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Alt 24.12.17, 17:00   #921
Sunny
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Zitat:
War der Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt eine „Geheimdienstoperation mit tödlichem Kollateralschaden“?
Von Dietmar Henning
23. Dezember 2017

...Die neuen Dokumente belegen, dass nicht nur amerikanische, sondern auch deutsche Geheimdienste und Polizeibehörden ein Interesse daran hatten, dass sich Amri frei bewegen konnte.
Als er wegen einer Messerstecherei im Drogenmilieu von Berlin Neukölln fürchtete, aufzufliegen und festgenommen zu werden, versuchte er, Deutschland über die Schweiz in Richtung Italien zu verlassen und sich nach Tunesien oder Libyen abzusetzen.
„Die Ermittler sind alarmiert, als sie mitbekommen, dass Amri Deutschland verlassen möchte“, schreibt die Berliner Zeitung. Angeblich wäre das schlecht für die Überwachung Amris gewesen. Umgehend organisierte das LKA Berlin eine Live-Überwachung von Amris Smartphone, während er mit dem Fernbus Richtung Zürich reiste. Jedes seiner Gespräche wurde sofort von Dolmetschern übersetzt und den Ermittlern vorgelegt.
Am 30. Juli 2016 wurde Amri in Friedrichshafen, nahe der Schweizer Grenze, mit gefälschten Papieren und Drogen festgenommen. In den Polizeicomputern war er als islamistischer Gefährder gespeichert. Doch die Staatsanwaltschaft lehnte zur Verwunderung des Bereitschaftsrichters vor Ort einen Haftantrag ab. „Um Amri wenigstens über das Wochenende festzusetzen, griff der zuständige Richter zu einer Notlösung, einer vorläufigen Haft ‚zur Sicherung der Abschiebung‘“, schreibt die Welt. Das ginge auch ohne Staatsanwalt.
Amri war irritiert. Laut Vernehmungsprotokoll soll er gesagt haben: „Die Abschiebung ist zu 100 Prozent sicher, wenn ich jetzt gehe.“ Er wolle doch Deutschland verlassen. Doch das durfte er nicht, stattdessen wurde er ins Gefängnis nach Ravensbrück gebracht und dort keine zwei Tage später wieder entlassen. Ob Amri in diesen beiden Tagen Besuch erhielt und wenn ja, von wem, ist derzeit nicht bekannt. Auf jeden Fall floh Amri anschließend nicht ins Ausland, sondern kehrte nach Berlin zurück.
Da bei der Verhaftung in Friedrichshafen das für die Geheim- und Polizeidienste gläserne Handy Amris beschlagnahmt wurde, haben diese angeblich von da an keinerlei weitere Erkenntnisse. Das nordrhein-westfälische LKA hatte schon im Mai 2016 die Observation Amris beendet, am 21. September 2016 beendete sie dann auch das Berliner LKA.
Als Amri am 2. November 2016 zum letzten Mal Thema im „Gemeinsamen Terrorabwehrzentrum“ (GTAZ) war, in dem Vertreter von über 40 Sicherheitsbehörden Erkenntnisse austauschen und ihr Vorgehen koordinieren, hieß es, dass keine „konkrete Gefährdung“ erkennbar sei.
Selbst als Abu Walaa und seine Komplizen aufgrund der Aussagen von „Murat“ verhaftet wurden, blieb Amri auf freiem Fuß. Einen Monat später, am 19. Dezember 2016, verübte er dann das Attentat in Berlin.
Da die Polizei die Fahndung nach dem flüchtigen Amri erst nach etlichen Stunden einleitete, konnte dieser unbehelligt bewaffnet mit einer Pistole durch die Stadt laufen und quer durch Westeuropa fliehen. Kurz vor Weihnachten kehrte er nach Italien zurück, von wo aus er im Sommer 2015 seine Reise nach Deutschland angetreten hatte – unter den Augen des italienischen Geheimdienstes, wie die Welt schreibt. In Mailand wurde er schließlich in der Nacht zum 23. Dezember 2016 von zwei Polizisten erschossen – zufällig, wie es offiziell heißt.
Alles lesen:
http://www.wsws.org/de/articles/2017.../amri-d23.html

So wird es wohl gewesen sein. Das hilft den Opfern und deren Familien aber auch nicht weiter. Absolut schofelig, wie die Regierung sich da verhalten hat
__________________
Die Grossen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen (F. Schiller)
https://www.youtube.com/watch?v=cjZsC8EbfDs
https://www.youtube.com/watch?v=Rk6I...ature=youtu.beWenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Brecht)

https://www.youtube.com/watch?v=fkL9Enx9_Ts
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Alt 14.01.18, 23:50   #922
Sunny
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Zitat:
...Anzeige gegen Polizisten

Im LKA Berlin war das Dezernat 54 der Staatsschutzabteilung für Amri zuständig. Gegen zwei Kriminalbeamte aus diesem Dezernat ermittelt die Staatsanwaltschaft. Einer der Polizisten wird beschuldigt, die Akte zu Amri nach dem Anschlag verändert zu haben. Aus dem gewerblichen Drogenhändler Amri soll er einen Kleindealer gemacht haben, um die Arbeit des LKA weniger angreifbar erscheinen zu lassen, so lautet der Vorwurf.
Der unmittelbare Vorgesetzte dieses Beamten hatte nur drei Tage nach dem Anschlag einen Bericht für den Innensenator geschrieben. Schon in dem Bericht stellt er Amri als Kleindealer dar, obwohl in der Polizeidatenbank zu diesem Zeitpunkt nur Anhaltspunkte dafür zu finden waren, dass Amri gewerblich mit Drogen handelte. Sonderermittler Jost kommt zu dem Schluss, dass der Beamte dies absichtlich verschwieg.
Dieser vorgesetzte Polizist, ein Kommissariatsleiter aus dem Mittelbau des LKA, wurde nach dem Anschlag zum Kriminalhauptkommissar ernannt. Der Beamte erhielt seine Beförderungsurkunde im April 2017, also kurz nachdem der Sonderermittler seine Untersuchung begonnen hatte.
Was wusste die Polizeiführung?

Eine offene Frage ist, was die Führungsebene der für Amri zuständigen Islamismus-Abteilung des LKA von diesen Vorgängen mitbekam. Welche Vorgesetzten wussten von den brisanten Papieren? Die Berliner Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen bisher nicht abgeschlossen, auch der Untersuchungsausschuss ist noch nicht zu diesem Thema vorgedrungen.

Doch trotz der laufenden Ermittlungsverfahren in seinem Haus machte der Leiter des Islamismus-Dezernats einen Karrieresprung. Er stieg auf zum Abteilungsleiter und steht heute an der Spitze der vielleicht renommiertesten Abteilung des LKA: der Abteilung 1, zuständig für Mordfälle oder Sexualdelikte. Solche Beförderungen setzen voraus, dass der Beamte von der Führung des Amtes eine hervorragende Beurteilung bekommen hat.
Während der Fall Amri einigen leitenden Beamten im LKA also bisher offenbar nicht geschadet hat, geht es vielen einfachen Mitarbeitern dort schlecht....
Aus:
http://www.zeit.de/gesellschaft/2018...omplettansicht

Berlin ist ein Tollhaus! Ich weiss nicht, wie das in solchen Behörden ist. Kann da EineR degradiert werden? Fiele dieser Mann dann evtl. die Karriereleiter wieder eine Stufe runter und würde auf dem gleichen Posten landen?
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