Politikarena.net

Zurück   Politikarena.net > Diskussionen > Wirtschaft – Finanzen – Arbeit

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 27.06.17, 09:58   #1
franzjosefsmaus
Wehrhafter Demokrat
 
Benutzerbild von franzjosefsmaus
 
Registriert seit: Jun 2017
Ort: Am schönsten Fleck.
Beiträge: 6
franzjosefsmaus ist auf einem guten Weg.
Standard Die Arbeit wird weniger?!

Ein Thema das mich seit langem beschäftigt: Die Automatisierung geht voran, immer mehr Jobs können von Maschinen und Computern übernommen werden. Etwas, das eigentlich Grund zur Freude sein sollte macht den Leuten aber zu schaffen. Klar, schließlich muss man arbeiten um genug zum leben zu haben.

Ich denke, die Gesellschaft müsste sich grundlegend neu organisieren. Die gesellschaftlichen Reichtümer und Ressourcen sind doch da, um alle zu versorgen. Aber statt, dass jeder weniger arbeitet und dort wo wirklich Leute benötigt werden (Alten- und Krankenpflege beispielsweise) werden immer mehr unsinnige ausbeuterische schlechtbezahlte Jobs geschaffen, viele Leute kommen mit einer Stelle gar nicht über die Runden.

Was meint ihr, wie lässt sich dieses Problem lösen?
franzjosefsmaus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.06.17, 10:00   #2
Fenstergucker
zynischer Phlegmatiker
 
Benutzerbild von Fenstergucker
 
Registriert seit: Dec 2015
Ort: Österreich
Beiträge: 7.218
Fenstergucker ist ein ForengottFenstergucker ist ein ForengottFenstergucker ist ein ForengottFenstergucker ist ein ForengottFenstergucker ist ein ForengottFenstergucker ist ein ForengottFenstergucker ist ein ForengottFenstergucker ist ein ForengottFenstergucker ist ein ForengottFenstergucker ist ein ForengottFenstergucker ist ein Forengott
Standard

Zitat:
Zitat von franzjosefsmaus Beitrag anzeigen
Ein Thema das mich seit langem beschäftigt: Die Automatisierung geht voran, immer mehr Jobs können von Maschinen und Computern übernommen werden. Etwas, das eigentlich Grund zur Freude sein sollte macht den Leuten aber zu schaffen. Klar, schließlich muss man arbeiten um genug zum leben zu haben.

Ich denke, die Gesellschaft müsste sich grundlegend neu organisieren. Die gesellschaftlichen Reichtümer und Ressourcen sind doch da, um alle zu versorgen. Aber statt, dass jeder weniger arbeitet und dort wo wirklich Leute benötigt werden (Alten- und Krankenpflege beispielsweise) werden immer mehr unsinnige ausbeuterische schlechtbezahlte Jobs geschaffen, viele Leute kommen mit einer Stelle gar nicht über die Runden.

Was meint ihr, wie lässt sich dieses Problem lösen?
Gar nicht! Weil der Mensch eben ist, wie er ist!
__________________
Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, daß Sie sie äußern dürfen.

Voltaire (1694-1778), eigtl. François-Marie Arouet, frz. Philosoph u. Schriftsteller
Fenstergucker ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.06.17, 10:04   #3
Sathington Willoughby
Motörator
 
Benutzerbild von Sathington Willoughby
 
Registriert seit: Jan 2011
Ort: Runnin' with the päck
Beiträge: 16.111
Sathington Willoughby ist ein ForengottSathington Willoughby ist ein ForengottSathington Willoughby ist ein ForengottSathington Willoughby ist ein ForengottSathington Willoughby ist ein ForengottSathington Willoughby ist ein ForengottSathington Willoughby ist ein ForengottSathington Willoughby ist ein ForengottSathington Willoughby ist ein ForengottSathington Willoughby ist ein ForengottSathington Willoughby ist ein Forengott
Standard

Zitat:
Zitat von franzjosefsmaus Beitrag anzeigen
Ein Thema das mich seit langem beschäftigt: Die Automatisierung geht voran, immer mehr Jobs können von Maschinen und Computern übernommen werden. Etwas, das eigentlich Grund zur Freude sein sollte macht den Leuten aber zu schaffen. Klar, schließlich muss man arbeiten um genug zum leben zu haben.

