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Alt 06.05.15, 19:48   #11
Brutus
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Zitat:
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Davon bin ich fest überzeugt.
Ein Großteil terroristischer Aktionen dürften von den westlichen Geheimdiensten führend CIA/Mossad inszeniert sein.
Man kann es so zusammenfassen: Einen anderen als den westlich-israelischen Staatsterrorismus gibt es nicht! Ausgenommen den Verzweiflungskampf der Palästinenser gegen die israelischen Okkupanten und Landräuber.
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*Die Wahrheit schweigt! In ihrem eisigen Mund von Fesseln der Angst die Zunge behindert*, (André Chénier, Ode an Charlotte Corday). Ignoriert wird: Leila.
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Alt 06.05.15, 21:24   #12
Brutus
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Noch'n paar Stichworte: Massaker von Deir Yassin, Ermordung des UN-Gesandten Graf Folke Bernadotte, Lavon-Affäre, USS-Liberty, AMIA (Buenos Aires) und viele, viele weitere Attentate auf jüdische Einrichtungen, die, so Jacob Cohen, vom Mossad gefingert wurden, um die Auswanderung nach Israel voranzutreiben.
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*Die Wahrheit schweigt! In ihrem eisigen Mund von Fesseln der Angst die Zunge behindert*, (André Chénier, Ode an Charlotte Corday). Ignoriert wird: Leila.
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Alt 06.05.15, 21:36   #13
Sathington Willoughby
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...und die Aluhüte nicht vergessen...
nur, weil eine Person irgendwie mit Mossad &Co. Verbandelt ist, heißt das nicht, dass es eine Verschwörung ist. Es gibt auch plausible Erklärungen, da Sicherheitsleute oft auch von Israelis ausgebildet werden.
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„Der Grund, warum Menschen zum Schweigen gebracht werden, ist nicht, weil sie lügen, sondern weil sie die Wahrheit reden.
Wenn Menschen lügen, können ihre eigenen Worte gegen sie angewandt werden. Doch wenn sie die Wahrheit sagen, gibt es kein anderes Gegenmittel als die Gewalt."

Theodor Fontane
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Alt 06.05.15, 21:42   #14
Berliner Kindl
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Zitat:
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...und die Aluhüte nicht vergessen...
nur, weil eine Person irgendwie mit Mossad &Co. Verbandelt ist, heißt das nicht, dass es eine Verschwörung ist. Es gibt auch plausible Erklärungen, da Sicherheitsleute oft auch von Israelis ausgebildet werden.
Also die Lavon-Affäre geht ganz offiziell auf das Konto des Mossad. Da gibt es nichts zu diskutieren. Wer vor so einer Sauerei nicht zurückschreckt, dem kann man durchaus auch manch andere Sauerei zutrauen.
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Alt 06.05.15, 22:07   #15
Dobermann
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Zitat:
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...und die Aluhüte nicht vergessen...
Völlig überflüssiger Spruch, den ich eigentlich von Dir nicht erwartet hätte. Wir reden hier nicht von Gedankenstrahlen oder UFOs, sondern von Verwicklungen der Geheimdienste in Terror- und Gewaltakten.
Zitat:
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nur, weil eine Person irgendwie mit Mossad &Co. Verbandelt ist, heißt das nicht, dass es eine Verschwörung ist. Es gibt auch plausible Erklärungen, da Sicherheitsleute oft auch von Israelis ausgebildet werden.
Naturgemäß wirst Du bei Geheimdienstaktionen auf Verschwörungen stoßen, denn das ist ihr täglich Brot. Ich werde hier versuchen belegte Fakten, Querverweise und Verbindungen der Geheimdienste darzulegen und auf Nachfrage weitere Details zu liefern. Der Leser kann dann seine eigenen Schlüsse ziehen. Das diese oft in Spekulationen enden, wird sich bei solch einem unerforschten Thema kaum vermeiden lassen.

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Alt 07.05.15, 00:31   #16
Dobermann
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Standard Berlin: Anschlag auf Diskothek La Belle

Zitat:
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Unruhen in Frankreich im November 2005...
Der Anschlag 1986 auf die Berliner Diskothek La Belle gab den Amerikanern den Anlass, Libyens Hauptstadt Tripolis zu bombardieren. Bei der heldenhaften "Racheaktion" Operation El Dorado Canyon warfen 160 amerikanische Flugzeuge 60 Tonnen Bomben ab. Die Opferzahl war relativ gering - 50 Soldaten, 40 Zivilisten - was wohl dem Umstand geschuldet war, dass man gezielt Gaddafi töten wollte. Seine Adoptivtochter die sich in Gaddafis Wohnhaus aufhielt hat es erwischt.

