in solch einer Situation solch ein Bekenntnis zu hören- davon abgesehen, dass diese Menschen schon sehr naiv sein müßten, nur auf Grund solcher Allgemeintexte loszumarschieren

Zitat:
OK, gut, daß du es wenigstens zugibst, wenn auch spät (sonst hätte ich schon eher aufgehört, meine Zeit mit dir zu verschwenden), denn wer nur aus dem Zusammenhang gerissene Bruchteile eines Textes liest, der muß sich nicht wundern, wenn er es nicht versteht oder dumme Fragen stellt, die längst behandelt wurden. Diskussion beendet. :-(
So ist es gar nicht. Ich habe schon einen abgeschlossenen Teil gelesen. Und daraus ergab sich schon das Bild, wie ich es kurz skizzierte.
Klar gefällt Dir das nicht.

Aber hat Dich denn jemand gebeten, soviel zu schreiben? War es eine Auftragsarbeit? Nein.
Du kannst also nicht erwarten und warum solltest Du es auch können, dass Du etwas schreibst, und damit Verzückung auslöst.
Dazu hast Du- sorry, wenn ich das mal so sage, einfach zu wenig Lebenserfahrung und vermutlich auch zu wenig Wissen.
Es ist doch völlig normal, dass solche Texte hinterfragt werden und auch zwíschen den Zeilen gelesen wird.
Das macht Deine Texte jetzt nicht wertlos.
Erstens sind sie für Dich eine Übung. Zudem solch markanter Widerspruch Dir sagen muß, dass sie eben nicht schlüssig sind, Deine Texte und Denkfehler beinhalten bzw. Deine Wissenslücken aufzeigen. Also kannst Du daraus lernen.
Das Gleiche gilt für jeden, der sie liest, man kann sich damit auseinandersetzen, darüber nachdenken und wird somit angeregt.
Ich würde sagen, damit hast Du trotzdem etwas bewirkt. Ist das denn nichts?

P.S. Überheblichkeiten ("...sonst hätte ich schon eher aufgehört, meine Zeit mit dir zu verschwende...")("..lasse ich mich noch mal herab hier, .."), Eingeschnapptheiten ("...Ja, dann fragt ewig weiter und frag und fragt,...ich glaub, ich muß kotzen!...") oder angedeutete Herabsetzungen, wie ich sie herauslas, ändern doch letztlich nicht das Geringste am mangelhaften Inhalt Deiner Texte sondern weisen eher Dich als schlechten Diskussionspartner aus und als jemanden, der fehlendes Wissen und fehlende Argumente durch rotzige Arroganz oder Überheblichkeit auszugleichen versucht.
Kann man ja machen, wenn man der Kerl dazu ist- aber bei Dir wirkt das eher... nennen wir es mal unvorteilhaft ()
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Das ist die Aufgabe der Konzernkünstler:
Kapitalmacht in Herrschaft umzusetzen. Sie setzen die Maßstäbe von “gut” und “böse”, bestimmen, “was man trägt”, “was in ist”, beeinflussen das Fühlen, Denken und Urteilen der Menschen, sind eifrige Diener einer Oligarchie, an die sich sich verkaufen, um das Volk weiterhin zu “verarschen”

(O-Ton von “Mister Dax” Dirk Müller).

Geändert von Aderyn (06.06.17 um 00:46 Uhr)
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Alt 06.06.17, 00:30   #36
Querulator
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Zitat von Mirage Beitrag anzeigen
Vor Satzzeichen kommen keine Leerzeichen, den Rest klär ich sicher nicht mit dir.
Und sag artig danke, nicht aus Trotz weiter falsch machen.
Gern geschehen
Doch, sie kommen, siehst du ja! Besonders in WildSwans Texten!
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Alt 06.06.17, 01:00   #37
qwertzuiop
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Zitat:
Zitat von Querulator Beitrag anzeigen
Doch, sie kommen, siehst du ja! Besonders in WildSwans Texten!
Das ist das "Nichts", von dem er schrieb.
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Und das alles wegen Hitler.




Ich bin ein Freund der Augiasburger Puppenkiste.
Meine Lieblingsmarionette: "Ministerpräsident Horst Seehofer".
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