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Alt 10.12.14, 07:26   #21
Eugen_Levine
FCK WALLONIE
 
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DEN Tarif hole ich mir: 100% Atomstrom. Danke, TAZ:

http://www.taz.de/Energiewirtschaft-...hland/!150875/
__________________
When you read or view RT, you know its funded by the Russian government. The clue is in the name, “Russia Today.” If only organizations designed to support both the EU and NATO were as transparent. (Bryan MacDonald, RT)
Eugen_Levine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.12.14, 08:44   #22
Dr. Strangelove
einfach nur nett
 
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Zitat:
Zitat von Zaphod Beitrag anzeigen
Ein schweres thema.
Jedenfalls ist es lange nicht so schlimk, wie es die gegner uns weismachen wollen, ....
Nicht?
Zaphod, abgestürzte Flugzeuge und eingestürzte Kohlegruben sauen aber auch nicht generationenlamg gemütlich vor sich hin, mit dem Potential, dass es jederzeit schlimmer werden kann.
Was passiert denn in Fukushima?
Hat man das Problem im Griff?
Hat irgendjemand einen realistischen Plan, wie man es irgendwann irgendwie in den Griff bekommen könnte?
Nein, hat man nicht!
Da glüht ein Haufen hoch angereichertes Spaltmaterial, giftig wie die Hölle, als sich selbst permanent erhitzende Lava fröhlich vor sich hin. Kein Mensch weiß genau, was passiert, wenn dieses Zeug die Betonwanne durchgeschmolzen hat, (was sicher geschehen würde, wenn man nicht permanent kühlt, denn Stahlbeton hält unter diesen Bedingungen alles andere als ewig). Man kann es sich aber gut ausmalen, wenn man weiß, dass darunter Grundwasser lagert.
Grundschulphysik, Zaphod. Wasser + Hitze ergibt Dampf. Wasser, das verdampft, dehnt sich explosionsartig aus und baut Druck auf, der nach oben hin entweicht. Das wäre wohl „nicht so gut“, wie du mir gewiss zustimmen wirst. Das hatten wir nämlich schon am Anfang der Katastrophe.

Man muss also permanent kühlen, einen Wasserkreislauf in Betrieb halten, der gewöhnlich in sich geschlossen ist. Geht aber leider nicht, da das System grob undicht ist. Man muss das hoch giftige „Spülwasser“ lagern, und man weiß schon gar nicht mehr, wohin mit diesen Mengen und vor allem, wie es auf Dauer sicher lagern, denn es wird ja nicht wesentlich ungiftiger, weil das Spaltmaterial, das es verseucht hat, mit einer lustig hohen Halbwertszeit gesegnet ist.
Wie lange wird das noch so weitergehen? Zehn Jahre?

Und danach?
Ist es dann ungefährlich, weil man es irgendwie unter einem Sarkophag verschließt, wie die Anlage in Tschernobyl?
Mitnichten! Es leckt nämlich nach wie vor nach unten, verseucht das Grundwasser, das Meer. Mann kann das Spaltmaterial nicht einfach rausholen, selbst wenn es einmal so abgekühlt ist, dass es nicht mehr als Dauerkochkesser wirkt, weil kein Mensch diesen Job überleben würde. Wir können also nur hoffen, dass irgendwann kleine Marvins entwickelt werden, die das für uns erledigen und danach deren Depressionen behandeln.
Was passiert mit der Reaktorumgebung?
Hoch giftige Partikel verseuchen die Oberfläche, können jederzeit vom Wind weitergetragen werden. Soll man das Erdreich abtragen, quadratkilometerweit? Wenn, dann wohin mit all dem Zeug?
Also Dauerevakuiertung eines Riesengebietes und sich einfach daran gewöhnen, dass es gelegentlich beim falschen Wind „saut“, wie in Tschernobyl?

