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Alt 24.02.17, 10:41   #1101
herberger
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Zitat:
Zitat von Ziu Beitrag anzeigen
Redeverbot ab 1940
Seinen "Stürmer" darf er aber weiter verlegen.
Das Todesurteil war durch nichts zu rechtfertigen, außer als Rechtfertigung für die "Befreier".
Streicher sagte wörtlich seit Tag Monat 1939.

Streicher war ohnehin hauptsächlich bei den Verhandlungen da mit beschäftigt wer im Saal alles Jude ist.

Streicher protestierte auch, weil er keinen antisemitischen Rechtsanwalt bekam.
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Alt 24.02.17, 10:49   #1102
Der Gast
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Zitat:
Zitat von herberger Beitrag anzeigen
Streicher war ohnehin hauptsächlich bei den Verhandlungen da mit beschäftigt wer im Saal alles Jude ist.

Streicher protestierte auch, weil er keinen antisemitischen Rechtsanwalt bekam.
Man hätte ihn zum lebenslangen Toilettenputzen von Synagogen verurteilen sollen. Aber das hätte er mit der eigenen Zahnbürste tun müssen.
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Alt 24.02.17, 11:04   #1103
herberger
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Zitat:
Zitat von Der Gast Beitrag anzeigen
Man hätte ihn zum lebenslangen Toilettenputzen von Synagogen verurteilen sollen. Aber das hätte er mit der eigenen Zahnbürste tun müssen.
Beim Blick auf die weiblichen Schreibkräfte im Gerichtssaal bemerkte Streicher

"Bei denen ist wohl Schönheit und Fleiß unvereinbar"!
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Alt 25.02.17, 02:27   #1104
Aderyn
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Zitat:
Zitat von Der Gast Beitrag anzeigen
Man hätte ihn zum lebenslangen Toilettenputzen von Synagogen verurteilen sollen. Aber das hätte er mit der eigenen Zahnbürste tun müssen.
In der Tat, das verstieße gegen die Menschenrechte und gegen die Menschenwürde.
Aber ich bin sicher, auch Juden dürften in der Lage sein, ihren eigenen Dreck selbst wegzumachen
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Alt 13.03.17, 10:28   #1105
herberger
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Es sind geheime Fotomontagen aufgetaucht wie Hitler die eroberte USA verändern wollte.




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Alt 17.03.17, 12:56   #1106
STILZCHEN
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Zitat:
Zitat von Der Gast Beitrag anzeigen
Man hätte ihn zum lebenslangen Toilettenputzen von Synagogen verurteilen sollen. Aber das hätte er mit der eigenen Zahnbürste tun müssen.
Naaaja, vielleicht steht dir das ja noch bevor
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Alt 01.01.18, 02:45   #1107
Aderyn
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Über den Ungeist, die moralische Verworfenheit, die Einseitigkeit, die Heimtücke, mit der Geständnisse erpresst wurden, all dies illustrieren einige Aussagen Beteiligter- und zwar auf der Seite der Angeklagten, aber auch auf der Seite der Ankläger des Nürnberger Tribunals sehr deutlich.
Hier ein paar aussagekräftige Beispiele, die jeder für sich selbst einordnen mag:

Zitat:
Professor Siegfried Handloser , der ehemalige Chef des Wehrmachts-Sanitätswesens, sagte als Angeklagter im Ärzte-Prozeß in seinem Schlußwort am 19. Juli 1947 vor den Richtern dazu :

„Bei meiner ersten Vernehmung hier in Nürnberg im August 1946 eröffnete mir der Vernehmer:
1. Sie sind der Chef des Wehrmachts-Sanitätswesens gewesen.
Ob Sie von den unzulässigen Versuchen etwas gewußt haben oder nicht, spielt keine Rolle. Als Chef sind Sie für alles verantwortlich.

2. Kommen Sie nicht mit der Ausrede, bei anderen Nationen sei ähnliches oder gleiches geschehen. Das steht gar nicht zur Diskussion. Die Deutschen stehen unter Anklage, nicht die anderen.

3. Berufen Sie sich nicht auf Ihre Zeugen. Diese sagen natürlich zu Ihren Gunsten aus. Wir haben unsere Zeugen und an diese halten wir uns.