Es ist anzunehmen, dass der Anschlag auf die Diskothek eine FalseFlag Aktion westlicher Dienste war um eine Angriff auf Libyen zu rechtfertigen. CIA & Mossad waren offensichtlich beteiligt. Der BND und die STASI wussten Bescheid.
Das ZDF-Magazin Frontal beschäftigte sich mit diesem Fall und kam zu folgenden Schlussfolgerungen:
  1. Der Hauptangeklagte im gegenwärtigen Prozeß, Yasser Chraidi, wurde von deutschen und amerikanischen Geheimdiensten zum Sündenbock aufgebaut und ist vermutlich unschuldig.
  2. Mindestens ein Angeklagter, Musbah Eter, war jahrelang Mitarbeiter des amerikanischen Geheimdiensts CIA.
  3. Gegen einige der Hauptverdächtigen ist keine Anklage erhoben worden, weil sie von westlichen Geheimdiensten geschützt werden.
  4. Mindestens einer von diesen hat für den israelischen Geheimdienst Mossad gearbeitet.
Die Israelis führten parallel eine aufwendige, J.Bond-reife PSYOP durch, um dem Anschlag noch die richtige Würze zu verpassen. Über geheime Sendestationen auf libyschen Boden verbreiteten sie über libysche Frequenzen Fake-Nachrichten, die vom geplanten Anschlag berichten. Andere lauschende Geheimdienste & Militärs sollten so von Libyens Täterschaft überzeugt werden. Trotz der aufwendigen Aktion haben die Spanier und Franzosen den Bluff durchschaut und den Amerikanern Überflugrechte und Flugplätze verweigert.

Ein Mossad-Aussteiger berichtet:
Der Zylinder war in einen Teppich gewickelt. In dem Appartement wurde die Kappe des Zylinders geöffnet und eine kleine tellerähnliche Antenne entfaltet, die vor dem Fenster in Nordrichtung angebracht wurde. Der Apparat wurde eingeschaltet, und damit war das Trojanische Pferd an seinem Platz. Der Mossad-Kämpfer hatte die Wohnung für sechs Monate gemietet und die Miete im voraus bezahlt. Außer für ihn gab es für niemanden einen Grund, das Appartement zu betreten. Wenn es jedoch jemand täte, würde sich der Apparat selbst zerstören, wobei der größte Teil des Obergeschosses mit in die Luft fliegen würde.

Der Mossad sandte über die geheime Sendestation eine lange Reihe von terroristischen Befehlen an verschiedene libysche Botschaften in der ganzen Welt (beziehungsweise an die Volksbüros, wie sie von den Libyern genannt werden). Die Nachrichten wurden von den Amerikanern dechiffriert, sie schienen ihnen hinreichende Beweise dafür zu liefern, daß die Libyer hinter terroristischen Aktivitäten in der ganzen Welt steckten, und bestätigten die entsprechenden Berichte des Mossad.

Die Franzosen und Spanier gingen dieser Informationsfülle nicht auf den Leim. Ihnen kam es seltsam vor, daß die Libyer, die in der Vergangenheit bezüglich ihres Funkverkehrs sehr vorsichtig gewesen waren, aus blauem Himmel heraus plötzlich ihre Aktionen ankündigten. Sie fanden es auch verdächtig, daß die Berichte des Mossad in einer Sprache verfaßt waren, die den chiffrierten libyschen Botschaften auf merkwürdige Weise glich. Sie argumentierten, daß für den Fall, daß diese Informationen stimmten, der Angriff auf die Diskothek La Belle am 5. April in West-Berlin hatte verhindert werden können, weil zwischen der Anweisung und der Durchführung des Anschlags genügend Zeit gewesen sei, um einzugreifen. Und da dies nicht geschehen sei, konnte--er nicht auf das Konto der Libyer gehen, und die neuen Informationen seien ihrer Ansicht nach ein Schwindel.

Die Mossad-Spitze rechnete fest mit dem amerikanischen Versprechen, einen Vergeltungsschlag gegen jedes Land zu führen, das nachweislich den Terrorismus unterstützte. Das Trojanische Pferd lieferte den Amerikanern den Beweis, den sie brauchten. Der Mossad benutzte auch Gaddafis Psychopathen-Image und seine Erklärungen - die tatsächlich nur für den inneren Gebrauch gedacht waren, um die richtige Atmosphäre für einen Schlag gegen Libyen zu erzeugen.

Der amerikanische Angriff hatte für den Mossad ein dreifaches Ergebnis. Er brachte einen Deal zur Entlassung der amerikanischen Geiseln im Libanon zum Scheitern, wodurch die Hisbollah m den Augen des Westens Feind Nummer eins blieb. Er war auch eine Botschaft an die gesamte arabische Welt, der noch einmal verdeutlicht wurde, wo die Amerikaner im arabisch-israelischen Konflikt standen. Und drittens ging das Büro daraus als großer Held hervor, der die USA mit lebenswichtigen Informationen für den Kampf gegen den Weltterrorismus versorgt hatte.

Nur die Franzosen und die Spanier fielen auf den Mossad-Trick nicht herein. Sie waren entschlossen, sich bei diesem aggressiven Akt nicht auf die Seite der Amerikaner zu stellen und erlaubten den amerikanischen Bombenflugzeugen nicht, auf ihrem Weg zum Angriff auf Libyen ihr Territorium zu überfliegen. Damit zeigten sie deutlich, daß sie mit der Aktion nicht einverstanden waren.
Victor Ostrovsky, Geheimakte Mossad
http://www.amazon.de/Geheimakte-Moss.../dp/3442126584
https://www.wsws.org/de/articles/1998/08/bell-a28.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_El_Dorado_Canyon
http://de.wikipedia.org/wiki/La_Belle_%28Diskothek%29

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Geändert von Dobermann (07.05.15 um 00:38 Uhr)
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Alt 07.05.15, 14:17   #17
Dobermann
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Standard Schweden: Untergang der Estonia 1994

Am 28. September 1994 sank die die Ostsee-Fähre Estonia auf dem Weg nach Stockholm. Bei dem Unglück kamen 852 Menschen ums Leben, viele Frauen und Kinder. Es ist das größte Schiffsunglück der europäischen Nachkriegsgeschichte. Die offiziellen Ermittlungen kamen zu dem Schluss: Durch den starken Wellengang wurde die Bugklappe abgerissen. Diese Meinung hält sich bis heute.