Denn, Leute, Tschernobyl ist nicht „gegessen“. Auch das saut immer noch fröhlich vor sich hin, wird bald wieder einen neuen „Anstrich“, sprich Betonschutzmantel brauchen, für den ihr der verarmten Ukraine gerne euren Steuerzuschuss spendieren dürft.
Das ist nicht erledigt. Wir haben uns bloß daran „gewöhnt“.
Würdet ihr solche „gewöhnungsbedürftigen“ Ödzonen tatsächlich mitten in Deutschland riskieren?
Dr. Strangelove ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.12.14, 09:00   #23
Sathington Willoughby
Motörator
 
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Das Leben geht uch nach einer nuklearen Katastrophe weiter:
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Raumschiff Genderpreis II

endlich verfügbar!
Sathington Willoughby ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.12.14, 10:27   #24
Otto
Reichskanzler
 
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Zitat:
Zitat von Dr. Strangelove Beitrag anzeigen
Individuelle Unglücksfälle gehören zum Leben, KM.
Es ist aber schon ein wesentlicher Unterschied, ob wir nun von personell, lokal und zeitlich eng begrenzten Risken schreiben oder von welchen, die sich gebietsmäßig weitläufig und sich über Jahrzehnte bis Jahrtausende hin auswirken können.
Schön, aber wenn ich in meine Risiko-Abschätzung die Alternativen nicht einbeziehe, greife ich zu kurz.

Verzicht auf hinreichende Energieversorgung führt zu Minderversorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und anderen Versorgungsengpässen.

Fossile Brennstoffe sind erstens endlich und führen zweitens langfristig in die CO2-Falle.

Kernkraftwerke können theoretisch zu hohen Schäden führen. Die Wahrscheinlichkeit ist eher gering.

Weitere Alternativen sind in der Realität nicht vorhanden, denn die Erneuerbaren schaffen zumindest derzeit keine zuverlässige Versorgung.

Letztendlich habe ich aktuell nur die Wahl zwischen der Methode mit einem Restrisiko, und Methoden die entweder kurz- oder langfristig sicher tödlich sind.
__________________
Ich schreibe meinen Namen unter kein Gesetz, welches eine Belastung des Arbeiters enthält.
Otto ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.12.14, 11:00   #25
KOTZFISCH
Kritischer Rationalist
 
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Zitat:
Zitat von Querkopf Beitrag anzeigen
Schön, aber wenn ich in meine Risiko-Abschätzung die Alternativen nicht einbeziehe, greife ich zu kurz.

Verzicht auf hinreichende Energieversorgung führt zu Minderversorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und anderen Versorgungsengpässen.

Fossile Brennstoffe sind erstens endlich und führen zweitens langfristig in die CO2-Falle.

Kernkraftwerke können theoretisch zu hohen Schäden führen. Die Wahrscheinlichkeit ist eher gering.

Weitere Alternativen sind in der Realität nicht vorhanden, denn die Erneuerbaren schaffen zumindest derzeit keine zuverlässige Versorgung.

Letztendlich habe ich aktuell nur die Wahl zwischen der Methode mit einem Restrisiko, und Methoden die entweder kurz- oder langfristig sicher tödlich sind.
Die CO2 Falle ist keine.
Leider "heizt" das Gas nicht, ein Klima wie im römischen Optimum wäre angenehm und hülfe Milliarden an Heikosten sparen.

Neue Reaktotypen, die uns evtl. helfen hochaktives Material zu verbrennen, müssen dringend weiter entwickelt werden.
Da liegt eine Zukunft, in der Fusion nicht, es sei denn, ein überraschender Durchbruch gelänge hier.

CO2 hat keine Treibhauswirkung- die Erde ist kein Treibhaus.
Im TH unterbindet man Konvektion durch eine Glasscheibe.
Die Atmosphäre lebt von gewaltigen Konvektionsströmen.
Nichts Treibhaus.

