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Alt 25.01.18, 08:36   #1
Walter Hofer
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Standard 68 - Was von den Studentenprotesten bleibt

Die 68er-Bewegung, das waren vor allem protestierende Studenten, die im Westdeutschland der sechziger Jahre gegen den Autoritarismus ihrer Elterngeneration aufbegehrten und sich für gesellschaftliche Freiheit und Emanzipation einsetzte.

Das Jahr 1968 markiert den Zeitpunkt der gesellschaftlichen Werteveränderung, hauptsächlich getragen von linksgerichteten Bürgerrechtsbewegungen. Sie forderten: sexuelle Freiheit, Demokratie, Umweltschutz und die Entnazifizierung deutscher Behörden.

Die Initialzündung der Proteste war der Tod des Studenten Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967 während einer Demonstration. Dennoch hat sich die Zahl 68 durchgesetzt. 50 Jahre nach Ohnesorgs Tod gehen wir den Fragen nach: Wie haben die 68er Deutschland verändert – wo prägen sie die Republik bis heute?

Wie sehen eure Ehrfahrungen aus?

http://www.zeit.de/thema/68er-bewegung
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Alt 25.01.18, 11:08   #2
Fenstergucker
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Die 68er-Bewegung, das waren vor allem protestierende Studenten, die im Westdeutschland der sechziger Jahre gegen den Autoritarismus ihrer Elterngeneration aufbegehrten und sich für gesellschaftliche Freiheit und Emanzipation einsetzte.

Das Jahr 1968 markiert den Zeitpunkt der gesellschaftlichen Werteveränderung, hauptsächlich getragen von linksgerichteten Bürgerrechtsbewegungen. Sie forderten: sexuelle Freiheit, Demokratie, Umweltschutz und die Entnazifizierung deutscher Behörden.

Die Initialzündung der Proteste war der Tod des Studenten Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967 während einer Demonstration. Dennoch hat sich die Zahl 68 durchgesetzt. 50 Jahre nach Ohnesorgs Tod gehen wir den Fragen nach: Wie haben die 68er Deutschland verändert – wo prägen sie die Republik bis heute?

Wie sehen eure Ehrfahrungen aus?

http://www.zeit.de/thema/68er-bewegung
Alles nur reinkopiert! Hätte mich ja gewundert, wenn obige Zeilen von dir selbst gekommen wären .......

Nein, doch nicht! Die letzte Zeile stammt von dir! Sieht man an dem Rechtschreibfehler!

Hast du eigentlich eine eigene Meinung dazu? Oder wartest du darauf, die Meinung der anderen Leute übernehmen zu können?
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Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, daß Sie sie äußern dürfen.

Voltaire (1694-1778), eigtl. François-Marie Arouet, frz. Philosoph u. Schriftsteller

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Alt 25.01.18, 11:33   #3
Aderyn
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Wie haben die 68er Deutschland verändert – wo prägen sie die Republik bis heute?

Wie sehen eure Ehrfahrungen aus?

http://www.zeit.de/thema/68er-bewegung
In einem sinnlosen, überbordenden antiautoritärem Wahn, der Kindern keine Grenzen setzt, sich zunehmend immer weniger traut oder die Fähigkeiten mitbringt, in der Erziehung Regeln aufzustellen und vor allem durchzusetzen, was dazu führt, dass sich Eltern aber auch Erzieher zunehmend in der Rolle des Kumpels gefallen, anstatt Vorbild zu sein.
Man sieht es auch an Heranwachsenden, die zunehmend nur noch auf sich selbst und die Erfüllung ihrer eigenen Bedürfnisse fokusiert sind.
Und Eltern züchten und fördern das, indem sie jeden Wunsch erfüllen und sofort springen, wenn die Kinder rufen und etwas wollen.
Das Dasein für eine Gemeinschaft bzw. die Familie wird zunehmend abgelöst durch den rundumseitig bestärkten Drang, sich selbst zu verwirklichen.
Dass es dazu aber eines vom Umfeld bereiteten Feldes bedarf, wobei andere persönlich zurückstecken und Opfer bringen, um das zu ermöglichen, wird dabei ignoriert oder als selbstverständlich angesehen, also tendenzielles Egomanentum, von Narzissmus begleitet.
Die sexuelle Befreiung, die ja zeitlich parallel bzw. Hand in Hand mit den Studentenbewegungen und Kommunen ging, führte letztlich zur Abkopplung von der Familie und einer Lebensanonymität und Vereinsamung im Singledasein, aber auch auf einen Weg, hin zu einer Aushöhlung und zunehmenden inneren Zerstörung unserer Gesellschaft.