Was wurde verschwiegen?
Die schwedische und estnische Regierung schmuggelten im Auftrag von MI6 & CIA gestohlene russische Militärtechnologie von Estland nach Schweden. Dazu wurden mehrfach große Passagierschiffe/Fähren benutzt. So auch am 28.September. Diesmal ging es um russische Raketentechnik. Ein schwedischer Zollbeamter verrät Jahre später, dass es zu Unstimmigkeiten bei der Ladung kam. Er wurde von oberster Stelle angewiesen, bestimmte Fahrzeuge ohne Kontrolle durchzuwinken.

So verwundert es nicht, dass die schwedische Regierung nach dem "Unglück" die gesunkene Fähre komplett einbetonieren wollte. Das konnte nur unter großen Protesten der Hinterbliebenen verhindert werden. Der Schiffsbauer, die deutsche Werft Meyer schickte ein Expertenteam von Tauchern, dass zu dem Schluss kam, dass die Bugklappe mit Haftminen gesprengt wurde. Damit widerspricht sie vorherigen und späteren Ermittlungsergebnissen. Man könnte jetzt schlussfolgern dass jemand den Schmuggel der Raketentechnologie verhindern wollte. Die Russen oder ein anderer Dienst?

Ungereimtheiten und kuriose Spins
  • Kapitän Avo Piht und 7 weitere Überlebende waren plötzlich verschwunden und tauchten nie wieder auf obwohl Augenzeugen und Fernsehbilder deutlich die Rettung der Vermissten zeigen
  • Ein mysteriöser Felix-Report - angeblich vom KGB - behauptet, dass der Kapitän die Bugklappe absichtlich geöffnet hat. Die estnische Mafia schmuggelte große Mengen Heroin und "Cobalt". Die Schweden bekamen Wind davon, die Mafia rief den Kapitän an, die Ladung sofort verschwinden zu lassen.

Selbst wenn die Bugklappe nicht gesprengt wurde, kann man diese Affäre getrost als Verschwörung der jeweiligen Regierungen gegen das Volk bezeichnen. Amerikaner, Briten, Schweden und Estländer haben bewusst menschliche Schutzschilde für Spionage und Schmuggel missbraucht. Und die Russen haben möglicherweise den Tod von 852 Menschen in Kauf genommen um dies zu verhindern.


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Der Beamte Henriksson sagte, er habe damals den Befehl erhalten, am 14. und 20. September 1994 gewisse Fahrzeuge (die sowjetische Militär-Schmuggelware transportierten) ohne Inspektion durch den schwedischen Zoll zu lassen. Diese Aussage ließ den Untergang der Estonia in einem neuen Licht erscheinen. Bis dahin waren Berichte über den Schmuggel sowjetischer Militärtechnologie an Bord der Estonia immer als reine „Verschwörungstheorie“ abgetan worden. Henriksson enthüllte nun, dass es ein Geheimabkommen gegeben hatte, militärisches Schmuggelgut nach Schweden einzuführen, ohne es durch den schwedischen Zoll inspizieren zulassen. Das Abkommen hatten Owe Wictorin, damals Oberkommandierender der schwedischen Armee, und Ulf Larsson, damals Generaldirektor der schwedischen Zollbehörde, vereinbart. Und es war den höchsten Ebenen der Regierung wie auch dem Verteidigungsministerium bekannt, nicht aber der Öffentlichkeit.

Henriksson sagte, er erinnere sich noch gut daran, dass er am 14. September 1994 mit dem Fahrer (Deckname „Frank Larsson“) eines ihm angekündigten Fahrzeugs, das auf der Estonia transportiert wurde - eines Volvo 745 Kombi -, gesprochen habe. Henriksson sagte dem angeblichen „Frank Larsson“, dass er eine „Scheininspektion“ durchführen werde: „Wir öffneten ein paar Kisten, und soweit ich sehen konnte, befand sich militärische Elektronik darin.“ Der Volvo gehörte einer nicht existierenden Firma mit dem Namen Ericsson Access AB, einem fiktiven „Zweigbetrieb“ des Unternehmens AB LM Ericsson Finance, das aber offenkundig weder von der Tarnfirma wusste noch an dem Militärschmuggel beteiligt war. Journalisten fanden später heraus, dass die Ericsson Access AB im Jahr 1994 Kontakte zu der hochgeheimen Abteilung KSI des militärischen schwedischen Abschirmdienstes hatte. Ericsson montierte zu der Zeit für Russland Mobilfunkstationen rund um Leningrad; der gute Ruf der Firma Ericsson wurde schlicht ausgenutzt.