Aber der gigantischste Angriff auf die Brieftaschen ever.
KOTZFISCH ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.12.14, 12:37   #26
Karl Ranseier
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Zitat:
Zitat von KOTZFISCH Beitrag anzeigen
Ja nun, werter Doktor, entschuldige falls ich mit C&P falsch liege.
Anderseits postete ich ja über die Suche nach modernen, inhärent sicheren Reaktortypen, welche mir auch lieber wären als Druckwasser, Siedewasser und Co.

Mir sind inhärent sichere Solar-, Wind und Biogas- und Wasserkraftwerke deutlich lieber.
Karl Ranseier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.12.14, 13:05   #27
KOTZFISCH
Kritischer Rationalist
 
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Zitat:
Zitat von Karl Ranseier Beitrag anzeigen
Mir sind inhärent sichere Solar-, Wind und Biogas- und Wasserkraftwerke deutlich lieber.
Ja, das wäre schön.

Wasser ist meist sicher.
Solar ist ein Problem bei Hausbränden- die Wehren löschen dann nicht mehr.
Die Rädchen sind ein ästhetisches Problem.

Wasser ist sicher im Hinblick auf die Sicherheit der Erzeugung erste Sahne.
Wind: scheisse.Sonne: scheisse.Biogas: na ja.

Sträube Dich doch nicht gegen einen inhärent sicheren Reaktor.

Falls so ein Ding jemals auskonstruiert würde und uns den hochaktiven Dreck verbrennt, wäre das ne prima Geschichte.
Es wird ja daran garbeitet.
KOTZFISCH ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.12.14, 14:24   #28
Dr. Strangelove
einfach nur nett
 
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Zitat:
Zitat von Querkopf Beitrag anzeigen
Schön, aber wenn ich in meine Risiko-Abschätzung die Alternativen nicht einbeziehe, greife ich zu kurz.

Verzicht auf hinreichende Energieversorgung führt zu Minderversorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und anderen Versorgungsengpässen.
Die Alternativen gibt es. Es wurde ihnen sogar ein aktueller Schmähstrang gewidmet.

Zudem sollten sie ja nicht glauben, dass ein Zurückschrauben unseres Energieverbrauchs keine unbedingte Notwendigkeit ist. So gut wie jeder Mensch wird ziemlich bald diesbezüglich persönliche Abstriche machen müssen. Das ist nun einmal so, wenn immer mehr Menschen in einem in sich geschlossenen System mit begrenzten Ressourcen leben. Der einzige Ausweg wäre eine neue, beinahe unbegrenzte Energiequelle. Ich habe das Thema Kernfusion bereits angeschnitten. Bis dahin wird aber in jedem Fall noch gespart werden müssen.

Zitat:
Zitat von Querkopf Beitrag anzeigen
Kernkraftwerke können theoretisch zu hohen Schäden führen. Die Wahrscheinlichkeit ist eher gering.
Ich habe bereits versucht, es in meinem Eingangsbeitrag zu erklären: Wenn der maximal anzurichtende Schaden groß genug ist, dann gibt es überhaupt keinen technisch realistisch möglichen Sicherheitsfaktor, der hoch genug ist, um das Projekt verantwortbar zu machen.
Dass bisher bereits ganz real zwei fette Pannen passiert sind, sollte ihnen zu denken geben und zeigt auf, dass die Sicherheitsfaktoren noch viel niedriger sind, als ich bis dahin zu befürchten gewagt habe.

Zitat:
Zitat von Querkopf Beitrag anzeigen
Weitere Alternativen sind in der Realität nicht vorhanden, denn die Erneuerbaren schaffen zumindest derzeit keine zuverlässige Versorgung.