Die Studentenbewegung wurde übernommen und fremdgeritten. Das ist passiert.
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Heinrich Heine - Himmelfahrt

Er spricht: Es kommen die Vagabunde,
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Die Tagediebe, die Hottentotten -
Sie kommen einzeln und in Rotten,


Geändert von Aderyn (25.01.18 um 16:07 Uhr)
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Alt 25.01.18, 12:32   #4
Fenstergucker
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In einem sinnlosen, überbordenden antiautoritärem Wahn, der Kindern keine Grenzen setzt, sich zunehmend immer weniger traut oder die Fähigkeiten mitbringt, ih der Erziehung Regeln aufzustellen und vor allem durchzusetzen, was dazu führt, dass sich Eltern aber auch Erzieher zunehmend in der Rolle des Kumpels gefallen, anstatt Vorbild zu sein.
Man sieht es auch an Heranwachsenden, die zunehmend nur noch auf sich selbst und die Erfüllung ihrer eigenen Bedürfnisse fokusiert sind.
Und Eltern züchten und fördern das, indem sie jeden Wunsch erfüllen und sofort springen, wenn die Kinder rufen und etwas wollen.
Das Dasein für eine Gemeinschaft bzw. die Familie wird zunehmend abgelöst durch den rundumseitig bestärkten Drang, sich selbst zu verwirklichen.
Dass es dazu aber eines vom Umfeld bereiteten Feldes bedarf, wobei andere persönlich zurückstecken und Opfer bringen, um das zu ermöglichen, wird dabei ignoriert oder als selbstverständlich angesehen, also tendenzelles Egomanentum, von Narzissmus begleitet.
Die sexuelle Befreiung, die ja zeitlich parallel bzw. Hand in Hand mit den Studentenbewegungen und Kommunen ging, führte letztlich zur Abkopplung von der Familie und einer Lebensanonymität und Vereinsamung im Singledasein, aber auch auf einen Weg, hin zu einer Aushöhlung und zunehmenden inneren Zerstörung unserer Gesellschaft.

Die Studentenbewegung wurde übernommen und fremdgeritten. Das ist passiert.
Genauso ist es! Diese "Freiheiten" wurden in alle Bereiche des Lebens übernommen, alte Traditionen und Regeln entsorgt. Die Studenten wurden Opinion Leader, die in der Wirtschaft, der Politik aber auch in der Ausbildung zukünftiger Studenten, also an den Hochschulen und Unis Karriere machten. Und sie haben so eine Spirale in Gang gesetzt, die heutige Zustände, beherrscht von Soziopathen, Egomanen und skrupellosen Karrieristen, herbeiführten.
Die andere Seite wiederum ist geprägt von Verunsicherung und Verzweiflung, wenn etwas nicht so läuft, wie es soll. Beispielsweise in der Kindererziehung, wenn die "liebevoll" und antiautoritär erzogenen Bengel ihren Eltern über den Kopf wachsen, weil sie nie Regeln und Grenzen kennengelernt haben.