Der schwedische Geheimdienst nutzte die zwischen Estlands Hauptstadt Tallinn und Stockholm verkehrende Fähre zum Transport von Elektronikausrüstung des früheren sowjetischen Geheimdienstes KGB. Er hängte sich an die Materialtransporte von Ericsson an, um die geheime Militärtechnik aus Russland zu schmuggeln. Das aber hatte der Geheimdienst bei den Ermittlungen über die Ursache des Estonia-Unglücks verschwiegen. Das schwedische Militär hatte den Schmuggel sowjetischer Militärtechnologie zwar autorisiert, doch war der endgültige Bestimmungsort der Sowjet-Technologie nicht Schweden, sondern ein nicht näher bekanntes westliches Land. Auch am 20. September 1994 musste Henriksson zum Schein ein mit Militärgütern beladenes Fahrzeug kontrollieren. „Was dachten Sie diesmal?“, fragte ihn Reporter Lars Borgnäs. „Ich dachte, es war eine seltsame Dienstanweisung“, antwortete Henriksson, „aber Befehl ist Befehl, und über Befehle denkt man nicht allzu viel nach.“

Zwei Tage nach diesem enthüllenden Bericht des Ersten Schwedischen Fernsehens, am 2. Dezember 2004, gestand die schwedische Armee die Existenz des geheimen Programms zum Schmuggel sowjetischer Militärelektronik ein. Bis heute wurde das Programm nicht eingestellt. Damals hat Russland viel unternommen, um diesen Handel mit geheimer Militärtechnologie zu unterbinden. Das hat der frühere schwedische Militärattache im Baltikum schwedischen Reportern bestätigt. Diese Enthüllungen werfen ein neues Licht auf einen anderen Untersuchungsbericht, den bei seiner Veröffentlichung im Jahre 1999 kaum jemand zur Kenntnis nehmen mochte:

Die Meyer-Werft, die die Estonia gebaut hatte, veröffentlichte eine Nachricht, die zunächst eher an eine Verschwörungstheorie denken lässt. Von ihr beauftragte Fachleute hatten herausgefunden, dass eine Bombenexplosion die Bugklappe abgerissen und das Eindringen des Wassers ermöglicht hatte. Nach diesen Angaben hatte sich die Bugklappe der Estonia nicht, wie bisher behauptet, durch Seegang gelöst, sondern wurde durch mindestens zwei schwere Detonationen unterhalb der Wasserlinie abgesprengt. Mit dem Anschlag wollte die russische Seite den Waffenschmuggel verhindern, heißt es in dem Bericht der 13- köpfigen Kommission. Damals hatte die schwedische Regierung behauptet, solche Waffentransporte habe es auf der Estonia gar nicht gegeben.

Inzwischen musste man eingestehen, gelogen zu haben. Und inzwischen weiß man, dass Fährschiffe wie die Estonia sehr wohl regelmäßig von der schwedischen Regierung für den geheimen Schmuggel russischer Militärtechnik genutzt wurden. Ebenso gibt es Hinweise darauf, dass beim Untergang der Estonia Militärelektronik aus russischen Raketen an Bord des Schiffes war, Raketentechnik, die der Westen unbedingt studieren wollte - was die Russen aber um jeden Preis verhindern wollten. Der endgültige Bestimmungsort des Waffenschmuggels der Estonia war nach jüngsten Erkenntnissen nicht Schweden, sondern Großbritannien. Die Briten wollten gemeinsam mit den Amerikanern - wieder einmal - russische Raketentechnik studieren. Der britische Auslandsgeheimdienst MI6 half den Schweden dabei, diese zu beschaffen. Alles deutet heute darauf hin, dass Haftminen die beiden Explosionen hervorriefen.
Udo Ulfkotte, Der Krieg im Dunkeln
http://www.amazon.de/Der-Krieg-Dunke.../dp/345360069X
http://www.spiegel.de/einestages/est...-a-992990.html
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8910377.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Estonia...#Der_Untergang

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Geändert von Dobermann (07.05.15 um 14:58 Uhr)
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Alt 07.05.15, 16:14   #18
dscheipi
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Zitat:
Zitat von dscheipi Beitrag anzeigen
bitte gladio nicht vergessen...


schaun wir mal, was wir da haben:




Gladio (ital. „Kurzschwert“; von lat. Gladius) war der Deckname für eine geheime paramilitärische Einheit der NATO in Italien, die im Fall einer Invasion von Truppen des Warschauer Paktes Guerilla-Operationen und Sabotage gegen diese durchführen sollte.

Im August 1990 wurde diese Einheit, ihre Beteiligung an einigen Terroranschlägen in Italien und die damit verbundene Strategie der Spannung aufgedeckt. Wie stark die Central Intelligence Agency (CIA) und die NATO an den Aktionen von Gladio beteiligt waren, wird in der historischen Forschung kontrovers diskutiert. Die NATO hat bisher keine Informationen dazu veröffentlicht.

Ähnliche geheime Militäreinheiten anderer Staaten Westeuropas werden als Stay-behind-Organisationen zusammengefasst. Einige davon wurden infolge der Aufdeckung von Gladio 1990 bekannt.