Ich denke, die Gesellschaft müsste sich grundlegend neu organisieren. Die gesellschaftlichen Reichtümer und Ressourcen sind doch da, um alle zu versorgen. Aber statt, dass jeder weniger arbeitet und dort wo wirklich Leute benötigt werden (Alten- und Krankenpflege beispielsweise) werden immer mehr unsinnige ausbeuterische schlechtbezahlte Jobs geschaffen, viele Leute kommen mit einer Stelle gar nicht über die Runden.

Was meint ihr, wie lässt sich dieses Problem lösen?
Nun, das höre ich seit 30 Jahren. Wir haben das Problem, das nie eines war, vorübergehend gelöst.
Wir haben so viele Beschäftigte wie nie, gleichzeitig sind wir so rationalisiert wie nie zuvor.

Wo ich vielmehr ein Problem sehe, ist die Trennung zwischen produzierndem Gewerbe und dem Engineering, dem ganzen Rest. Man kann nicht auf Dauer in Asien produzieren und dann noch meinen, hier gute Ingenieure ohne die Praxis in diesen Firmen ausbilden zu können.
__________________
Raumschiff Genderpreis II

endlich verfügbar!
Sathington Willoughby ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.06.17, 10:12   #4
qwertzuiop
SPARGEL-Qualitätsreporter
 
Benutzerbild von qwertzuiop
 
Registriert seit: Mar 2013
Beiträge: 7.050
qwertzuiop hat die Renommee-Anzeige deaktiviert
Standard

Deshalb holt man ja Echte Fachkräfte aus Syrien und Eritrea ins Land.
Zitat:
[...] Man kann nicht auf Dauer in Asien produzieren und dann noch meinen, hier gute Ingenieure ohne die Praxis in diesen Firmen ausbilden zu können.
__________________
Und das alles wegen Hitler.




Ich bin ein Freund der Augiasburger Puppenkiste.
Meine Lieblingsmarionette: "Ministerpräsident Horst Seehofer".
qwertzuiop ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.06.17, 11:47   #5
Chronos
Merkel muss weg
 
Benutzerbild von Chronos
 
Registriert seit: May 2011
Ort: Gau Baden
Beiträge: 3.860
Chronos ist ein ForengottChronos ist ein ForengottChronos ist ein ForengottChronos ist ein ForengottChronos ist ein ForengottChronos ist ein ForengottChronos ist ein ForengottChronos ist ein ForengottChronos ist ein ForengottChronos ist ein ForengottChronos ist ein Forengott
Standard

Hat jemand ernsthaft geglaubt, dass es angesichts zweier gegenläufiger Entwicklungen - einmal die rasante Vermehrung der Weltbevölkerung von rund 3 Milliarden in der Mitte des vorigen Jahrhunderts auf heute über 7 Milliarden und der gleichzeitig ebenso rasant fortschreitenden Automatisierung - noch genügend Arbeitsplätze für alle geben würde?

Es ist durch Extrapolation vorhersehbar, dass entweder Verteilungskriege ausbrechen werden, oder aber neuartige Gesellschaftsformen gefunden werden müssen, einmal durch ganz andere Entlohnungssysteme oder ganz andere Aufteilungs-Modi der Arbeit.

Jedenfalls ist die absehbare Entwicklung verheerend, wenn nicht bald entscheidend gegengesteuert wird.
__________________

Demokratie ist, wenn zwei Idioten ein Genie überstimmen.

(Unbekannter Verfasser)
Chronos ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.06.17, 13:53   #6
Querulator
Sozialakrobat
 
Benutzerbild von Querulator
 
Registriert seit: Aug 2013
Ort: up shit creek without a paddle
Beiträge: 49.822
Querulator hat die Renommee-Anzeige deaktiviert
Standard

Zitat:
Zitat von Chronos Beitrag anzeigen
Hat jemand ernsthaft geglaubt, dass es angesichts zweier gegenläufiger Entwicklungen - einmal die rasante Vermehrung der Weltbevölkerung von rund 3 Milliarden in der Mitte des vorigen Jahrhunderts auf heute über 7 Milliarden und der gleichzeitig ebenso rasant fortschreitenden Automatisierung - noch genügend Arbeitsplätze für alle geben würde?