Dies waren die Leitsätze der Anklage bis zum letzten Tag dieses Verfahrens.
Sie sind mir unverständlich geblieben, weil ich immer geglaubt habe, ein Verbrecher müsse ein Mensch sein, der Unrecht tut und weil ich der Meinung war, auch die Anklagebehörde habe das Bestreben, objektiv zu sein, wenigstens nach Schluß des Beweisverfahrens.
Das Schlußplädoyer hat mich aber belehrt, daß ich mich geirrt habe. Der Vortrag der Anklagebehörde war keine Würdigung des Beweisergebnisses, sondern eine zusammenfassende Wiederholung der einseitigen Anklagebehauptung ohne jede Berücksichtigung dessen, was das Beweisverfahren in meinem Fall ergeben hat ...

Wenn etwas mich in der seelischen Not der letzten Monate hätte versöhnen können, so das Bewußtsein, vor diesem Gericht, vor dem deutschen Volk und vor der Weltöffentlichkeit klargestellt zu sehen, daß der schwere allgemeine Vorwurf der Anklage gegen das Sanitäts-Offizierkorps sich als durch nichts begründet erwiesen hat ....

Als letzter Heeres-Sanitäts-Inspekteur und als Sanitäts-Chef der deutschen Wehrmacht gedenke ich mit Stolz der Sanitätsoffiziere aller Grade, deren unermüdlichen und aufopferungsvollen Hingabe zahllose Verwundete und Kranke dieses furchtbaren Krieges ihr Leben, ihre Heilung und ihre Existenzmöglichkeit verdanken.

Nie und nirgendwo waren die Verluste eines Sanitäts-Offizierkorps größer, als die Verluste der Sanitätsoffiziere der deutschen Wehrmacht in Erfüllung ihrer Pflicht.
Vor mehr als hundertfünfzig Jahren ist für die deutschen Militärärzte und ihren Nachwuchs der Leitsatz Scientiae — Humanitati — Patriae geprägt worden. Wie die Sanitätsoffiziere in ihrer Gesamtheit, so bin auch ich diesem Wahlspruch zu jeder Zeit im Denken und Handeln treu geblieben.
Möge es in Erkenntnis und als Auswirkung der Geschehnisse der letztvergangenen Epoche den vereinigten Bemühungen der Völker gelingen, für alle Zeiten das unermeßliche Unglück eines Krieges zu verhüten, dessen furchtbares Antlitz niemand besser kennt als der Militärarzt.“

Quelle: Friedrich Oscar: "Über Galgen wächst kein Gras", Erasmus-Verlag · Braunschweig
Eine weitere Ansprache kurz vor seiner Hinrichtung von Professor Brandt, einem sehr anerkannten und beliebten Mediziner- er wurde verurteilt, ohne Schuld auf sich geladen zu haben- seine Schuld war: er hätte wissen müssen..., das mache ihn nachträglich zum Mittäter, laut Gericht

Zitat:
Professor Karl Brandts letzte Worte vor seiner
Hinrichtung in Landsberg

„ Ich stelle fest, daß dieses eben verlesene Urteil eines amerikanischen Militärtribunals der formelle Ausdruck eines politischen Racheaktes ist.“

„Dieses sogenannte Urteil dient — abgesehen auch von der bestrittenen Zuständigkeit des Gerichtes selbst — nicht der Wahrheitsfindung und nicht dem Recht:
Man verstehe die Rabulistik, welche General Lucius D. Clay durch diesen Akt deckt, wenn der Ankläger des Nürnberger Ärzteprozesses feststellt, das Verfahren habe zwar gezeigt, daß Karl Brandt von den und den Versuchen nichts gewußt habe, da er es aber „hätte wissen müssen“, werde er nachträglich zum Mittäter.
Wie kann überhaupt d i e Nation, welche die Spitze in der Durchführung von Humanversuchen in jeder nur ausdenkbaren Form hält, wie kann es diese Nation wagen, andere, welche höchstens die vorgemachten Versuchsanordnungen nachmachen konnten, deswegen anzuklagen und zu verurteilen?
Und gar Euthanasie! Man schaue heute auf Deutschland und seine ausgeklügelt hingehaltene Not!
Da ist es freilich nicht verwunderlich, wenn die Nation, welche vor der Geschichte der Menschheit ewig das Kainszeichen von Hiroshima und Nagasaki tragen wird, wenn diese Nation versucht, sich hinter moralischen Superlativen zu vernebeln.
Sie braucht dabei kein Recht zu beugen:
Recht ist hier n i e gewesen! Im Ganzen nicht wie im Einzelnen.
Es diktiert die Macht. Und diese Macht will Opfer!
Wir sind solche Opfer.
Ich bin ein solches Opfer!
Aber eben darum ist es auch keine Schande, auf diesem
Schafott zu stehen: Ich diene hier bereit und mit ganzem Einsatz meinem Vaterland !
Durch Kameraden vor mir ist es schon so geworden: Der Galgen
von Landsberg ist das Symbol innerer Verpflichtung aller
Aufrechten und Aufrichtigen!