Auch wenn die "gute, alte Zeit" gar nicht so gut war, das andere Extrem ist noch schlimmer, weil zu enge Grenzen und zu strenge Regeln immer noch besser sind, als gar keine.
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Voltaire (1694-1778), eigtl. François-Marie Arouet, frz. Philosoph u. Schriftsteller

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Alt 25.01.18, 14:57   #5
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Alt 25.01.18, 15:00   #6
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Alt 25.01.18, 15:47   #7
Fenstergucker
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Einmal lügen hätt' auch gereicht!
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Alt 25.01.18, 16:17   #8
Walter Hofer
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Einmal lügen hätt' auch gereicht!
Stimmt, das macht die neue Rechte, die auch in diesem Forum massiv vertreten ist.






"Das war eine etwas schwere Geburt bis hierin", sagt der Parteivorsitzende Jörg Meuthen, als er nach langer Verzögerung sein Grußwort vortragen darf. Er bemüht sich, ein Auseinanderdriften der verschiedenen Flügel der Partei zu verhindern. Er sagt, die AfD sei "modern konservativ", "freiheitlich" und "patriotisch". Und er weiß, wie man die Parteiseele am besten streichelt. Mit Blick auf die Migrationsdebatte sagt er, es sei nicht hinnehmbar, "dass wir unser Land in wenigen Jahren nicht mehr wiedererkennen werden". Der Ruf des Muezzins solle in Deutschland nie gleichberechtigt neben dem Glockengeläut der Kirchen zu hören sein, "weil wir das in großer Mehrheit nicht wollen in diesem Land".

https://www.domradio.de/themen/kirch...er-deutschland
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Alt 25.01.18, 17:17   #9
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Die 68er-Bewegung, das waren vor allem protestierende Studenten, die im Westdeutschland der sechziger Jahre gegen den Autoritarismus ihrer Elterngeneration aufbegehrten und sich für gesellschaftliche Freiheit und Emanzipation einsetzte.

Das Jahr 1968 markiert den Zeitpunkt der gesellschaftlichen Werteveränderung, hauptsächlich getragen von linksgerichteten Bürgerrechtsbewegungen. Sie forderten: sexuelle Freiheit, Demokratie, Umweltschutz und die Entnazifizierung deutscher Behörden.

Die Initialzündung der Proteste war der Tod des Studenten Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967 während einer Demonstration. Dennoch hat sich die Zahl 68 durchgesetzt. 50 Jahre nach Ohnesorgs Tod gehen wir den Fragen nach: Wie haben die 68er Deutschland verändert – wo prägen sie die Republik bis heute?

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Alt 25.01.18, 17:20   #10
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Die 68er-Bewegung, das waren vor allem protestierende Studenten, die im Westdeutschland der sechziger Jahre gegen den Autoritarismus ihrer Elterngeneration aufbegehrten und sich für gesellschaftliche Freiheit und Emanzipation einsetzte.

Das Jahr 1968 markiert den Zeitpunkt der gesellschaftlichen Werteveränderung, hauptsächlich getragen von linksgerichteten Bürgerrechtsbewegungen. Sie forderten: sexuelle Freiheit, Demokratie, Umweltschutz und die Entnazifizierung deutscher Behörden.

Die Initialzündung der Proteste war der Tod des Studenten Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967 während einer Demonstration. Dennoch hat sich die Zahl 68 durchgesetzt. 50 Jahre nach Ohnesorgs Tod gehen wir den Fragen nach: Wie haben die 68er Deutschland verändert – wo prägen sie die Republik bis heute?

Wie sehen eure Ehrfahrungen aus?

http://www.zeit.de/thema/68er-bewegung
Erfahrungen mit dieser Bewegung habe ich keine, war ein paar Semester vor meiner Zeit.