Es ist durch Extrapolation vorhersehbar, dass entweder Verteilungskriege ausbrechen werden, oder aber neuartige Gesellschaftsformen gefunden werden müssen, einmal durch ganz andere Entlohnungssysteme oder ganz andere Aufteilungs-Modi der Arbeit.

Jedenfalls ist die absehbare Entwicklung verheerend, wenn nicht bald entscheidend gegengesteuert wird.
Eine verheerende Entwicklung ist schon lange absehbar, länger, als irgendjemand von uns hier auf der Welt ist. Und es gab ja inzwischen einige Kriege, darunter die beiden bisher schrecklichsten, sieht man sie als Einzelereignisse. Tatsächlich herrsch seit mehr als hundert Jahren ein Weltkrieg mit mehreren heißen Phasen, der zur Zeit in einer ganz anderen Form in Europa tobt, die man bisher noch nicht als Krieg erkannt hat. Und natürlich geht es dabei um Verteilung, auch um die von Land und Menschenmaterial.

Um wieviel mehr kann ein Mensch heute in 8 Stunden produzieren als etwa vor 200 Jahren? Dennoch häuft er keine Reichtümer an, obwohl man ihm vorrechnet, was er denn heute nicht alles besäße im Vergleich zu den Menschen damals, vor der "industriellen Revolution". Hier sollte man zu denken ansetzen, und ich überlasse das aus Zeitmangel jetzt den interessierten Lesern, was seither geschehen ist bzw. geschehen hätte können.

Statt dass man sich um eine Lösung der sich damals anbahnenden Konflikte bemüht hätte, veröffentlichte ein Karl Marx Werke, welche die einander gegenüberstehenden Seiten noch polarisierte und in Kämpfe verwickelte, die bisher Millionen Todesopfer kosteten.

Das programmatische Manifest der kommunistischen Partei von 1848 endet mit den Worten:
„Die Kommunisten verschmähen es, ihre Ansichten und Absichten zu verheimlichen. Sie erklären es offen, daß ihre Zwecke nur erreicht werden können durch den gewaltsamen Umsturz aller bisherigen Gesellschaftsordnung. Mögen die herrschenden Klassen vor einer kommunistischen Revolution zittern. Die Proletarier haben nichts in ihr zu verlieren als ihre Ketten. Sie haben eine Welt zu gewinnen.“

– MEW 4:493
Noch ein Hinweis: Was heute produziert bzw. angeboten wird, geht niczht primär vom Bedarf aus sondern von der Möglichkeit, damit Profit zu machen. Notfalls wird mittels Propaganda die Nachfrage geschürt oder gar erst geweckt.
__________________
Querulator ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.06.17, 18:40   #7
opppa
Schaf im Wolfspelz
 
Benutzerbild von opppa
 
Registriert seit: Aug 2009
Ort: Wilder Westen von NRW
Beiträge: 9.717
opppa ist ein Forengottopppa ist ein Forengottopppa ist ein Forengottopppa ist ein Forengottopppa ist ein Forengottopppa ist ein Forengottopppa ist ein Forengottopppa ist ein Forengottopppa ist ein Forengottopppa ist ein Forengottopppa ist ein Forengott
Standard

Zitat:
Zitat von Chronos Beitrag anzeigen
Hat jemand ernsthaft geglaubt, dass es angesichts zweier gegenläufiger Entwicklungen - einmal die rasante Vermehrung der Weltbevölkerung von rund 3 Milliarden in der Mitte des vorigen Jahrhunderts auf heute über 7 Milliarden und der gleichzeitig ebenso rasant fortschreitenden Automatisierung - noch genügend Arbeitsplätze für alle geben würde?

Es ist durch Extrapolation vorhersehbar, dass entweder Verteilungskriege ausbrechen werden, oder aber neuartige Gesellschaftsformen gefunden werden müssen, einmal durch ganz andere Entlohnungssysteme oder ganz andere Aufteilungs-Modi der Arbeit.

Jedenfalls ist die absehbare Entwicklung verheerend, wenn nicht bald entscheidend gegengesteuert wird.
Fettung durch mich!

Man versucht diese Verteilungskriege inzwischen doch zu verhindern (oder zumindest hinauszuschieben), indem man alle, die in ihrer Heimat einfach nur unnütze Esser sind, auf den Weg ins europäische Schlaraffenland des (angeblich) politischen Asyl und der Sozialhilfe schickt!