Ich bedaure als Offizier, daß Angehörige der amerikanischen Armee sich dazu hergeben, Handlanger für Heuchelei und politischen Mord zu sein, und daß sie so den Schild ihres Soldatentums weiterhin beflecken. Ich kann sie darum nicht hassen.
Henker und ihre Mittler sind mir weder Partner noch Gegner. Ich habe für sie nur Verachtung, tiefste Verachtung.

Mein Herz ist frei! Ich gedenke meiner Freunde —
Ich gedenke meiner Mitarbeiter im weitesten Sinne; sie
haben in dem furchtbaren Kriege ihre Pflicht phrasenlos
erfüllt.
Ich gedenke meiner armen, mir heiligen Heimat, meines Volkes und seiner Jugend, die strebend sich bemüht und sucht — sich und das
Ewige.

In ihm fühle auch ich mich wohlgeborgen. Und ich habe in dieser für mich feierlichen Stunde dem Leben zu danken, daß es mich als ganzen Menschen nahm : Ich habe seine Schmerzen ertragen, und es hat mir seine Freuden nicht vorenthalten.
Ja! ich habe das Schöne erlebt — wenn mir auch das Niedrige nicht erspart blieb. Der Begrenzung bin ich begegnet und ich durfte dennoch das Unendliche ahnen, in Ehrfurcht und in heiterer Andacht.
Mein Dank für das schwere Glück eines Daseins ist mein Bekenntnis zum Leben! Ihm wollte ich dienen mit meinem ganzen Leben.
Ihm wollte ich H e l f e r sein!
Aber immer habe ich mich auch geplagt und gesorgt und immer habe ich auch gekämpft für meine Überzeugung und um meines Gewissens willen :
aufrecht, aufrichtig und mit offenem Visier.
S o sah ich es und s o wollte ich das Leben.
So habe ich gelebt — Nein! so — l e b e — i c h !
Meine alten Eltern und mein tapferer Sohn brauchen sich meiner nicht zu schämen. Ich bin ihnen nahe und in unerschütterbarer Zuversicht verbunden. In Liebe ist mit mir meine Frau —
I c h — b i n — b e r e i t . “

Quelle: Friedrich Oscar: "Über Galgen wächst kein Gras", Erasmus-Verlag · Braunschweig
Aus dem Urteil des Militär-Tribunal - welches in völligem Kontrast zu den Worten dieses tapferen Mannes stand, der viel Zuspruch erhielt und zashlreiche Gnadengesuche von anderen Prominenten, darunter auch einem englischen Arzt, die für ihn bürgten:
Zitat:
„Wir entscheiden, daß Karl Brandt verantwortlich war, mithalf, Vorschub leistete, zustimmte zu, und verbunden war mit Plänen und Unternehmungen, welche die Durchführung medizinischer Experimente an Nichtdeutschen, ohne Zustimmung der Betreffenden mit einschloß, und an anderen Greueltaten, in deren Verlauf Morde, Brutalitäten, Grausamkeiten, Folterungen und andere unmenschliche Taten begangen wurden. Soweit diese verbrecherischen Handlungen nicht Kriegsverbrechen darstellten, waren sie Verbrechen gegen die Menschlichkeit.“

Quelle: Friedrich Oscar: "Über Galgen wächst kein Gras", Erasmus-Verlag · Braunschweig
Ebenso wurde Professor Rose verurteilt, zwar nicht zum Tode, aber zu einer überaus hohen Freiheitsstrafe, wegen seiner Beteiligung an Versuchen zur Fleckfiebe- und Malariabekämpfung.