Die 68er stellen eine interessante politische Gruppe dar. Die Mischung aus klassischem Marxismus aller Denkrichtungen; aus wirtschaftlich gemäßigt sozialistischen Neomarxisten, wovon im Endeffekt nur die zweite Gruppe überlebte beeinflußt die Politik, die gesellschaftlichen Vorstellungen und insbesondere der Einfluß auf das Bildungssystem. Der postmoderne Neomarxismus ist die gefährlichste Ideologiemelange unserer Zeit und die mit den meisten Anhängern und Mitläufern, wobei die allermeisten davon keine Ahnung haben, wer Foucault war oder was die Frankfurter Schule war/ist.
Sie ist ein perfekt getarntes Politchamaileon, kommt ohne politische Führer aus. Das liegt daran, dass sie im Endeffekt politisches Chaos ist. Die 68er, eher noch ihre Vordenker haben einen neuen Marxismus ins Leben gerufen, der logisch Amok läuft.
Was bei Marx auf dem Papier zumindest funktioniert und deterministisch zwangsläufig ist, Feudalismus und andere Unterdrückungssysteme enden zwangsläufig im Sozialismus, der Diktatur des Arbeiters und dann im utopischen Kommunismus, scheiterte offensichtlich an der Realität, in der sich nicht einmal der Sozialismus verwirklichen ließ und der irrealen Utopie des Kommunismus die wirkliche Dystopie der Soviet- und Maobarbarei entgegenstand, deren größte Opfergruppe gerade die Arbeiter- und Bauernschaft war.
Sogesehen waren die neomarxistischen 68er zumindest teilweise Realisten. Sie sahen, dass Lenin und Marx offensichtlich irrten, marxistische Dialektik philosophisches Voodo war.
Übrig blieben nur die alten marxistischen Feindbilder wie Kirche, Volk und Familie und die Überzeugung, dass, unter Auslassung des grandios historisch gescheiterten Schritts des Sozialismus, die Überwindung, die Vernichtung dieser Entitäten direkt den Weg zur Utopie pflastere.
Dabei war ironischerweise jene 68er Generation Produkt dieser Feindbilder. Sie waren Wohlstandskinder eines kulturell und sittlich relativ homogenen Nationalstaates. Daher ist diese 68er Revolte so sonderbar. Sie ging nicht von einer wirtschaftlichen oder politischen Notzeit aus wie die französische Revolution, die Oktoberrevolution oder der Aufstieg des NS, sondern in Zeiten eines zuvor in der Menschheitsgeschichte unbekannten wirtschaftlichen Aufstiegs der westlichen Welt, insbesondere Deutschlands.
Dies spiegelt sich auch darin wieder, wogegen diese Leute protestierten. Wohingegen in klassischen Protesten in wirtschaftlicher Not passend zur maslowschen Hierarchie jene Verhältnisse attackiert werden, welche grundlegende Bedürfnisse der Menschen behindern, attackierten die 68er Verhältnisse die geistiger Natur war. Sie attackierten, was ihrer Selbstverwirklichung im Wege stand.

Dieser unrealistischen Erwartung an das eigene Selbst, dass diese Generation sich aus einer schweren Mischung aus promiskuösen US-Stars, Literaturfiguren, Sartre und dem als negativ empfundenen Beispiel der eigenen Eltern zusammenschusterten, standen Kirche, Familie, Zucht, Ordnung etc. im Weg. Auf der Suche nach der eigenen Identität stellte sich den 68ern das Problem, dass es für sie keine passende gab. Die amerikanische Demokratie bombardierte Bauern in Südostasien, der Bolschewismus mordete und unterdrückte und versagte wirtschaftlich, die deutsche Demokratie war im Kern ihrer Effizienz und Pfeiler kaiserlich-nationalsozialistisch. Die 68er waren daher identitätslos. Ihre Identität lag einzig und allein in der Negation der von ihnen verabscheuten Vorbilder.

Hierin liegt die Gefährlichkeit dieser 68er Ideologie. Sie ist in ihrer Natur alleine destruktiv. Die 68er wussten nicht was sie wollten, sie wussten nur was sie nicht wollten. Es wurde das deutsche Gerichtswesen angeprangert, die Hochschulen und ihre Professoren, die Familie, die Kirche und großer Erfolg war ihnen beschieden. Richter und Professoren wurden beurlaubt, die sexuelle Freiheit feierte einen Erfolgszug, die klassische Familie und Kinderreichtum brachen ein, die Kirchen verloren in den nächsten Jahrzehnten Millionen Gläubige.