__________________
Ein weiser Spruch meiner Omma:
Wenn Du in der Fremde bist, fühl Dich wie zu Hause, aber benimm Dich nicht so!
opppa ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.06.17, 23:36   #8
Sunny
passt in keine Schublade
 
Benutzerbild von Sunny
 
Registriert seit: Sep 2015
Beiträge: 10.451
Sunny ist ein ForengottSunny ist ein ForengottSunny ist ein ForengottSunny ist ein ForengottSunny ist ein ForengottSunny ist ein ForengottSunny ist ein ForengottSunny ist ein ForengottSunny ist ein ForengottSunny ist ein ForengottSunny ist ein Forengott
Standard

Heute gab es in Report München eine Prognose über den Verlust an Arbeitsplätzen, falls abrupt die Autoproduktion von Verbrennungsmotoren auf E-Motoren umgestellt wird. Da gehen in D hunderttausende Arbeitsplätze verloren.

Noch ist dieser Beitrag nicht in der Mediathek, aber vielleicht morgen. Sollte man sich mal anschauen
__________________
Die Grossen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen (F. Schiller)
https://www.youtube.com/watch?v=cjZsC8EbfDs
https://www.youtube.com/watch?v=Rk6I...ature=youtu.beWenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Brecht)

https://www.youtube.com/watch?v=fkL9Enx9_Ts
Sunny ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.06.17, 02:39   #9
Mirage
Noir
 
Benutzerbild von Mirage
 
Registriert seit: Jan 2014
Beiträge: 15.193
Mirage hat die Renommee-Anzeige deaktiviert
Standard

Zitat:
Zitat von Chronos Beitrag anzeigen
Jedenfalls ist die absehbare Entwicklung verheerend, wenn nicht bald entscheidend gegengesteuert wird.
Und zwar bei Arbeitszwang und Vermehrung, richtig
__________________
"We improve ourselves by victories over ourselves. There must be contest, and we must win."
Mirage ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.06.17, 19:25   #10
Sunny
passt in keine Schublade
 
Benutzerbild von Sunny
 
Registriert seit: Sep 2015
Beiträge: 10.451
Sunny ist ein ForengottSunny ist ein ForengottSunny ist ein ForengottSunny ist ein ForengottSunny ist ein ForengottSunny ist ein ForengottSunny ist ein ForengottSunny ist ein ForengottSunny ist ein ForengottSunny ist ein ForengottSunny ist ein Forengott
Standard

Zitat:
Zitat von Sunny Beitrag anzeigen
Heute gab es in Report München eine Prognose über den Verlust an Arbeitsplätzen, falls abrupt die Autoproduktion von Verbrennungsmotoren auf E-Motoren umgestellt wird. Da gehen in D hunderttausende Arbeitsplätze verloren.

Noch ist dieser Beitrag nicht in der Mediathek, aber vielleicht morgen. Sollte man sich mal anschauen
Inzwischen steht der Bericht online:
Zitat:
Riesenstreit um den Elektromotor
Das Elektroauto gilt als Auto der Zukunft: Emissionsfrei – Geräuschlos – Antriebsstark. Doch es hat auch eine Schattenseite. Denn der Wandel zum E-Motor bedroht nach Ansicht von Experten bis zu 200.000 Arbeitsplätze in Deutschland.
Manfred Schoch ist die Sache ernst. Vor ihm liegt eine Elektromotor des BMW i3 und ein klassischer 3-Zylindermotor. Auf den ersten Blick ist klar: Der Elektromotor ist wesentlich kleiner.

"Dieser Dreizylindermotor hat aktuell 1200 Teile, die von den Mitarbeitern zusammengebaut werden, dieser Elektromotor hat gerade noch 20 Teile. Und wir brauchen nur noch einen Zehntel der Zeit für die Montage."
Manfred Schoch, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats von BMW
Klar, dass dazu dann auch weniger Mitarbeiter nötig sind.

"Man braucht dann noch ungefähr ein Drittel der Mitarbeiter, vorausgesetzt, man fertigt diesen Motor in Eigenleistung. Wenn dieser Motor dann in China, Korea oder Japan gekauft wird, wären alle Arbeitsplätze weg."
Manfred Schoch, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats von BMW
BMW hat ihm zugesagt, neben dem Motor auch die Batterie in Eigenleistung herzustellen. So will das Unternehmen Arbeitsplatzverluste auffangen. Die Batteriezellen werden derzeit aus Asien geliefert.