an der stelle sei gesagt, dass diese Forschungen später als Grundlagen für die weitere mediz. Fortschung und Behandlung dienten.
Und es sei dazugesagt, dass eben von den Nationen, beispielhaft der USA, die hier als kkläger auftraten, selbst die schändlichsten menschenversuche an den Ärmsten iher Länder durchgeführt wurden- ohne deren Wissen, geschweige denn Einwilligung.
So gab es z.B. Versuche, die man an Krebserkrankten durchführte-offenbar mit der Einstellung, dass es sich ja ohnehin um Todgeweihte handelte.
Diese Länder maßten sich an, über andere in diesen Fragen zu Gericht zu sitzen.
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Geändert von Aderyn (01.01.18 um 03:50 Uhr)
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Alt 01.01.18, 03:40   #1108
Aderyn
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Schauen wir uns an, was Richter und Angehörige der Siehermächte zu dem Tribunal und seinem Wesen zu sagen hatten und darüber dachten.

Charles F. Wennerstrum aus Cariton, Iowa gewährte dem Korrespondenten Hal Foust von der „Chicago-Tribüne“ ein Interview. Darüber berichtete auch der „Stars and stripes“ in seiner Ausage in Europa vom 24.02.1948 auf dem Titel wie folgt:
"Chicago, 23. Febr. (AP). Laut einer copyright-Meldung der Chicago-Tribüne aus Nürnberg vom heutigen Tage soll Judge Charles F. Wennerstrum, US-Mitglied der Kriegsverbrechergerichte, gesagt haben:
„Der Sieg in irgendeinem Krieg ist nicht der beste Richter über Kriegsverbrecher-Schuld ."

Welch eine Einsicht.

Aus dem Interview mit dem Richter Charles F. Wennerstrum:
Zitat:
„Man kann versuchen wie man will, es ist unmöglich, den Angeklagten, ihren Anwälten und ihrem Volke klarzumachen, daß das Gericht bemüht ist, die Menschheit als solche zu repräsentieren und nicht den Staat, der die Mitglieder des Gerichtes bestellte. ...

Das Drei-Richter-Kollegium brachte anschließend sein Bedauern darüber zum Ausdruck, daß ein derartiger Prozeß von einer Macht allein geführt werden muß, andere Länder hätten daran teilnehmen müssen, damit die Frage der Parteilichkeit beseitigt worden wäre.

Was ich über den nationalen Charakter der Gerichte gesagt habe, gilt auch für die Anklagebehörde. Die großen Ideale, aus welchen heraus diese Gerichte geschaffen worden sind, sind nicht in Erscheinung getreten.“

Die Anklage versagte in der Wahrung der Objektivität, einer Objektivität ohne Rache und ohne persönliche Gelüste für Verurteilung, sie hat versagt in ihren Bemühungen, Präzedenzfälle zu schaffen, welche der Welt dazu dienen, künftige Kriege zu vermeiden und Richtlinien festzulegen für künftige Regierungen und Armeen.

„Die ganze Atmosphäre ist hier wenig schön ... die Prozesse sollten dazu dienen, die Deutschen von der Schuld ihrer Führer zu überzeugen. Sie haben die Deutschen nur davon überzeugt, daß ihre Führer den Krieg gegen strenge Eroberer verloren haben.

Der größte Teil des Beweismaterials in den Prozessen sind Dokumente, aus dem tonnenweise erbeuteten Dokumentenmaterial herausgegriffen.
Die Anklage besorgte dieses.
Die Verteidigung bekam nur solche Dokumente, welche die Anklage als sachlich für den Prozeß hielt.

Die Gerichte sind davon in Kenntnis gesetzt worden, daß kein sachliches Material zurückgehalten wird, aber ich bin sicher, die deutschen Angeklagten, ihre Verteidiger und das deutsche Volk haben kein Vertrauen
zu der Beschaffung von Beweismaterial durch die Anklage.

Unser Gericht bestimmte die Prozeßordnung in der Form, daß, wenn die Anklage ein Dokument nur auszugsweise einbrachte, sie der Verteidigung den kompletten Text des Dokumentes zur Verfügung stellen mußte zwecks Einbringung als Beweismaterial für die Verteidigung.
Die Anklage erhob schärfsten Einspruch gegen diese Verordnung. — Generall Taylor (Brig.-Gen., Telford Taylor, Hauptankläger für Kriegsverbrechen) versuchte eine außergerichtliche Zusammenkunft der Gerichtsvorsitzenden zustande zu bringen zwecks Aufhebung des Gerichtsbeschlusses.