Doch die 68er waren notorisch unzufrieden und werden es immer bleiben, da sie kein wahres politisches Ziel haben. Das zeigte bald die Hinwendung zu abstrusen Ideen wie Rechte der Pädophilen, die sich entwickelnden Genderideologie, die Antirassismusmanie; Ziele werden heute verfolgt, die damals noch nicht einmal definiert wurden.
Grundsätzlich sind die 68er und folgende neomarxistische und postmoderne Gruppen und Personen Resultat der Wohlstandsgesellschaft. Sie verfolgen die Überwindung des als minderwertig empfundenen Selbst, dessen Erhöhung durch Vernichtung aller seiner Merkmale und deren Gründe. Der Hass auf die eigene Rasse, Religion, Familie, Kultur etc. ist Hass gegen sich selbst im Glauben daran, die eigene Schwäche dadurch zu überwinden, indem man die Schwäche induzierenden Tropen aus dem eigenen Dasein löscht, indem man sie insgesamt aus der Welt zu tilgen versucht.

Speziell ist hierbei besonders die deutsche Besonderheit des Neomarxismus. Während der Bolschewismus von Neomarxisten zuerst immer wegen seiner wirtschaftlichen Schwäche und dann erst wegen seiner Verbrechen abgelehnt wurde (was die Schwäche der modernen Linken für Verbrecher wie Mao und Ho Chi Minh beweist, trotz all ihrer Verbrechen), war für die Neomarxisten die Ursünde des Nationalsozialismus nicht seine mörderische Natur; es war die Niederlage im Krieg. Sein Moment der Schwäche machte den Nationalsozialismus unattraktiv, nicht seine brutalen Methoden, die man bisweilen auf linker Seite bewunderte, wenn sie kommunistische Machthaber zur Überwindung bürgerlicher Gesellschaft anwandten.

Logische Folge sind daher augenscheinlich widersprüchliche Personen wie Mahler oder Oberlercher, die von neomarxistischen 68ern zu besonders radikalen Neo-Nazis wurden. Auch sie sind notorisch Unzufriedene, unsichere Persönlichkeiten. Doch anders als ihre ehemaligen Genossen haben sie erkannt, dass sich das eigene Deutschtum, das linke Merkmal der Schwäche, unmöglich aus der eigenen Identität löschen lässt.
Daher gehen sie genau den anderen Weg: Sie stärken die eigene Persönlichkeit nicht durch ein purgatorium der sie ausmachenden Merkmale, sondern durch die manische Überhöhung des eigenen Deutschtums durch Vergöttlichung des NS und der Umdeutung der Kriegsniederlage als Opfergang, als Götterfall, den das deutsche Volk am Ende jedoch überwinden wird um wie Zeus die Titanen zu stürzen, welche sie in "jüdischer Demokratie und Bolschewismus" sehen und die anderen Völker als primus inter pares aus dem Wanst zu retten und anzuführen.

Mahler und die 68er sind aus einem Schlag. Selbstzweifler, die die eigene Persönlichkeit vor der Einsicht der eigenen Nichtsnützigkeit zu retten versuchen, sei es durch die Überhöhung der sie ausmachenden Merkmale oder deren Vernichtung.

Was halte ich also von den 68ern? Ich halte ihre Hinterlassenschaft für gefährlich. Sie ist zum politischen Leben erwachtes Chaos, reines Destruktionsstrebens. Sie zerstören um des Zerstörens willen. Gegen sie hilft nur Aufklärung, Widerlegung der ihrer Ansichten intrinsischen logischen Mängel und vernünftige Politik der Ordnung.

Das einzig positive an den 68ern ist, dass manche Manöver und Strategien im politischen Streit sehr nachahmenswert sind.
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"Meister Eckehart und ouch ander meister sprechent: wer eine tugent suochen wil, der soll sî suochen in irm urspringe, daz ist in gote, unde dâ vindet man alle tugende in einer tugent."
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