Letztendlich habe ich aktuell nur die Wahl zwischen der Methode mit einem Restrisiko, und Methoden die entweder kurz- oder langfristig sicher tödlich sind.
Die Umstellung auf klimaneutrale, erneuerbare Energiequellen geht natürlich nicht von heute auf morgen. Deutschland ist aber diesbezüglich, im Gegensatz zu Österreich, (gottverdammte ÖVP!), schon auf einem guten Weg. Jedes neue Alternativ-Kraftwerk ist ein Puzzleteil mehr zur nachhaltigen Unabhängigkeit.
Oder meinen sie nicht auch, gerade sie als eher nationalistisch eingestellter User, dass es besser wäre, einem Herrn Putin, und den von ihnen so wenig geschätzten Arabern, die die Öl- und Gaspreise in die Höhe schrauben, künftig lächelnd den ausgestreckten Mittelfinger zu zeigen, als devot die eigene Geldbörse zu plündern?
Dr. Strangelove ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.12.14, 17:17   #29
Otto
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Zitat:
Zitat von Dr. Strangelove Beitrag anzeigen
...
Ich habe bereits versucht, es in meinem Eingangsbeitrag zu erklären: Wenn der maximal anzurichtende Schaden groß genug ist, dann gibt es überhaupt keinen technisch realistisch möglichen Sicherheitsfaktor, der hoch genug ist, um das Projekt verantwortbar zu machen.
Dass bisher bereits ganz real zwei fette Pannen passiert sind, sollte ihnen zu denken geben und zeigt auf, dass die Sicherheitsfaktoren noch viel niedriger sind, als ich bis dahin zu befürchten gewagt habe.
Der maximal anzurichtende Schaden ist nach meiner Ansicht von Hysterikern in eine Größenordnung hochgeschwätzt worden, der weit jenseits der Realität liegt.

Aber sei's drum: zumindest in Deutschland ist das Thema politisch gegessen, und ich bin Demokrat genug, mich der Mehrheit zu beugen, auch wenn ich die Entscheidung für dumm halte.

Zitat:
Zitat von Dr. Strangelove Beitrag anzeigen
Die Umstellung auf klimaneutrale, erneuerbare Energiequellen geht natürlich nicht von heute auf morgen.
Das reicht nicht. Die Versorgung muss auch noch stabil und wirtschaftlich sein.

Zitat:
Zitat von Dr. Strangelove Beitrag anzeigen
Deutschland ist aber diesbezüglich, im Gegensatz zu Österreich, (gottverdammte ÖVP!), schon auf einem guten Weg. Jedes neue Alternativ-Kraftwerk ist ein Puzzleteil mehr zur nachhaltigen Unabhängigkeit.
Leider nicht. Noch immer fehlt ein Gesamtkonzept, und Pufferspeicher fehlen fast vollständig.

Vorhanden sind an Pumpspeicherkraftwerken in Deutschland laut Wiki 7 GW mit einer Vorratshaltung von 4-8 Stunden. Benötigt würde nach Daten des Fraunhoferinstituts und eigener Berechnung über 500 GW um die aktuell installierte Solar- und Windenergiekapazität zu puffern.

Aktuell ist es folglich so, dass wir nahezu den gesamten alten Kraftwerkspark weiter unterhalten müssen, einen recht großen Teil davon sogar unter Dampf halten müssen. Das bedeutet im Klartext, dass wir Kraftwerke befeuern, Brennstoff verbrauchen und die Umwelt versauen, ohne auch nur ein Glühbirne zu betreiben, weil die nächste Flaute oder Wolke so sicher wie das Amen in der Kirche kommt.

Nahezu die gesamte Infrastruktur für die Stromerzeugung muss doppelt vorgehalten werden, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.


Zitat:
Zitat von Dr. Strangelove Beitrag anzeigen
Oder meinen sie nicht auch, gerade sie als eher nationalistisch eingestellter User, dass es besser wäre, einem Herrn Putin, und den von ihnen so wenig geschätzten Arabern, die die Öl- und Gaspreise in die Höhe schrauben, künftig lächelnd den ausgestreckten Mittelfinger zu zeigen, als devot die eigene Geldbörse zu plündern?
Ich weiß nicht, warum man mir regelmäßig eine nationalistische Einstellung vorwirft, nur weil ich Egoist bin.