Das Fehlen der Möglichkeit der Berufung hinterläßt bei mir das Gefühl, daß das Recht gebeugt worden ist . Hätte ich vor sieben Monaten gewußt, was ich heute weiß, wäre ich nie nach hier gekommen.“

Quelle: Friedrich Oscar: "Über Galgen wächst kein Gras", Erasmus-Verlag, Braunschweig
Aus einem Bericht, den der Senator William Langer am 27.Januar 1949 im amerikanischen Senat einbrachte, der im Bericht des 81. Kongresses in der ersten Sitzungsperiode "„Die amerikanische Militärjustiz - eine Schande für Amerika" folgenden Inhalt hatte:
Zitat:
„Der Zweck dieser Entschließung ist, eine Untersuchung herbeizuführen über die Art der Justiz, wie sie durch unsere überseeischen Streitkräfte gehandhabt wird.
Mehr als hundert Millionen Menschen außerhalb der USA und ihrer
Staatsgebiete unterliegen der gerichtlichen Verfolgung und Bestrafung jetzt unter amerikanischer Flagge.
Die Betreffenden können vor Gericht gestellt werden wegen Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Verbrechen gegen die Besatzungsmacht. Im Falle der Verurteilung sind schwere Strafen zu erwarten. Diese Gerichte und Gerichtssysteme sind jedoch, jedenfalls bis jetzt, nicht irgendeinem regelrechten Gericht der USA unterstellt. Der
Militäroberbefehlshaber des betreffenden Gebietes hat praktisch
das letzte Wort.
Wie bei einem von Verfassung und Kontrolle so weit entfernten System zu erwarten war, sind zahlreiche Mißbräuche aufgetreten. Diese Mißbräuche haben sich durch die entarteten Verfahrensregeln gebildet.

Diese Verfahrensregeln sind nämlich amerikanischen, kontinentaleuropäischen und russischen Ursprungs. Die Folge ist, daß diese Regeln alles andere sind, als was sie nach amerikanischen Begriffen sein müßten.

Die offenkundigsten Mißbräuche bestehen z. Zt. in Deutschland. Bei dem Gericht der amerikanischen Militärregierung in Dachau sind bis 12. 8. 1948 1672 Fälle verhandelt worden; nach den letzten Berichten an das Armeeministerium wurden 1416 Personen verurteilt. 297 Todesurteile wurden ausgesprochen, nach Zeitungsnotizen sind davon 217 vollstreckt
worden. 39 Angeklagte stehen noch unter Todesurteil.
(Das Armeeministerium berichtet nur von 29, und diese Zahl ist durch verschiedene Veränderungen inzwischen auf 14 gesunken.)
Das klingt wie ein Justizbericht über verbrecherische Mitglieder einer verbrecherischen Verschwörung. In Wahrheit wird daraus bei näherer Untersuchung einer der bedauernswertesten Mißgriffe der Justiz in der Geschichte.
Eine Zwei-Männer-Zivil-Kommission, die auf Ersuchen von Staatssekretär Royall eine Übersicht über die Verfahren herstellte, kam nach den USA zurück und berichtete, daß die folgenden Methoden angewendet worden waren, um Geständnisse zu erzwingen:
-Schläge und brutale Fußtritte,
-Ausschlagen von Zähnen und Zertrümmerung von Kinnbacken,
-Scheinverfahren,
-Einzelhaft,
-Quälerei mit brennenden Spänen,
-Vortäuschung von Priestern,
-äußerst herabgesetzte Essenrationen,
-Entziehung geistlichen Zuspruchs,
-Versprechen auf Freispruch.

Richter E. Le Roy van Roden aus Media, Pa., und Richter Gordon Simpson vom Obersten Gerichtshof von Texas, die die Kommission bildeten, empfahlen Staatssekretär Royall nach diesen aufregenden Entdeckungen, daß ein großes Gnadenprogramm für die meisten der Verurteilten gestartet
werde. Sie empfahlen weiter, die 29 Todesurteile nicht zu vollstrecken.