Ab 1950 wurden in Italien Agenten für Guerillaoperationen und Sabotage gegen Besatzertruppen des Warschauer Pakts ausgebildet. Dazu wurden europaweit geheime, illegale Waffendepots angelegt. Die Existenz der Untergrund-Armee wurde geheim gehalten und war nur einem kleinen Kreis von Regierungsmitgliedern bekannt. In den einzelnen Ländern wurde die Anwerbung und Führung der Agenten meist von Unterabteilungen der jeweiligen nationalen Geheimdienste übernommen. Die militärische Befehlsgewalt hatten die geheimen Kommandostellen Allied Clandestine Committee und Clandestine Planning Committee im NATO-Hauptquartier SHAPE im belgischen Mons.[1]

Die Stay-behind-Offiziere trainierten zusammen mit den US-amerikanischen Special Forces und dem britischen Special Air Service,[2] etwa auf einem geheimen Militärstützpunkt bei Capo Marrargiu auf Sardinien. Im Umfeld der Mitglieder der Geheimarmeen gab es einen Kreis von zivilen Unterstützern, die erst im Ernstfall des Einmarschs von sowjetischen Truppen aktiviert werden sollten. Die Einheiten wurden über CIA und MI6 unter anderem mit Maschinengewehren, Sprengstoff, Munition und Funkgeräten ausgestattet. Diese wurden in geheimen Waffenlagern versteckt, die sich in Erdverstecken, vor allem in Waldgebieten, oder in unterirdischen Bunkern befanden.[2]

Als Vorbild diente das Special Operations Executive, eine britische Spezialeinheit, die während des Zweiten Weltkrieges selbst verdeckte Operationen hinter feindlichen Linien ausgeführt und Widerstandsgruppen wie die Résistance unterstützt und ausgebildet hatte. Die Mitglieder der so gebildeten Geheimarmeen kamen aus militärischen Spezialeinheiten, Nachrichtendiensten oder aus dem Rechtsextremismus, letztere teilweise mit kriminellem Hintergrund.[3]


Zerstörter Hauptbahnhof von Bologna nach dem Bombenanschlag 1980, bei dem 85 Menschen starben.Die italienische Geheimarmee Gladio soll die Regierungsteilnahme der KPI zu verhindern versucht haben. Dazu soll sie mit SISMI-Mitgliedern und Neofaschisten zwischen 1969 und 1985 viele Terroranschläge verübt haben. Dies soll Höhepunkt der in den 1950er Jahren begonnenen verdeckten Operation Demagnetize der CIA gewesen sein. 1990 wurde auch eine Verbindung zu der Geheimloge Propaganda Due (P2) vermutet. Behörden verfolgten und diffamierten linksradikale Personen und Gruppen als Verantwortliche, indem Beweismittel gefälscht wurden. Die Empörung der Öffentlichkeit darüber sollte die in Italien traditionell starke Kommunistische Partei schwächen. Gladio wird Mitwirkung an vier Bombenexplosionen in Mailand und Rom, darunter dem Bombenanschlag auf der Piazza Fontana (17 Tote) im Dezember 1969 und dem Anschlag von Bologna 1980 (85 Tote) nachgesagt.[4]

Laut Andreottis Aussage von 1990 hatte Gladio 622 Mitglieder und 139 Waffenlager, von denen 12 nicht mehr zugänglich seien.[5]




und hier gehts weiter: http://de.wikipedia.org/wiki/Gladio



__________________
lachende melancholiker zürnen nicht.


bin weder am bandenwesen noch am königsspiel interessiert, bitte von entspr. abstand nehmen

meine beiträge sind ausschließl. mein geistiges eigentum. fehlinterpretationen gehen ausschl. zu lasten des lesers


Neolib ist scheisse, raus aus der EU
www.youtube.com/watch?v=RtypgSOZUIc


Durch Gottes Gnaden mit chron. vaginaler Überlegenheit ausgestattet


stille treppe: nathan, mirage, denkmal/umvolker


bitte keine freundschaftsanfragen
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Alt 19.05.15, 14:26   #19
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Standard Belgien: Terror, Die Killerbande von Brabant

In den Achtziger Jahren kam es in mehreren westeuropäischen Ländern zu Terrorakten, Überfällen und Mordfällen. Unter anderem Die Massaker von Brabant

WIKI schreibt dazu
Zitat:
Die Killerbande von Brabant (niederländisch Bende van Nijvel, französisch Les Tueurs du Brabant) ist eine Gruppe, die gemeinhin für das Massaker von Brabant verantwortlich gemacht wird. Hierbei handelt es sich um eine Serie gewalttätiger Angriffe, die zwischen 1982 und 1985 in der belgischen Provinz Brabant stattfanden und 28 Todesopfer und über 20 Verletzte forderten. Nivelles ist eine Stadt der Provinz Wallonisch-Brabant und galt als geographisches Zentrum dieser Verbrechen. Die Verbrechen der Gruppe gelten, neben dem Fall Dutroux, als die aufsehenerregendsten der belgischen Nachkriegszeit. Die Gruppe führte die bewaffneten Überfälle auf Restaurants, Einzelhändler, Supermärkte und ein Waffendepot mit beinahe militärischer Präzision aus. Die Täter erschossen dabei jeweils wahllos und kaltblütig mehrere unbeteiligte Menschen.
Die Überfälle wurden also mit militärischer Präzision ausgeübt. Ein finanzielles Interesse können wir ausschließen. Wer steckt also hinter dem Terror. Es ist anzunehmen, dass der belgische und israelische Geheimdienst hinter den Anschlägen stecken. Dazu bedienten sie sich geheimer Gladio-Kommandoeinheiten. Wie dscheipi schon erwähnte, wurden in den 50ern vom CIA & MI6 in ganz Europa geheime Netzwerke gegründet und mit Waffen versorgt. Diese militanten Gruppen sollten im Falle einer sowjetischen Invasion aktiv werden. Dazu kam es aber nie. Die Netzwerke blieben jedoch bestehen und wurden in den nächsten Jahren von den Geheimdiensten für Anschläge und Terroraktionen benutzt. Aber warum ausgerechnet die Israelis? Israel war sehr daran interessiert Israel-kritische Parteien und Regierungen mundtot zu machen. So erscheint es nicht verwunderlich, dass ausgerechnet zum Zeitpunkt der Anschläge die belgische Justiz den ehemaligen israelischen Ministerpräsident Ariel Scharon für ein Blutbad an Palästinensern mitverantwortlich gemacht hat und später anklagen wollte.