812.000 Menschen arbeiten laut dem Branchenverband VDA derzeit in der deutschen Autoindustrie. Rund 250.000 davon in der Antriebstechnik, hängen also am Verbrennungsmotor. Laut Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen sind viele dieser Arbeitsplätze bedroht. Auch weil der Wechsel zum Elektroauto sehr viel schneller kommen könnte, als viele glauben.

Ferdinand Dudenhöffer | Bild: BR
"Wir reden allein bei den Zuliefererbetrieben von 80.000, 50.000 oder 100.000 Arbeitsplätzen, die gefährdet sind – je nachdem, wie schnell die Entwicklung ist. Und dann kommt noch bei den Autoherstellern die Produktion dazu, von den Verbrennungsmotoren, die dort gemacht werden. Das sind auch nochmal gut 50.000 bis 100.000 Arbeitsplätze."
Ferdinand Dudenhöffer, Universität Duisburg-Essen
Grünen-Parteitag | Bild: BR
Grünen-Parteitag
Die Grünen fordern schon lange einen möglichst schnellen Umstieg auf das Elektroauto. Auf ihrem Parteitag haben sie vor Kurzem sogar beschlossen, dass ab 2030 gar keine Motoren mit fossilen Brennstoffen mehr erlaubt sein sollen.

Ein Vorschlag, den auch Oliver Krischer aus der Grünenfraktion im Bundestag unterstützt.

"Ich will mich darum kümmern, dass die Menschen in der Automobilindustrie weiterarbeiten. Es nützt nichts, Schutzzäune um Technologien zu ziehen, die wahrscheinlich keine Zukunft mehr haben."
Oliver Krischer, Grüne Fraktion im Bundestag
Aber nicht alle sehen Verbote positiv. Winfried Kretschmann, grüner Ministerpräsident in Baden-Württemberg, wurde bei einem Gespräch auf dem Parteitag heimlich gefilmt. 2030 nennt er einen „Schwachsinnstermin“, die Partei soll ihren „Wahlkampf selber“ machen, und bei der Bundestagswahl mit „6 Prozent“ zufrieden sein.

Das Verbot von Motoren mit fossilen Brennstoffen wäre auch aus Sicht von Manfred Schoch von BMW der falsche Weg.

"Ich kann nur davor warnen, ohne eine Übergangszeit diese Pläne der Grünen umzusetzen. Das würde Arbeitsplätze in Deutschland kosten. Und ich sage ganz deutlich, das würde auch den Wohlstand in Deutschland ganz deutlich gefährden."
Manfred Schoch, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats von BMW
Auch der Vorsitzende des Daimler-Betriebsrats, Michael Brecht, sieht die Pläne kritisch.

"Was ich das Schlimme daran finde, bis heute hat niemand der Grünen von einem mit uns das Gespräch gesucht und diskutiert, ob denn so ein stringenter Transformationswechsel überhaupt machbar erscheint."
Michael Brecht, Vorsitzenderr des Daimler-Betriebsrats
Oliver Krischer betont, dass die Grünen häufig mit Betriebsräten sprechen – Michael Brecht bleibt bei seiner Darstellung, mit ihm habe niemand diese Pläne besprochen.

Die Frage ist: Wie viel Zeit bleibt der Autoindustrie für den Wechsel? China denkt bereits fürs kommende Jahr über eine Quote für Elektroautos nach. Und dort verkaufen Firmen wie Daimler oder VW schon heute deutlich mehr Fahrzeuge als in Deutschland.
http://www.br.de/fernsehen/das-erste...aetze-102.html

In die Rechnung nicht mit einbezogen sind auch die Mitarbeiter an Tankstellen
__________________
Die Grossen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen (F. Schiller)
https://www.youtube.com/watch?v=cjZsC8EbfDs
https://www.youtube.com/watch?v=Rk6I...ature=youtu.beWenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Brecht)

https://www.youtube.com/watch?v=fkL9Enx9_Ts
Sunny ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu


Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 00:29 Uhr.


Powered by vBulletin® Version 3.8.9 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2017, Jelsoft Enterprises Ltd.
Copyright by Politikarena.net