Ob aus Blindheit oder aus Rache — wir wollen es auf Härte oder Nachlässigkeit zurückführen -, die Armee machte jedenfalls weiter und hängte sechs von den Männern, für die Begnadigung empfohlen worden war.
Kirchliche Würdenträger in Deutschland und in USA sind entsetzt.
Kardinal Joseph Frings aus Köln, Bischof Neuhäusler aus München, und Bischof Wurm aus Stuttgart stehen an der Spitze des Protestes. Kardinal Frings erklärte, die Erhängungen würfen die Versöhnung der beiden Nationen für Jahre zurück.

Der Bundesrat der Kirchen Christi in Amerika hat um Gerechtigkeit für diese Menschen gebeten. Seiner Abordnung an Generalstaatsanwalt Tom Clark wurde bedeutet, daß das Justizministerium in der Angelegenheit nicht zuständig sei.
Die amerikanische Union für Bürgerliche Freiheiten, die mit dem Fall befaßt ist, hat erfahren, daß die Beschuldigung, es seien Methoden dritten Grades angewendet worden, offenbar richtig ist; sie sucht nach einem Weg, hier etwas zu veranlassen.

Die Christian Century erklärt, die vorliegenden Beweise deuten an, daß die amerikanische Justiz, wie sie von der Wehrmacht gehandhabt werde, eine Schande für die USA sei.
Diese Entschließung ist so gefaßt, daß sie auch Fälle wie den der Frau Wilma Ybarbo einschließen könnte. Ihr wurde durch einen unserer Richter in Deutschland erklärt:
„Wenn ein Amerikaner das amerikanische Mutterland verläßt, dann läßt er die amerikanische Verfassung hinter sich.“
Sie könnte auch den Fall des GI erfassen, dessen Beine erfroren waren und dann abgenommen werden mußten, nachdem er in einem Armeegefängnis festgehalten worden war. Sein Fall wurde gestern in der Zeitung gebracht.
Wir können nicht einen doppelten Rechtsbegriff haben, einen für uns daheim und einen für den Export. Wir müssen diesen empörenden Abweichungen von den amerikanischen Grundsätzen in den besetzten Gebieten auf den Grund gehen, und wir müssen diesen Zustand ändern.“

Quelle: Friedrich Oscar: "Über Galgen wächst kein Gras", Erasmus-Verlag, Braunschweig, 1950
Jeder mag selbst ermessen, ob so ein Tribunal aussehen sollte, welche sich angeblich der Aufklärung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit verpflichtet sah und moralische Normen anlegen wollte, die man den anderen absprach.

Man stelle sich nur vor, mit welchen schäbigen un dschmutzigen Tricks gearbeitet wurde, um aus völlig zermürbten und zermarteten Menschen alle möglichen und unmöglichen Geständnisse abzupressen:
das Versprechen der Freiheit, nach Monaten und Jahren der Folter, mit Scheinverfahren und erneuter Folter. Die Konfrontation mit falschen Zeugenaussagen.
Die Angeklagten wußten gar nicht mehr, ob das nun der richtige oder wieder ein Fake-Prozess war.
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Alt 01.01.18, 17:30   #1109
Walter Hofer
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Zitat:
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Über den Ungeist, die moralische Verworfenheit, die Einseitigkeit, die Heimtücke, mit der Geständnisse erpresst wurden, all dies illustrieren einige Aussagen Beteiligter- und zwar auf der Seite der Angeklagten, aber auch auf der Seite der Ankläger des Nürnberger Tribunals sehr deutlich.
Hier ein paar aussagekräftige Beispiele, die jeder für sich selbst einordnen mag:

Eine weitere Ansprache kurz vor seiner Hinrichtung von Professor Brandt, einem sehr anerkannten und beliebten Mediziner- er wurde verurteilt, ohne Schuld auf sich geladen zu haben- seine Schuld war: er hätte wissen müssen..., das mache ihn nachträglich zum Mittäter, laut Gericht

Aus dem Urteil des Militär-Tribunal - welches in völligem Kontrast zu den Worten dieses tapferen Mannes stand, der viel Zuspruch erhielt und zashlreiche Gnadengesuche von anderen Prominenten, darunter auch einem englischen Arzt, die für ihn bürgten:


(..)
Das Urteil für den NS-Bonzen Brandt war viel zu lasch.

https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Brandt_(Mediziner)
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Ignore: Praia, Nüllenkopp, Rock , Rütli-Borat, Grambel,
Dobermann
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Alt 01.01.18, 17:40   #1110
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Richter Charles F. Wennerstrum

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