So schrieb der Spiegel zur Killerbande von Brabant:
Zitat:
Täter aus dem Geheimdienst?
Für die Theorie spricht die zeitliche Übereinstimmung. Zu der Zeit der Morde in Belgien verfolgen rechtsgerichtete Mitglieder in Militär- und Geheimdienstkreisen in Italien, die "Gladio" zugerechnet werden, eine "Strategie der Spannung". Sie versuchen, zum Beispiel durch fingierte Attentate, eine innere Bedrohungssituation zu schaffen, die einer streng konservativen Politik nutzen soll.
Ein Mossad-Aussteiger berichtet:
Ein anderer Anlaß für die Operation, von dem ich erst sehr viel später erfuhr, war weitaus finsterer. Itzik Efrat, Chef des israelischen Ressorts, war dafür verantwortlich. Dabei spielte ein kampferprobter Einsatzoffizier namens Barda eine Rolle, der 1984 eine belgische Gruppe aufgespürt und mit ihr Kontakt aufgenommen hatte. Sie war ursprünglich von der NATO als antikommunistische Zelle aufgebaut worden, um im Falle einer kommunistischen Invasion aktiviert zu werden. Dieser Plan, der unter der Bezeichnung Operation Gladiator lief, wurde niemals verwirklicht, aber die NATO löste die von ihr geschaffene geheime Guerillatruppe nie auf, und so benutzte der Mossad sie für seine Zwecke.

Die Aktivierung der schlafenden Zelle wurde im Einverständnis mit dem belgischen Staatssicherheitsdienst und der Anti-Terrorismus-Abteilung des Mossad vorgenommen. Barda machte dem belgischen Geheimdienst klar, daß extreme Methoden notwendig waren: terroristische Greueltaten, die man den Kommunisten in die Schuhe schieben wollte, um eine starke Reaktion und die Forderung nach einer Verstärkung der Sicherheitskräfte zu provozieren. »Das Zögern soll man den Umweltschützern und empfindsamen Demokraten überlassen«, pflegte er zu sagen.

Außer auf die NATO-Zelle konnte der belgische Geheimdienst auf ein schier unerschöpfliches Reservoir an rechten Fanatikern zurückgreifen, so auf eine faschistische Gruppierung, die sich Westland New Post (WNP) nannte. Das berichteten jedenfalls Mossadinterne Quellen. Die sich formierenden Rechten, zu denen einige aktive Polizisten zählten, verübten unter dem Schutz des belgischen Geheimdienstes eine Serie von Raubüberfällen von extremer Brutalität. Diese Terroristen wurden unter dem Namen »Mörder von Brabant« bekannt. Im September und November 1985 überfielen sie mehrere Supermärkte und verübten einen politischen Mord an einem belgischen Geistlichen. Außerdem führten sie mehrere LKW-Entführungen durch, die anderen Verbrechern zugeschrieben wurden, die »auf der Flucht erschossen« worden waren.

Die Überfälle hatten kein finanzielles Motiv. Ihr Ziel war reiner Terror und die Destabilisierung der belgischen Regierung, die nach links neigte. Drei Mitglieder der Gruppe mußten 1985 das Land verlassen. Sie entkamen nach Israel und erhielten vom Mossad eine neue Identität, als Teil des Abkommens, das ursprünglich mit dem belgischen Partner des extremen rechten Flügels getroffen worden war. Die Forderung der Belgier, daß der Mossad einen Weg finden sollte, um den Rechten Waffen zukommen zu lassen, ohne die belgischen Behörden mit hineinzuziehen, führte zu dem Blitzmanöver, bei dem ich 1986 von Zypern aus beteiligt war. Barda bezeichnete den Rechten das Versteck der CCC mit den Waffen, die der Mossad ihnen verkauft hatte. Er sagte ihnen, daß sie sie sich holen konnten, während man die Kommunisten hochgehen lasse .
Ostrovski, Geheimakte Mossad
http://de.wikipedia.org/wiki/Gladio
http://de.wikipedia.org/wiki/Killerbande_von_Brabant
http://www.spiegel.de/einestages/rae...-a-946889.html
http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-178566.html
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Geändert von Dobermann (20.05.15 um 01:06 Uhr)
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Alt 20.05.15, 00:33   #20
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Standard Genf: Operation Hanibal, Der Barschel-Mord

Am 11. Oktober 1987 wurde Uwe Barschel tot aufgefunden. Die offiziellen Ermittlungen, die übrigens bis heute Gültigkeit haben, sprechen von einem Suizid. Und das obwohl klare Indizien und Zeugenaussagen von einem Mord im Staatsauftrag sprechen. Und ich meine nicht Deutschland als Auftraggeber sondern Israel. Obwohl sämtliche Indizien auf ein israelisches Mordkommando schließen lassen, gibt es keine weiteren Untersuchen diesbezüglich.