Gegenüber den Herren Putin, Abdallah und wie sie alle heißen mögen, ist meine Einstellung eher gleichgültig. Anders sieht es mit meinem Geldbeutel aus. Und für den ist es viel günstiger, eine Infrastruktur nur einmal vorzuhalten statt dreifach.

Ja, wirklich dreifach: Einmal Wind und Sonne, einmal Puffer-Kraftwerke und einmal die Infrastruktur der eigentlichen Puffer, ob es nun Stauseen sind, oder irgendeine chemische Speicherung auf dem Umweg über Wasserstoff, Methanol oder was auch immer.

Wobei wir in Deutschland schon aus topographischen Gründen nicht in der Lage sind, hinreichend Puffer mit Pumpspeicherkraftwerken anzulegen, und die Herstellung und Speicherung via Wasserstoff oder Methanol sowohl vom Wirkungsgrad als auch aus Kostengründen unrealistisch ist.

Davon abgesehen spucken schon Naturschützer in die Suppe der Pumpspeicherkraftwerksbauer.
http://rv-hochrhein.bund-bawue.de/index.php?id=4670

Dabei ist dieses geplante Kraftwerk winzig in Relation zum Bedarf:

Zitat:
Das geplante PSW Atdorf soll eine Leistung von 1,4 GW mit einer Speichermenge von ca. 14 GWh aufweisen. Bezogen auf den Gesamtspeicherbedarf in Europa trägt dieses Pumpspeicherwerk damit weniger als 0,1% der Leistung und 0,001% der Speichermenge bei.
Der Satz zeigt so nebenbei auch noch, dass der BUND unlauter argumentiert, weil er die Relation auf Europa kalkuliert. Bezogen auf Deutschland ist es immerhin schon fast ein 1% der benötigten Leistung. Aber das nur nebenbei, der BUND ist in dieser Hinsicht zumindest nicht wesentlich schlimmer, als andere Interessengruppen.

Kurz und gut: Wer die alternativen Energien unserer Zeit zu Ende denkt, wird zu dem Schluß kommen, dass sie völlig unwirtschaftlich sind, und dass sie auch dem Naturschutz nur bedingt nutzen.
__________________
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Otto ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.12.14, 22:58   #30
panaya
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Zitat:
Zitat von Dr. Strangelove Beitrag anzeigen
Das weiß kein Mensch, da dieser Prozesst weder genau erfassbar, noch abgeschlossen ist. Er wird in tausend Jahren noch nicht abgeschlossen sein. Oder würden sie etwa ihre Familie dort ansiedeln, hm?
Ich bin nicht gegen die Atomenergie, aber gerade weil die Nutzung von der Kernenergie so hohe Risiken hat, weil Tschernobyl, Fukushima gezeigt haben, was passiert, wenn der Mensch die Technik mal dann doch nicht in Griff hat, ist jeder Einwand jede Kritik berechtigt .
Die Kernkraftwerksbetreiber würden ohne diesen Druck aus der Öffentlichkeit, ohne ihre Gegner noch nachlässiger und noch mehr rumschlampern als sie es jetzt schon tun. Ich kenne OKG und Ariva gut und weiss was da so alles passiert und es passieren viel mehr Störfälle als jemals an die Öffentlichkeit kommt.
Trotzdem sehe ich moment bis es wirklich eine bessere Technik oder Möglichkeit gibt zur Energiegewinnung keine grosse Alternative zur Kernenergie.
__________________
P - Panay, oder Philippines
A - any adjective that has to describe and fit my personality
N - natural and wonderful and sometimes,wild.haha,just kidding
A - again A hmm wie Artig ? niemals
Y - Yahooooooo im here
A- Asya? tulad ng sa Pilipinas o sa Swede? Saan ako sa bahay? men då kanske jag ska skriva tyska?
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