Die offensichtliche Motivation war die Unbestechlichkeit Barschels. Trotz einer hetzerischen Medien-Kampagne und hohen Bestechungsgeldern, die er offensichtlich ablehnte, bestand er auf die Klarstellung seiner Sicht der Dinge. Einem Tag bevor er aussagen wollte, kam er ums Leben. Seine angekündigten Aussagen betrafen das Thema illegale Waffenlieferung von Israel an den Iran, abgewickelt über Deutschland.

Der Spiegel berichtete
Kiel/Berlin - Einer der wichtigsten Gutachter im Fall Uwe Barschel verdächtigt in einem neuen Gutachten den Mossad, den früheren schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten ermordet zu haben. Die chemischen Analysedaten stimmten bis in Details mit einem Mordablauf überein, den ein ehemaliger Agent des israelischen Geheimdienstes, Victor Ostrovsky, in einem Buch schildere. Das schreibt der Schweizer Toxikologe Hans Brandenberger in einem Beitrag für die "Welt am Sonntag".

Es ist das erste Mal, dass sich der Wissenschaftler zur Frage nach den Tätern äußert. Brandenberger hatte Mitte der neunziger Jahre auf Drängen der Familie Barschel ein neues Gutachten erstellt und die "Drei plus Eins"-Theorie formuliert. Er kam zu dem Ergebnis, dass Uwe Barschel die vier tödlichen Präparate nicht zeitgleich genommen haben kann. Barschel sei nicht mehr handlungsfähig gewesen, als die letzte Substanz in seinen Körper gelangte. Das Gutachten löste im Jahr 1994 neue Ermittlungen aus.

Der frühere Chefermittler in dem Fall, Heinrich Wille, sieht nun den Verdacht erhärtet, dass Barschel von einem professionellen Killerkommando getötet wurde. Brandenbergers Aufsatz enthalte neue Erkenntnisse, die geprüft werden sollten, wurde der ehemalige Leitende Oberstaatsanwalt von Lübeck zitiert. Einen konkreten Verdächtigen gebe es aber bis heute nicht.

Der CDU-Politiker Barschel war am 11. Oktober 1987 tot in einer Badewanne des Genfer Luxushotels Beau Rivage gefunden worden. Viele Fachleute gehen von einem Selbstmord aus, die Todesumstände wurden aber nie zweifelsfrei geklärt.

Im Unterschied zu anderen Theorien beschreibe Ostrovsky ein Szenario, das mit den Analysedaten erstaunlich gut übereinstimmt, heißt es laut "Welt am Sonntag" in dem Papier Brandenbergers. Auffällige Details in Ostrovskys Bericht, zum Beispiel die rektale Zufuhr von Beruhigungsmitteln und die zeitlich versetzte Verabreichung von Medikamenten, spiegelten sich im chemischen Befund wider, so der Toxikologe.

Ex-Agent Ostrovsky erklärte, die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse über den Tod Barschels überraschten ihn nicht. "Ich weiß ja, dass es so war", wurde Ostrovsky zitiert. Der Autor, der bis heute nie offiziell von deutschen Ermittlern zum Geschehen von Genf befragt wurde, zeigte sich bereit zu einer Aussage: "Ich stehe den deutschen Strafverfolgungsbehörden jederzeit als Zeuge zur Verfügung, solange ich dabei in den USA bleiben kann."


Ostrovsky berichetet:

Der Grund, warum der BND den Mossad benutzen mußte, um mit dieser Situation fertig zu werden, bestand darin, daß sich die Drohung Barscheis gegen die mittleren Chargen des BND richtete. Diese hielten entgegen den direkten Befehlen ihrer Vorgesetzten Kontakt mit dem Mossad. Der BND konnte sich also nicht mit einem Hilfegesuch an seine eigenen Leute wenden. Zwei Einsatz-Paare quartierten sich im Hotel ein: das eine im vierten Stock, nahe beim Ausgang zum Dach, und das andere, das am selben Tag wie Barschel ankam, im dritten Stock neben dem Zimmer, das Ran für Barschel reserviert hatte.

Die übrigen Leute des Teams deckten das Umfeld ab und hielten sich in der Nähe auf, um nötigenfalls eingreifen zu können. Ran traf Barschel in dessen Zimmer am Nachmittag des 10. Oktober. Nachdem er eine Flasche Wein für den von ihm mitgebrachten Käse bestellt hatte, machte er Barschel zuerst ein Angebot. Barschel sollte überredet werden, seinen Sturz zu akzeptieren. Ran versprach ihm, daß man ihn großzügig entschädigen werde. Er versuchte ihm zu suggerieren, daß das, was er angeblich getan habe, im Bereich der Politik keine so große Sache darstelle und daß es besser für ihn sei, die Dinge laufen zu lassen und das Geld zu nehmen. Ran benutzte den üblichen Satz, den der Mossad so liebte, daß Geld keine Rolle spiele.

Barschel war sehr ungehalten. Er bestand darauf, daß Ran ihm die Beweise liefere, die seinen Namen reinwaschen könnten, oder zu verschwinden. Er war nicht daran interessiert, einen Profit aus der Sache zu schlagen, sondern er wollte es allen zeigen, die ihn verleumdet hatten. Da wurde Ran klar, daß es keine Möglichkeit gab, den Mann umzustimmen. Die Operation mußte in ihre zweite Phase treten, was die Beseitigung dieses Mannes bedeutete. Er war jetzt zu einer Gefahr für die Sicherheit der beteiligten Mossad-Leute geworden. Es gab aus diesem Grund keine Notwendigkeit, die Zustimmung zu seiner Eliminierung außerhalb des Mossad einzuholen. Das wäre bei einer Exekution aus politischen Gründen der Fall gewesen; hier hätte der Premierminister seine Zustimmung geben müssen.

Ran rief die zwei Männer im vierten Stock von Barschels Hotel an und gab ihnen grünes Licht für die Operation. Sie warteten die Zeit ab, bis Barschel von dem Mittel imWein eingeschlafen war. Sie riefen außerdem noch bei ihm an, um sicherzugehen, daß er nicht wach war. Dann drangen sie in sein Zimmer ein. Barschel lag auf dem Boden rechts neben dem Bett. Er war offenbar ohnmächtig geworden und aus dem Bett gefallen. Das Team zog ein Plastiktuch über das Bett und legte den Bewußtlosen darauf, mit den Beinen zum Kopfende, damit die nächsten Schritte einfacher wären.

Ein zusammengerolltes Handtuch wurde ihm unter den Nacken gelegt, als ob er eine Mund-zu-Mund-Beatmung bekommen sollte. Fünf Leute befanden sich zu dem Zeitpunkt im Raum. Vier kümmerten sich um das Opfer, und einer füllte die Badewanne mit Wasser und Eis; das Geräusch würde jedes andere übertönen. Ein langer, gut geölter Gummischlauch wurde dem schlafenden Mann in den Hals geschoben, langsam und vorsichtig, um ihn nicht zu ersticken. Einer schob den Schlauch, während ihn die anderen Männer für den Fall einer plötzlichen Konvulsion festhielten.

Sie alle hatten so etwas schon vorher gemacht. Sobald der Schlauch den Magen erreicht hatte, brachten sie am oberen Schlauchende einen kleinen Trichter an, durch den sie nun verschiedene Pillen einführten, dazu ab und zu etwas Wasser, damit sie auch tatsächlich den Magen erreichten. Danach wurden dem Mann die Hosen heruntergezogen. Zwei Männer hielten seine Beine hoch, und ein Dritter führte ihm rektal Zäpfchen mit einem starken Sedativ und einem fiebererzeugenden Mittel ein. Die Hosen wurden ihm wieder hochgezogen, und die Leute warteten auf die Wirkung der Medikamente; sie legten ihm ein Thermometer auf die Stirn, um seine Temperatur zu beobachten.

Nach einer Stunde hatte er hohes Fieber bekommen. Er wurde dann in das Eisbad gelegt. Der Schock rief starke Körperzuckungen hervor. Der plötzliche Temperaturwechsel im Verein mit der Wirkung der Medikamente erzeugte so etwas, was wie eine Herzattacke aussah. Nach ein paar Minuten stellte das Team fest, daß er wirklich tot war, und begann das Zimmer aufzuräumen, um keine Spuren zu hinterlassen. Sie merkten, daß sie den Fehler gemacht hatten, dem Mann nicht die Kleider auszuziehen, bevor sie ihn in die Wanne legten. Aber es war zu spät, das noch zu ändern. Sie merkten auch, daß die Ersatzweinflasche, die sie mitgebracht hatten, zwar ein Beaujolais war, aber nicht die richtige Marke, so daß sie keine Flasche hatten, um sie dazulassen. Die Lage war gespannt.

Sie hatten mehrere Stunden in dem Raum zugebracht, und einige von ihnen waren mehrmals hinausgegangen und wiedergekommen. Daß sie neben einer toten oder sterbenden Person Wache hielten, wäre wohl kaum zu erklären gewesen. Nachdem sie das Zimmer verlassen und das Schild »Bitte nicht stören« angebracht hatten, ging jeder seiner Wege. Zwei Leute verließen das Hotel noch am selben Abend, das zweite Paar erst am folgenden Morgen. Die übrigen Mitglieder des Teams hatten die Stadt schon in derselben Nacht mit dem Wagen verlassen und fuhren zurück nach Belgien in die Sicherheit des Mossad-Hauptquartiers in Europa. Ran wurde informiert, daß die Mission erfüllt war, ebenso der Mossad-Chef, dem ein Team-Mitglied ein Polaroidfoto von dem Toten brachte.
Ostrovski, Geheimakte Mossad

Zitat:
Die Bezeichnung Operation Hannibal stammt aus dem englischen Sprachraum und bezieht sich auf: die Waffenlieferungen Israels an den Iran über Drittländer in der Zeit des Ersten Golfkrieges.
http://de.wikipedia.org/wiki/Uwe_Bar...sumst.C3.A4nde
http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Hannibal
http://www.spiegel.de/panorama/justi...-a-730274.html





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Geändert von Dobermann (20.05.15 um 00:49 Uhr)
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